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Freitag, 20. Februar 2015

Transformation - siebte Woche

"Wie läuft es mit den Jahresvorsätzen, schon 10 Kilo abgenommen?"
"Läuft super, mir fehlen nur noch 12 Kilo." Das Büro

Ich bin heute fast wieder beim Anfangsgewicht angelangt. 700 Gramm halten mich davon ab direkt wieder bei null zu starten. Heute gab es im Büro Schokoladenkuchen, Begründung der Kollegin: Ich wollte mal das Rezept ausprobieren. Es hat funktioniert, heißt das jetzt es gibt künftig mehr Schokokuchen oder gar keinen mehr? Krapfen sind von gestern auch noch übrig. Naja, sie waren übrig, über das Wochenende konnte ich die Krapfen ja wohl kaum im Büro liegen lassen... Es ist eine Farce. Durch meinen Rücken kann ich auch keinen Sport in dem Umfang machen, wie ich es möchte. So langsam habe ich den Verdacht, das Büro hat mich dick gemacht. Ich muss morgen dringend zum Friseur, da kommen schon wieder ein paar Kilogramm runter! Am Wochenende mache ich mir ein Diagramm. Diagramm of Doom.

Dienstag, 17. Februar 2015

Transformation - sechste Woche

"Stillstand ist der Tod, geh voran, bleibt alles anders" Herbert Grönemeyer

Ich habe mich diese Woche nicht gewogen, dafür reichlich gegessen. Ich gehe mal davon aus, dass der Trend nicht mehr mein Friend ist. Das Wochenende war heftig. Es wurde sich ausschließlich vom Lieferdienst ernährt, dazu gab es viel Bier und Cola mit was drin. Eine kleine Trainingseinheit schlich sich am Freitag zwischend das Partyprogramm. Außer Durst wird das nichts gebracht haben. Nächste. In der siebten Woche kommt dann die Rechnung.

Montag, 9. Februar 2015

Transformation - fünfte Woche

"Homer, dein Bauch liegt wieder auf dem Handtuchhalter!" Die Simpsons

Die Realität hat mich wieder, die Idiotie auch. Bei der letzten Messung lag ein Schal unter einem der Füße der Waage... das erklärt den radikalen Gewichtsverlust, also nichts mit 7kg weniger. Stand am Freitag waren 2,1kg Verlust seit Beginn der Transformation. Das ist eher ein Negativtrend.
Ins Fitnessstudio komme ich zurzeit selten, der Rücken macht mir Probleme. Ein Teufelskreis, ich will abnehmen um den Rücken zu entlasten und gleichzeitig hindert mich der Rücken daran Sport zu treiben. Heute einen Satz gehört, der in dieselbe Kerbe haut. "Ich mache keinen Sport, bin dafür nicht fit genug." Tja, was willste machen? Ab jetzt dürfen die Pfunde gerne wieder purzeln.

Montag, 2. Februar 2015

Transformation - vierte Woche

"Endlich seriös abnehmen." Grabsteininschrift

Setzt euch hin, obwohl, wer liest denn am PC im Stehen?

Steht auf!

Setzt euch hin!

Stand am Sonntag: 7kg weniger als zu Beginn. Das macht einen Fortschritt zur Vorwoche von 4,40kg. Inklusive Pyjama und Sockfuß. Das bedeutet, es fehlen mir nur drei Kilo bis zum vorgenommen Idealgewicht. Dafür, dass ich mir das gesamte Jahr als Zeitraum vorgenommen habe, ist das nicht schlecht. Man kann gar nicht zu schnell abnehmen, nur zu schnell wieder zunehmen.

Manch aufmerksamer Leser wird denken, der hat doch bestimmt nach dem Bayern Spiel das Wochenende durchgekotzt. So war es nicht ganz. Ich vermute es lag an den verschriebenen Tabletten und die damit verbundene Menge an Wasser, die ich zu mir nahm. Vorsichtshalber wechsele ich die Batterien in der Waage, aber draufstellen werde ich mich erst wieder am nächsten Wochenende. Den Egoschub nehme ich gerne mit in die Woche. Das letzte Wochenende wird sich eh noch rächen, soviel Erfahrung habe ich mittlerweile. Es gab wieder Kohlenhydrate in Form von Nudeln und Reis und Bier.

Montag beginne ich wieder mit dem Fitnessstudio und neuerdings kommt einmal die Woche Fußball im Soccer Park dazu. Soviel zum Sportprogramm.

Dienstag, 27. Januar 2015

Transformation - dritte Woche

"Welchen Sinn hat diese Methode?!
Keine, ich fand einfach nur, dass er etwas abnehmen sollte." Die Simpsons

Die dritte Woche auf dem Weg zu einem verhältnismäßig normalen Gewicht / Leben endete letzten Freitag mit einem Schock: 500g mehr auf den Rippen oder sonst wo. Ich war mir bisher gar nicht im Klaren, wie ich mit einem Rückschritt umgehe. Verheimlichen, dachte ich. Deshalb erst heute der wöchentliche Report. Dafür war das heutige Ergebnis umso besser: 2,60kg weniger seit Beginn der Aufzeichnungen. Das ergibt einen Fortschritt von 1,20kg zur Vorwoche, fehlen noch 7,40kg. So will ich das sehen, auch wenn ich es mir nicht erklären kann. 
Aber wie sagt der Volksmund? Auf hoher See, vor Gericht und bei hohem Gewicht… liegt dein Schicksal in Gottes Hand. So kam es, dass ich mir am Sonntag den Rücken total versaut habe. So richtig mit mitleidigen Blicken, wenn ich die paar Meter vom Büro in die Küche schleiche. Das bedeutet erstmal kein Fitnessstudio mehr. Schon deprimierend. Zum Trost gab es selbstgebackene Cookies. Oder wie ich sie nenne: Schoki Schock. Alles kontraproduktiv, aber wenigstens kaum Kohlenhydrate.

Viel erfreulicher ist die Nachricht eines baldigen Wechsels des Fitnessstudios. Das neue Studio wäre im selben Gebäude wie das Büro, es wäre kostenlos und es kann mit ausgebildeten Personal aufwarten und Sauna und Sonnenterrasse und Spa-Bereich und freien Hanteltraining. Alles besser also. Um aus den alten Vertrag zu kommen, immerhin noch vierzehn Monate Laufzeit, werde ich wohl meinen Erstwohnsitz ändern müssen. Sonderkündigungsrecht ist das Stichwort. Klingt nach viel Papierkram und es ist zudem eine Gewissensfrage, weil ich mir von der juristischen Seite her nicht sicher bin.

Freitag, 16. Januar 2015

Transformation - zweite Woche

"Schön wenn du als Schmalhans mit deinen Muskeln prahlen kannst." Dendemann

Mein auf Fakten basierender Fitnessplan scheint zu funktioneiren.
Insgesamt 1,4kg weniger, also ein wöchentlicher Erfolg von 600g. Das ist ein guter Schnitt, denke ich. Aber wie Jögi Löw schon richtig sagte: ein 7:1 gegen die Brasilianer bringt uns gar nichts, wenn wir das Finale verlieren. Und wie das ausgegangen ist, wissen wir ja alle. Optimistisch ins Wochenende.
Im Fitnessstudio habe ich etwas Lustiges beobachtet. Ein Mitbürger geht neben mir auf dem Laufband, die Geschwindigkeit auf ein angenehmes Wandertempo eingestellt. Dabei betrachtete er sich im reflektierenden Fenster und probierte verschieden Gangarten aus. Entsprechend richtete er seine Trainingsjacke aus, mal offen, mal Kragen hoch. Der Breitbeinige mit ausgefahrenen Schultern Proletengang sah am authentischsten aus. Das Ganze erinnerte mich sehr an den „am Türsteher vorbeikommen Gang“. Seit der Gruppe OK GO hat niemand mehr so lässig auf einem Laufband ausgesehen.

Bisher bin ich mit meinem Fitnessprogramm auf dem richtigen Weg. Wenn nächste Woche auf der Waage eine andere Zahl vor dem Komma steht, bin ich zufrieden. Warum sollte ich auch unzufrieden sein? Mittlerweile gibt es sogar wieder warmes Wasser in den Duschen des Fitnessstudios.


Freitag, 9. Januar 2015

Transformation

„Ich pump die Kilos bis das ganze Gym bei meiner kruppstahlharten Brust
mit der Zunge schnalzen muss.“ Kollegah

Seit einer Woche versuche ich abzunehmen. Das ist nur zu einem kleinen Teil ein schlapper Neujahresvorsatz, der Großteil der Motivation geht auf Foppereien von Ärzten und einer Masseurin. „Drei oder vier Kilo weniger würden dem Rücken auch gut tun.“ Du fette Sau, fügt sich automatisch an den Satz. Das Problem habe ich natürlich selbst schon lange erkannt. Ich wiege 10kg zu viel. Die Kombination aus zwei Diäten „Low Carb“ und „High Carb“ hat sich als Flop erwiesen. Für das Jahr 2015 will ich auf Kohlenhydrate verzichten, grob gesagt auf Nudeln, Reis und Kartoffeln. Der Rest ist egal. Was bedeutet, dass ich weiterhin Brot und Brötchen esse. Das muss drin sein. Ansonsten versuche ich bei einem Kalorienschnitt von 2000kcal am Tag zu bleiben. Das allein sollte bei meinen Essgewohnheiten ausreichen. Kohlenhydrate bilden die bösen Fettpolster. Für die Motivation folgender Fakt: 100kcal am Tag zu viel, machen 5kg Gewichtszunahme im Jahr. 

Begleitend gehe ich jeden zweiten Tag ins Fitnessstudio. Bisher drückte ich drei Sätze à 20 Wiederholungen. Das bringt nicht so viel. Die Gewichte zu erhöhen und weniger Wiederholungen, macht mein lädierter Körper nicht mit. Das musste mir aber auch erst ein Arzt erklären, etwas detailreicher, als hier dargestellt. Zum Muskelaufbau trainiere ich nun das Ralf Möller Programm. Ich nenne es so, basierend auf ein Interview von Ralf Möller, zu Zeiten als er noch ein gefragter Statist in Hollywood war. Um so auszusehen wie er, sollte man solange eine Übung wiederholen, bis es nicht mehr geht und dann noch zwanzig drauf. In meinem Fall runtergebrochen auf fünf schmerzhafte Wiederholungen über die Schmerzgrenze. Wichtig ist, dass man erkennt wann der Muskel übersäuert. Erschöpfung ja, Schmerzen nein. Das hat den Vorteil, dass es sich zumindest nach Leistung anfühlt und ich bin viel schneller mit den Übungen durch, was in den dunklen Monaten vom Vorteil ist. Niemand möchte länger als notwendig in einem Discounter Fitnessstudio verweilen. Außerdem glaube ich dran! Dazu versuche ich meine Schrittfrequenz auf 5000 Schritte am Tag hochzuhalten. Gestern kaufte ich mir eine zweite Hantel für das „Hometraining“, somit sollte sich der Effekt verdoppeln.

Nach der ersten Woche habe ich 800g abgenommen. A real fine way to start. Über das Jahr gesehen macht das dann… 52 x 800g… meine Herren… 41,60kg Gewichtsverlust. Ich bin dann mal weg. Da klingen 10kg plötzlich wieder realistisch. Updates gibt es nach Möglichkeit wöchentlich. Schöner ist es natürlich, wenn ich es gar nicht mehr erwähnen muss.