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Montag, 30. Januar 2017

Losing my Religion

„And here I lay“ Mark Hollis
 
Als Bewegungsbruder der zweiten deutschen HipHop Stunde Ende der 90er Jahre, muss ich mit Entsetzen, also enttäuscht, feststellen, dass genau dieser Eckpfeiler meines Lebens einzustürzen droht. Statisch unbestimmt, sagt der Ingenieur im weitesten Sinne.

Wenn ich bei Saturn die Deutschrap-Ecke durchstöbere, kenne ich die meisten Interpreten zwar vom Namen, aber nicht deren Musik. Den Inhalt kann ich mir denken bei Albumtiteln wie Asphalt Massaker oder High & Hungrig. Den Moment, in dem die deutsche Hip Hop Kultur für mich zu einer lediglich deutschen Hip Hop Szene verkümmerte, kann ich nicht mehr nachvollziehen. Phillie MC habe ich problemlos ignoriert, der ging ja spurlos an allem vorbei. Bis heute feilt er womöglich an den sieben Sätzen, die seinen Wikipedia Eintrag ausmachen.
Vielleicht war es die Aggro Berlin Ansage Nr. 3 im Jahr 2003? Irgendwann dann kamen die ersten Idioten auf den Plan. Insgesamt ein schleichender Prozess.

An eine wesentliche Änderung im Hip Hop kann ich mich dagegen gut erinnern. Die Konzerte von Samy Deluxe und Dendemann wurden seit 2010 von einer Live Band begleitet. Der DJ durfte zwar ein paar Cuts beisteuern, was aber weit vom klassischen "zwei Plattenspieler und ein Mikrofon" Standard entfernt war. Keine schlechte Entwicklung, im Grunde. Ein Konzept, das zumindest eine nachvollziehbare Richtung vorweist und durch die Roots, Beste Live Band ever, erprobt war.

Peinlich wurde es allerdings, als plötzlich viele Rapper meinten, sie beherrschen ebenfalls das Singer Songwriter Genre. Was mich früher mit Clueso oder Jazzkantine nur peripher erreichte, scheint heute eine nicht zu unterschätzende Quote bei den Radiosendern zu haben. 
Man kann sicherlich nicht jedem vorwerfen auf den Zug der Singer Songwriter aufgesprungen zu sein, bei Chima und Max Herre zum Beispiel funktioniert das, aber mal ernsthaft, kann Dennis Lisk von den ABs Gitarre spielen? Vielleicht, aber sollte er? Sam Sorge experimentiere ebenfalls in dieser Sparte, heraus kamen Verschwörungstheorien mit schönen Melodien.
Der bürgerliche Name auf den Alben sollte wohl Seriosität vermitteln und gleichzeitig die street credibility nicht gefährden. Hatte Curse nicht auch solche Nummern verzapft…? Aber sind ja Künstler, lasse machen.

Die Rap Musik hat sich also verändert, besonders inhaltlich. Okay, akzeptiert. Zwanzig Jahre später. Wenn es damit mal abgehakt wäre. Mit der Musik wandelt sich natürlich auch das Lebensgefühl, die Werte und die Sprache. Ich jedenfalls kann mich damit nicht mehr identifizieren. Die Hip Hop Kultur hockt im Früherbunker und verharrt der Dinge, die da kommen.

Gibt es überhaupt noch Jams? Hip Hop Tanz wird in der Provinz für 28 Euro im Monat angeboten, erinnert an Bollywoodgehampel und Jochen Distelmeyer singt dazu. Graffiti Künstler studieren Design und haben eine eigene Homepage mit ausführlichem Impressum. 
Die Jugendbewegung Hip Hop ist durch. Ich behaupte an mir erkennen zu können, was damals bewegt wurde, umso trauriger, dass sich eine gute Idee nicht fortsetzt.

Mein Kleiderschrank ist voll mit Klamotten von Marc Ecko und Enyce. Beides Marken, die heute nicht mehr produzieren. Pleite. Letztens lachte mich ein auf jugendlich machender, etwa vierzigjähriger Verkäufer bei Backslash aus, weil ich mich nach den beiden Marken erkundigte und echte Jugendliche fragten mich, wo ich denn die coolen Vintage Sachen her hätte. 15 Jahre Waschmaschine, Bro. 
Irgendwo bei meinen Eltern liegen meine Baggy Pants rum. Herrlich ungeeignet für das Büro. Die ziehe ich mal wieder an. Sie werden nicht mehr passen, weiß ich jetzt schon, in der Weite nämlich! Mein Cap habe ich im Zug liegen gelassen, ich komme eh nicht mehr dazu es zu tragen… Wieso habe ich es im Zug überhaupt abgenommen? Achja, Ich saß im Bord Bistro des ICEs auf dem Weg nach München zum Oktoberfest. Man selbst ist womöglich auch nicht mehr ganz der Alte. Halb der Alte, maximal.

Dendemann hat beim Neon Magazin Royal aufgehört, Hip Hop is dead von NAS ist über zehn Jahre her, das Beste am neuen Beginner Album sind die Vocal Cuts, Dein Lieblingsmensch bloggt nicht mehr und keiner sagt: so, das war es!

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Lieblingssong Dezember 2013

Wer hin und wieder mal aus dem Fenster schaut oder gar das Haus verlässt, wird es bemerkt haben: Regen. Es ist so auffällig, dass man meinen könnte, es stecke mehr dahinter. Raining Revolution nämlich. Dass man sich auch über den Regen freuen kann, haben Arrested Development glaubwürdig vertont. Jetzt nur noch Bezug auf Nelson Mandela nehmen und fertig ist der Kontext.
Apropos, Arrested Development ist die sozialste Hip Hop Gruppierung, die ich kenne es gibt. Bestellt euch unbedingt alle ein Best of und lasst euch von den positiven Songs abholen, vorausgesetzt die Post-Drohne baut keinen Mist. Die sollen bei Regen ja ihre Probleme haben.
Es gibt übrigens unheimlich viele Lieder, die mit Regengeplätscher oder Donner beginnen! Zu viele um sie aufzuzählen.


Freitag, 1. November 2013

Lieblingssong November 2013

Aufgrund meiner Verweigerung gegenüber dem Radio und Musikfernsehen hätte ich fast die Sängerin Lorde verpasst, obwohl sie in Amerika und England auf Platz eins der Charts war. Die Engländer nehmen ihre Charts noch ernst und sind es wert verfolgt zu werden. Das habe ich in letzter Zeit vernachlässigt. Das passende Lied zur Platzierung heißt Royals und ist ein zweistimmiger Gesang mit Bass und etwas Melodie. Hört sich sehr harmonisch an und textlich kann ich ihr ebenfalls nur zustimmen. Wie viel Neuseeland in Lorde steckt, kann ich nicht beurteilen. Typisch ist Royals aber sicherlich nicht für die Insel.


Dienstag, 15. Oktober 2013

Lieblingssong Oktober 2013

Die Hamburger Band Blumfeld gibt es jetzt schon mehrere Jahre nicht mehr. Jochen Distelmeyer hat mit Heavy 2009 sein Soloalbum herausgebracht und seitdem ist es still geworden. Zur letzten Tournee von Blumfeld kam ein Best of Sampler heraus, der schlappe vier CDs beinhaltet und genau so heißt wie die Tournee: ein Lied mehr. Da kann man auch schnell „kein Lied mehr“ draus machen. Auf dem Best of ist ein Cover Song drauf, von dem ich einfach mal behaupte, dass er exklusiv für den Sampler aufgenommen wurde. Wer da gecovert wird, habe ich trotz Internetrecherche nicht herausgefunden. Rod Stewart vielleicht? Wer es weiß, kann es mir ja in den Kommentaren vorhalten. Lieblingssong des Monats ist also The Law von der Gruppe Blumfeld. Eine ruhige Nummer mit englischen Gesang, das strengt nicht so an beim zuhören und passt wunderbar in den Herbst. Unter dem Song ist zusätzlich die kurze Dokumentation zur letzten Tournee von 2007 verlinkt. Abflug.


Mittwoch, 18. September 2013

Lieblingssong September 2013

Ich habe den Song Waveforms von Django Django (die Ds sind stumm) selbst erst gestern zum ersten Mal gehört. Einfach mal vorausgesetzt, der Leser kennt die Band ebenfalls noch nicht und falls ja, warum sagt er dann nichts?
Kann sein, dass es da eine Verbindung mit dem GTA 5 Release gibt, vielleicht kommt der Song im Spiel vor? Ich weiß es nicht. Zu jedem GTA gibt es einen guten, umfangreichen Soundtrack und viele "casual Gamer" werden neue Bands für sich entdecken und keiner wird zugeben, dass er das Lied zuerst in einem Videospiel gehört hat. Das kann noch lustig werden. Für euch hardcore Leser also zuerst hier, nochmal Glück gehabt.

Das dazugehörige Album heißt wie die Band Django Django und kam 2012 auf den Markt. Das bedeutet, ich hätte solche Songs wie Waveforms bereits in diesem Sommer hören können! Viel mehr als einen Sommer haben solche Songs oft nicht. Siehe Big City Life von Mattafix oder oder oder. Keine Angst, ich archiviere es für euch.



Freitag, 30. August 2013

Lieblingssong August 2013

Kurz vor Ladenschluss fiel es mir ein: da war doch was... ein Blog, eine Kategorie, ein Lied und am besten noch etwas Hintergrundinformationen. Kurz: Der Lieblingssong für diesen Monat!
Warum so spät? Ich könnte behaupten, es lag an den Release von Jay Zs neuem Album, das würde aber nicht stimmen. Ich habe Magna Charta... Holy Grail heute gehört und es ist kein einziger guter Song drauf. BÄM.

Also doch einen anderen Namen droppen, das heißt, es sind zwei Namen. Jacob und Phil Fill. Dahinter verbergen sich nicht allzu geschickt Jacob Vetter und Philip Rittmannsperger, falls ihr wissen möchtet, wohin mit der Fanpost. Der melodische, abgespeckte, progressive Rock gefällt mir nach dem ganzen Dubstep Hype umso besser. Hört man eigentlich noch viel Dubstep in der Werbung oder unter Youtube Videos von Christiano Ronaldo gelegt?

Der Klangteppich lädt zum "vor der Anlage liegen" ein, was bekanntlich am besten so um 3:00 Uhr funktioniert. Jacob & Phil Fill - Ancient Dust



Freitag, 12. Juli 2013

Lieblingssong Juli 2013

Ich komme nicht mehr mit. Jack White, der inoffizielle Erbe von Robert Plant und der einzige, der sich meiner Meinung nach nicht hinter den Legenden der Rockgeschichte verstecken muss, haut unter verschiedenen Namen, mit verschiedenen Künstlerkollegen schon fast jährlich ein neues Album raus. So steht er da, in der Hall of Fame des Rocks, gleich hinter Iggy Pop, wo man ihn gut sehen kann, weil Iggy doch so dünn ist. 
Jedenfalls hat Jack White in den letzten Zehn Jahren ordentlich und vor allem skandalfrei was wegproduziert. Und das alles in einer hohen Qualität, zumindest hat es mich immer erreicht.
Sein aktuelles Soloalbum Blunderbuss (2012) wird von mir gerade tot gehört. Hier eine Akustik Version des gleichnamigen Songs, nämlich Blunerbuss. Donnerbüchse, das verspricht einiges.

Freitag, 21. Juni 2013

Junge oder Mädchen?

"Jungs haben mehr Platten und Cds als Mädchen." Benjamin von Stuckrad-Barre


2011, als ich noch in Bremen lebte, lieh ich mir bei Cambio Carsharing einen Autowagen. Mein Vormieter oder meine Vormieterin hinterließ mir, höchst wahrscheinlich unfreiwillig, eine CD im Auto. Es war eine unbeschriftete, selbst zusammengestellte Mix CD. Und was für ein Mix das war! Nachdem ich sie durchgehört hatte, nahm ich die CD mit. Als Beweis. 
Vor kurzem fand ich sie und damit dieselben Fragen wie vor zwei Jahren in meinem Regal wieder.
Wer stellt sich oder für jemand anderen zu welchem Anlass so einen Mix zusammen? Bei der Anordnung vermutet man hinter jedem Track einen Gedanken.
Etwas Hobby-Psychologie für euch. Die Trackliste sieht wie folgt aus:

1. Ray Parker Junior – Ghostbusters
Okay, das geht ja schon mal ab. Ein Klassiker, dazu Filmmusik, aber durchaus Alltags, Autofahrer und Mix CD tauglich.

2. Me Gustaria – Saw Theme
Schon wieder Filmmusik. Dieses mal instrumental, was einem schon mehr Begeisterung für das Genre abverlangt. Der Soundtrack von Saw ist aber eher ein Stimmungskiller.

3. The Dark Knight – Deutscher Trailer
Nun ist klar, die Songs wurden bei Youtube runtergeladen. Machen Mädchen so was? Und es scheint endgültig ein Filmfan hinter dem Mix zu stecken. Zumindest was das Popkornkino angeht.

4. Revolverheld – Freunde bleiben
Ein Trennungslied und zwar für Mädchen komponiert, behaupte ich jetzt einfach mal.

5. Sido – Sarah
Noch ein Trennungslied, dieses mal für den jungen Mann. Merkwürdig, beides passt nicht nebeneinander oder es sollte nur die Grundstimmung vermittelt werden: Trennung, aber mit Nachtreten. Jedenfalls erwartet man keine gute Musik mehr.

6. Sido – Hau ab
Wie gesagt, wirklich gut ist auch das nicht. Mein Eindruck festigt sich, aber leihen sich Pubertierende ein Auto bei einem Carsharing Programm?

7. Sido – Schlechtes Vorbild
Sido Sido Sido und dann nur die Songs mit der größten Ghettoattitüde. Das ist zermürbend. Der Typ ist so ein schlechtes Vorbild.

8. Sido – Ich hasse Dich
Ein Sido Fan, kein Zweifel. Spätestens jetzt hat man unweigerlich ein Bild des Vormieters vor Augen.

9. Emiliana Torrini – Jungle Drum
Damit konnte niemand rechnen. Das kann daran liegen, dass der Song in Deutschland auf Platz eins der Single Charts war. Sido und chartorientiert widerspricht sich ja erstmal nicht.

10. Kings of Leon – Sex on Fire
Guter Song. Verdächtig...

11. Kid Cuti – Day & Night
War auch in den Charts und ist absolut tanzbar und was für das Auto. Kann ich nachvollziehen wie der Song auf die CD kommt, nur fand das Lied damals wohl jeder gut.

12. Nino De Angelo – Jenseits von Eden
Ich war genauso verwirrt als ich die CD im Auto durchhörte! Nino De Angelo, das hört man noch nicht einmal aus Ironie, selbst dann nicht, wenn Nino mit Jenseits von Eden das Ghetto gemeint haben sollte. In meiner Vorstellung wird der Vormieter weiblich und suizid.

13. Eamon – Fuck it
Eamons eleganter Tritt in den Hintern seiner Ex war ebenfalls in den Charts weit oben. Das Thema Trennung scheint tatsächlich im Vordergrund zu stehen. Mit zugekniffenen Ohren kann man so auch den Nino De Angelo Song erklären.

14. Eric Carmen – Hungry Eyes
Filmmusik, wie Ghostbusters schwungvoll. War wohl nicht alles schlecht in der Beziehung oder es soll den Besitzer der CD zumindest daran erinnern, dass eventuell nicht alles schlecht war.

15. Jefferson Airplane – White Rabbit
Kult und ein echt guter Song dazu. Fear and Loathing in Las Vegas. Exzessiv, männlich und schon lange her. Frauen hören solche Musik nur, wenn Männer im Raum sind, bzw. im Auto sitzen.

16. Leslie Gore – It´s my Party
Das verhält sich so gegenteilig, dass es ironisch gemeint sein könnte. Aber wer opfert drei Minuten auf einer CD für einen kurzen Schmunzler? Oder doch etwa ernst gemeint?

17. The Lonnie Donegan Skiffle – Rock Island Line
Kennt das ein Sido Fan? Ich kann es mir nur schwer vorstellen. Oder kam der Song in einem Film vor? Eher in einer Serie.

18. The Proclaimers – 500 Miles (Live)
Der Song ist ein Autofahrer Song und zwar geprägt von der Serie How I met your mother. Bleibt die Frage, hat das jemand für sich gebrannt oder für jemand anderen, als Erinnerung an die Szene aus der Serie und entsprechend als Lacher serviert? HIMYM guckt bekanntlich jeder… Live war vermutlich die einzige Option, weil Youtube das Lied in good old germany nur als Live-Version freigibt. Ist ja oft so.

19. Elvis Crespo – Suaramente
Nachdem ich das Lied hörte, hatte ich mich instinktiv auf eine junge Frau festgelegt. Das spanische Flair, Austauschstudenten, One Night Stands, peinliches Gekicher, brüchiges Mitgesinge, das Gefühl Musik zu hören, die nicht aus dem Radio kommt und natürlich der sauhohe Anspruch!

20. Atomic Kitten vs The Fugees – Whole Again (Mash up)
Das ist so Musik, die DJs Frauen direkt am Disco Abend mitgeben. Casual Hip Hop raffiniert gemixt, also lieblos übereinander geschmissenen und dazu ein Text, den sie mitsingen können. Mein Entschluss steht fest.

21. Oliver Onions – Trinity stand tall
Und wieder Autofahrer-Musik und zwar für "über das Land". Ich lege das mal als Romantik aus, um mein Bild nicht wieder überdenken zu müssen.

22. U2 & Bob Dylan – Knocking on Heavens door (Live)
Das „Live“ hat sich mit youtube geklärt. Bob Dylan ist eine Legende und Bono der größte Scheißhaufen der Welt. Da treffen Dimensionen aufeinander, das kann man bedenkenlos auf jede CD brennen. Man hat von den 21 vorangegangenen Tracks sowieso die Fresse voll .

Fazit: Für mich ist klar, die CD wurde für den Eigenbedarf gebrannt. Zuviel Sido, zuviel von einem einzigen Interpreten, das macht kein cleverer Junge auf eine Mix CD, die er verschenken möchte. Das nimmt zu viel Platz weg für die eigentliche Botschaft. Die vielen Liebeslieder im Schafspelz lassen vermuten, dass es Ärger im Paradies gab oder zumindest in der Ehe...
Ich tippe auf eine junge Frau, Mitte zwanzig. Studentin, die auf Kultfilme steht, sowieso gerne alles und jeden der älter ist als sie zum Kult erklärt. Sie mag es auf Partys sich vor ihren pseudointellektuellen, verstockten Kommilitonen für Sido zu rechtfertigen. Die Musik erschließt sich halt nicht jedem. Ist halt eine reine Kunstform. Zeigt man ihr aber verdammt guten, unbekannten Rap, lehnt sie ab.
Sie liebt die amerikanischen Serien, wie sie auf Pro 7 rauf und runter gesendet werden und ihr Vater heißt Nino De Angelo. Ach ja und sie hat leichtes Übergewicht.

Was sagt Ihr, könnte passen wa?

Mittwoch, 19. Juni 2013

Lieblingssong Juni 2013

Alle reden über das neue Kanye West Album, ja, man kann es tatsächlich hören, muss man jetzt aber nicht mehr, denn Aphroe kommt bis eben noch heimlich mit einem neuen Brett um die Ecke. Nebenan! "Du bist gerade am Zug? Abgefahren!" Wenn man mit dieser Art des Raps aufgewachsen ist, dann darf sich keiner wundern, dass man an die aktuellen Releases nur noch analytisch rangeht. Yeezus kann man sich wirklich anhören! meine Meinung. Aus Aphroes 90er Reihe: Nebenan. Wer das Original kennt, versteht was hier gerade passiert.



Mittwoch, 29. Mai 2013

Lieblingssong Mai 2013

Mal was Aktuelles. Devendra Banhart, von mir auch gerne "die Ameise der Musik" genannt, er erinnert mich an Jonathan Meese, hat 2013 sein neues Album herausgebracht. Mala. Es hat sich am Sound zum Glück nicht viel geändert, nur die Haare sind kürzer und der Bart auf hippe drei Tage getrimmt und eigentlich erinnert er mich überhaupt nicht mehr an Jonathan Meese. Aus dem Album Mala (bei Spotify durchhören!) eine Akustik-Version des Songs Never seen such good Things. Was für das Herz. Da ich aus Schikane keine Videos mehr einbetten kann, muss wieder ein Direktlink herhalten. Also einmal hier klicken. Hier. Nee, Hier!

         Devendra                                                                        Jonathan

 

Montag, 15. April 2013

Lieblingssong April 2013

Bald ist das Internet in die neue Wohnung nachgezogen, bis dahin gibt es was auf die Ohren. Dreht das auf! Die beste Trailer-Musik, die ich seit langem gehört habe. Stand up for the beast of America.

 
Das Einbetten scheint nicht zu funktionieren... dann so: klick Hier

Montag, 25. März 2013

Lieblingssong März 2013

Da sind sie wieder, meine drei Probleme: keine Zeit, kein Internet und keine Ahnung wie es weitergehen soll.
 

Samstag, 23. Februar 2013

Lieblingssong Februar 2013

Ich verlasse die Stadt. Ich habe mich einmal zu oft mit den Sheriff angelegt. Goodbye!


Dienstag, 1. Januar 2013

Lieblingssong Januar 2013

Erster! falls sich jemand herausgefordert gefühlt haben sollte. Frohes Neues! Der erste ist der schwerste.


Donnerstag, 1. November 2012

Lieblingssong November 2012

„So lebe ich
einer von vielen
kein Einzelfall“ Jochen Distelmeyer


Aus gegebenen Anlass kommt der Lieblingssong im November von Blumfeld - So lebe ich. Von vielen Kennern wird der Text von Jochen Distelmeyer als der beste, deutschsprachige Songtext. aller Zeiten natürlich. betitelt. Gefunden habe ich eine gut hörbare Liveversion.
Der Anlass zum Lied ist die Ankündigung der zweiten Runde der Gemeinsamen Gegenwart. Ein Tagebuch Projekt, das ich im Jahre 2011 gestartet habe und bei dem ich sehr froh darüber bin, dass eine Wiederholung stattfindet. Die Teilnehmer werden in den nächsten Tagen hier vorgestellt. Das genaue Datum der Veröffentlichungen erfahrt ihr dann auch hier. Ich über mich, alles beim Alten.



Montag, 22. Oktober 2012

Call your Girlfriends!

“Ladies! Seamen, twelve o’clock!” Samantha Jones


Im Gegensatz zu anderen Blogs verzichte ich gerne auf Aktualität. Was auch gut ist. Ansonsten wäre ich jetzt in einem ziemlichen Konflikt, was dieses Video von Oktober 2011 angeht. Ebba Lovisa Andersson, Amanda Wikström und Petra Brohäll heißen die drei Mädels. Klingt Skandinavisch, sieht auch so aus. Der Song heißt Call your Girlfriend. Im Original von Robyn.
Es hinterlässt bei mir einen faden Beigeschmack, wenn Rhythmusgefühl, Gesang und Aussehen so harmonisch beisammen sitzen. Ich traue dem nicht. Da muss es doch einen Zusammenhang geben. Schaut euch das Video an und urteilt selbst.


Ich weiß, es ist falsch. Trotzdem, ich bezeichne das jetzt als normal und lege die Messlatte bei den drei Mädels an. So sollte Frau sein. Hey, ich meine, drei junge Frauen, die jeweils vor einem leeren Margarinebecher sitzen und anstatt zu flennen, lieber musizieren! Apropos Aktualität, die Realität haben andere schon lange vor mir verschoben. Ich dachte, es interessiert euch.

Dienstag, 9. Oktober 2012

Cro - Anders als intelligent

„Und da ich wohl kaum den Inhalt meiner Verträge kenn',
werde ich falls sich mal die Wege trennen,
sicher auch ausgebeutet wie Legehennen“ Dendemann


Nach dem Auftritt von Cro bei Wetten dass…? bin ich neugierig geworden. Er wirkte doch sehr… simple auf mich. Wie alle anderen hörte ich von Cro zuerst über Youtube. Easy. Es ist nicht mein Sound gewesen, das Lied ließ aber erahnen, dass die Kids und mehr als eine handvoll Mädchen das Lied in Zukunft weiterverbreiten werden. Die schämen sich wahrscheinlich nicht bei der Passage, in der Cro Bobby Hebbs Sunny verunstaltet, so sehr wie ich. Cool ist das nicht.

Cro selbst sah ich erst viel später auf den Covern von Musikmagazinen. Bis dahin wusste ich nicht, dass er sich eine Pandamaske vor das Gesicht bandagiert hat. Der Sido Effekt. Oder ob Cro gar weiß wer MF Doom ist? Die Maske wirkt aber eher billig und muss mit einem Stirnbad, Schnürsenkel oder Bindfaden am Kopf befestigt werden und darunter kommt ein Cap, natürlich falsch herum. Ansonsten sah er auf den Bildern aus wie eine Figur aus Irvine Welshs Trainspotting. Skinny Jeans, Sneaker, Jeans Hemd, Flattershirt mit V-Ausschnitt, kein einziger Muskel, er entspricht vollkommen meinem Bild eines Heroin Abhängigen.

Dann lief das Video zu Du in Heavy Rotation auf Viva. Es sah sehr konzeptionell aus, wie virales Marketing. Die Tiefenunschärfe, ein bisschen Strand und Good Life. Alles klar. Nichts Überraschendes. Was mir da zum ersten Mal auffiel, war diese Kürze in den Liedern. Kommt Cro überhaupt mal über 16 Bars hinaus? Seit den Funk-, Soul-, Pop-Ausflügen einiger Rapgrößen vergangener Tage, wie zum Beispiel Max Herre, Chima, Jan Eißfeldt oder Denyo, wissen wir ja, dass man sich nicht mehr zwingend an ein Reimschema halten muss, aber Cro erzählt wirklich nur ein paar inhaltslose Sätze dahin. Wenige, zuckersüße Zeilen.

Auf Youtube gibt es genug Lieder von Cro, um sich einen guten Eindruck zu verschaffen. Es fiel direkt auf, dass kaum ein Song über drei Minuten geht. Die Zeilen habe ich nicht mitgezählt, sondern eher auf die Technik geachtet… man darf halt nicht alles vergleichen. Er hat ja trotzdem Erfolg, oder gerade deswegen. Bei Youtube gibt es auch einige Interviews von ihm. Es würde mich nicht wundern, wenn Cro der erste Musiker ist, dessen Vertrieb nicht die Songs aus dem Netz nehmen lässt, sondern die Interviews. Dieses Gestotter und Lakonische „ja, nein, weiß auch nicht“ kann der doch nicht ernst meinen. Maske: okay, aber dann sag doch wenigstens irgendetwas. Sido war da viel unterhaltsamer.
Mein Eindruck aus der Wetten dass…? Sendung, übrigens ein auffallend kurzer Auftritt, bestätigt sich in den Interviews. Der scheint richtig, also RICHTIG dumm zu sein. Wenn er selbst den eigenen Fans zu blöd ist, die seine Interviews damit kommentieren, dass er total bekifft sei und sie darin etwas cooles, bzw. positives erkennen, ist das schon peinlich genug.

Ich würde gerne mal ein Interview von ihm sehen, in dem er was sagt, also wirklich etwas zu sagen hat. Gibt es so was oder kann ich getrost mein Urteil fällen?
Ein Song gefiel mir übrigens sehr gut. Meine Zeit. Wer hat den Beat gemacht? Cro selbst? Dazu der lethargische Flow von Cro, das passt. Da ist der Text egal. Danach noch ein Interview für 16 Bars. Ich habe es bis zur 19. Minute ausgehalten. Wer schafft mehr?



Donnerstag, 4. Oktober 2012

Lieblingssong Oktober 2012

"Du glänzt im Internet mit deinem gehässigen Wortwort, in einem Forum beim Chat mit minderjährigen Dorfkids" AchWas 


Es gibt Situationen, da kann man wirklich von Einsamkeit sprechen. In den Momenten steigt die Sehnsucht nach jemand, der einem unterstützend unter die Arme greift oder zumindest einen Zettel an den Kühlschrank heftet. Danke, Abraham Lincoln…

  • Wenn man bei Hemden die Manschettenknöpfe nicht zubekommt, dafür aber einen Krampf in der Hand
  • Wenn man eine Ohrenkerze benutzt und nicht weiß wann Schluss ist
  • Wenn man einen Sonnenbrand auf dem Rücken hat
  • Wenn das Telefon klingelt und man steht gerade unter der Dusche
  • Wenn man vom traditionellen Hamburger HipHop der Gruppe AchWas erzählt und niemand hört zu
Eine tolle Einleitung um eine beliebte Kategorie wieder aufleben zulassen, den monatlichen Lieblingssong. Oder Bedarfssong. Der Streit zwischen Google und der Gema haben diese Tradition im Blog aussterben lassen, aber da gibt es ja Mittel und Wege. Nur ein Video springt nicht immer bei raus. Für alle HipHop Fans der alten Hamburger Schule fängt im Monat Oktober die Gruppe AchWas an. Sie brachten bisher nur eine EP "Feeling" heraus, dafür ist jeder Song darauf es wert auf Mädchenkassetten konserviert und verschenkt zu werden. Woran erkennst du denn nun ob du einsam bist? AchWas erklärt es dir! Der Blog zur Band ist auch gut.



Hier noch einer zum besseren Kennenlernen. Schön schrabbelig, Live eben.


Donnerstag, 27. September 2012

Little Talks

"Das ganze Leben ist ein Quiz" Harpe Kerkeling

Da ich mich neuerdings dazu entschieden habe auf Veranstaltungen jeglicher Art nüchtern aufzutreten, muss ich mir was überlegen wie ich die bisher recht improvisierten Unterhaltungen gestalte. Es soll ja weiterhin Spaß machen. Aufzählungen wie zum Beispiel das Benennen von One Hit Wonder können mich den ganzen Abend lang beschäftigen. Ein Beispiel. Sänger, die Solo mehr Erfolg hatten und haben als in der Gruppe. Solo mehr Erfolg als in der Gruppe, das Gespräch kann schnell in eine andere Richtung gehen, soll mir alles recht sein. Ich fange mal an:

Michael Jackson – The Jacksons / Jackson 5
George Michael – Wham
Lionel Richie – Commodores
Phil Collins – Genesis
Eminem – D12
Jan Delay – Beginner
Tina Turner – Ike & Tina Turner
Diana Ross – The Surpremes
Robbie Williams - Take That
Sting - The Police
…

Das wäre auch ein tolles Thema für das nächste Speed Dating.
nun ihr!

EDIT: Mit Erfolg ist nicht dieser Umstand gemeint auf den die Frauen so abfahren, sondern welcher Künstler ist Solo größer geworden als die dazugehörige Band. Es darf gerne diskutiert werden.