Dienstag, 29. April 2008
EUReKA
Mittwoch, 23. April 2008
Law & Order
Mittwoch, 16. April 2008
Gilmore Girls
Da es sich wieder um eine Frauenserie handelt, dreht sich fast alles um Beziehungskisten. Ein weiterer Hinweis dafür ist, wie viel in der Serie telefoniert wird.
Jeder Dialog beinhaltet eine Pointe und ist wahnsinnig originell. Ein Beispiel: Zwei Männer gehen auf der Straße mit einer weiblichen Schaufensterpuppe unterm Arm an Lorelai vorbei und sie sagt verblüfft: „oh, sind die Männer in unserer Stadt so einsam?“ Jede Sprechrolle bekommt hier mindestens einen Gag zugeschrieben. Ich kann schon verstehen warum man sich das gerne anschauen will. Die Gilmore Girls kennen das „hätte ich mal besser etwas anderes gesagt“ oder das „warum ist mir das nicht eben schon eingefallen“ oder das „warum ist keiner da, wenn ich etwas Kluges sage?“ Gefühl bestimmt gar nicht.
Donnerstag, 10. April 2008
Grey´s Anatomie
Sex spielt auch eine Rolle, schließlich ist Grey´s Anatomie im Schatten von Sex and the City entstanden. Aber heute wird nur drüber geredet. Ich hab mal gehört es soll wirklich in amerikanischen Krankenhäusern so abgehen wie in Emergency Room. Hektik pur. Der Stift-Junge fällt ins Koma… für immer. Natürlich scheiße für die Fans von dem Footballstar der High School. Einwenig wird hier versucht das Campusleben zu verarschen. Sowieso versuchen alle sich möglichst normal zu verhalten. Nicht so aufgesetzt wie vielleicht zu erwarten gewesen wäre.
Emotionen kommen auch drin vor, die Hintergrundmusik steigt langsam an, bis einer weint oder geknutscht wird. Jeder ist mit jedem zusammen oder war es oder würde gerne. Wen das interessiert, sollte die Serie öfters schauen. Mich interessiert es nicht so sehr.
Nach 40 Minuten stellt sich mir die Frage, ob keiner normal krank sein kann. Eben wurde noch geflirtet und im nächsten Moment: Kammerflimmern oder so.
Grey´s Alkoholikervater ist auch ein Patient und stolz wie Oscar, aber in erster Linie ein Alkoholiker. Leicht hat es da anscheinend Niemand.
Mittwoch, 2. April 2008
Dr. House
Dienstag, 18. März 2008
Scar Tissue
Sarcastic mister know it all" Red Hot Chili Peppers
"Move on to my own
Here comes Battle Scars
It`s the final charge
Here comes Battle Scars" Chemical Brothers
Narben machen sexy. Im laufe der Zeit haben sich an meinem Körper zahlreiche Narben angesammelt. Wenn man Fußball spielt bleibt das nicht aus. Ich wünschte nur, die Narben kämen alle ausschließlich vom Sport. Dieser hat höchstens am Rande was mit meiner widerstandsfähigeren Haut zutun. Das ist es nämlich was Narben sind, einfach nur widerstandfähigere Haut. Passt leider nicht zum Weicheirest.
Von den Füßen angefangen, findet man die erste Narbe an meiner rechten Wade. Bei meinem früheren Fußballverein musste man noch die Müllsäcke selber an die Straße stellen. Nur doof, dass ich einen erwischt habe aus dem eine groteskgroße Scherbe ragte, die mir auf den letzten Metern das Wadenbein aufschlitzte. Ich hatte keine Zeit das nähen zulassen, ich musste noch Fußballspielen.
An meinen Knien sind gleich zwei Narben. Als kleiner Junge habe ich zusammen mit Freunden gerne Fußball in meinem Zimmer gespielt. Für das eine Tor musste der Heizungskörper herhalten. Nach einer rettenden Grätsche auf der gedachten Torlinie haben die Lüftungsschlitze der Heizung mein Knie aufgeschlitzt. Auch hier wurde nicht genäht. Meine Eltern dachten, dass hätte irgendeine pädagogische Wirkung auf mich. Die Zweite Narbe kommt vom Bäumefällen. Wie jedes Jahr Pfingsten werden im Wald Birken gefällt und wie jedes Jahr wird dabei ordentlich was weggeschluckt. Aber nur dieses eine Jahr habe ich mir die stumpfe Axt ganz unglücklich ins Knie gerammt. Gemerkt haben es andere für mich. Dieses Mal wurde genäht. Nach einem lauten „Moin Moin“ meinerseits, meinte der Arzt, eine Betäubung sei wohl nicht mehr vonnöten. Recht hatte er.
Knapp über der Hüfte habe ich auf der linken wie auf der rechten Seite jeweils kleine, dezente Narben. Die sind mit abstand am dämlichsten zustande gekommen. Jägerzaun ist das Stichwort. Das erste Mal drübergeklettert und einen stechenden Schmerz unterhalb der Rippen verspürt und auf dem Rückweg war der Schmerz dann auch auf der anderen Seite. Es war dunkel und ich habe nicht gesehen, dass sich mein weißes Shirt an den Seiten algengrün und blutrot gefärbt hatte. Das passierte bei einem Ausflug mit der Mannschaft, klar. Trotzdem stellt sich die AOK quer...
Irgendwo knapp oberhalb des Steißbeines habe ich eine kleine Narbe von einer Glasscherbe. Aquariumsglasscherbe um genau zu sein. Ich bin betrunken in das Aquarium eines Freundes gefallen. Dieser Freund ist Jahre später durch einen Glastisch gedonnert. Der hat jetzt eine Narbe knapp unterhalb des Steißbeines. Kann passieren.
Noch weniger Schuld trifft mich bei meiner Blinddarmnarbe. Das Ding musste sein. Zumindest nach dem medizinischen Standpunkt von vor vier Jahren. Die Narbe ist überdurchschnittlich lang geworden. Passt ja. Der Arzt sagte bei der Chefvisite, dass ich mir doch einfach eine Tätowierung drüber machen lassen könnte, das sei total im Trend. Arschloch, was sollte ich mir denn da draufmachen lassen? Ein Bierglas? Oder das chinesische Zeichen für Ärztepfusch? Kurz darauf hat sich die Narbe noch mal entzündet. In Zukunft mache ich das lieber wieder selber...
Hmm? war das wirklich mit „Narben machen Sexy“ gemeint?
Montag, 10. März 2008
Songzitate Zitierer
“Tonight I am a Rock ´n` Roll Star” Oasis
Mein Englisch beschränkt sich auf Songfetzen, aus denen ich wiederum neue Sätze bilde und diese dann rhythmisch, fast singend wiedergebe.
„Well there's a light in your eye that keeps shining, like a star that can't wait for the night.
I hate to think I've been blinded baby, why can't I see you tonight.” Noch Fragen?
Was Komplimente angeht, entnimmt man die besten nicht dem Pöbel vom Ballermann, sondern die stecken in den Texten der Soul- und Bluessänger. Leiht man sich diese, kann es ja trotzdem vom Herzen kommen, nur hören sie sich dazu auch noch gut an.
“It`s better to burn out then to fade out!“ Wieder ein echter Beatle. So was darf man nicht hinterfragen. Mir ist egal was für ein guter Songwriter ein Michael Stipe oder eine Joni Mitchell oder ein Nick Cave oder ein Richard Ashcroft oder ein psychisch gestörter Syd Barrett ist. Ein Lied kann aus einer einzigen Punchline bestehen, wenn diese gut ist. Inhalt ist wichtig, klar, eignet sich aber gänzlich schlecht zum zitieren. Ich weiß bis heute nicht, wie die Strophen von Elton Johns und George Michaels „Don`t let the sun go down on me“ lauten.
Wenn ich ausgebrannt bin, achte ich mal drauf…
Montag, 18. Februar 2008
Leicht zu begeistern
Habe ich schon mal erwähnt, dass ich Sarah Kuttner unsympathisch finde? Pure Ironie auf zwei Beinen wie Schornsteine. Was stört an der so dermaßen, dass ich sie noch nie in voller Länge habe ertragen können. Weder in ihrer Sendung, als Gast oder in ihrer Kolumne. Das erste Mal sah ich sie in ihrer pubertären Viva Sendung zusammen mit 50 Cent. Fifty promotete gerade seine erste Single „In da Club“, die ich heute noch für ein Brett halte. Natürlich blieb er seinem Image treu und trat mitsamt fünf Kollegen (G-Unit) und einer Masse Goldketten auf. Sarah war so froh, dass 50 Cent das HipHop Klischee bediente. Ihr Redeschwall hatte eine Zielscheibe. Sie ironisierte und ritt auf den Klischees rum, bis Fifty keinen Bock mehr hatte mit ihr zu reden! Er hielt einfach konsequent die Schnauze. In der nächsten Sendung dann hat die Sarah sein baldiges Ende herbei beschworen und den HipHop Trend für tot erklärt. Sie!
Dass Trends nicht ewig anhalten sagt der Name bereits. Kein mutiges Understatement. Was aus Fifty und seiner G-Unit geworden ist wissen wir ja heute. Ich glaube, sie ist noch nie auf die Idee gekommen, wie sehr sie nervt. Das kommt aber nicht gut an, so ganz ohne Selbsteinschätzung, also sagt sie, natürlich mit ironischem Unterton: ich bin wohl doof. Meint aber eigentlich: ich bin wohl supi dupi. Keine Menschenkenntnis und gleichzeitg warnsinnig selbstverliebt. Passt doch.
Sie trägt ihre Indie Scheiße wie ein Schutzschild vor sich her, holt sich jeden Gitarre spielenden Penner von der Straße in die Sendung und gibt ihnen einen kuriosen Namen wie: The derben Verben. Die spielen eine Musik, die keinen Zweifel offen lässt warum die keiner kennt und dürfen danach wieder zurück in die Garage.
Für viele junge Mädchen ist Sarah Kuttner die einzige Frau im Fernsehen, denen sie nacheifern können wenn es um Humor geht. Es braucht nichts dazu, außer viel Ironie. An Helen Hunt aus "Mad about you" trauen sie sich nicht ran. Oder wie wäre es mit Nicole Kidman oder Heike Makatsch als Vorbild? Mehr Lady als Girlie, bitte. Wer Muriel Baumeister kennt, möchte nie wieder Sarah Kuttner im TV sehen.
Sarah Kuttner würde jetzt diesen Text nehmen und ihn vorlesen, damit man sieht wie toll sie mit Kritik umgehen kann. Danach würde sie die Rechtschreibfehler zählen und dann einen Sido Witz machen. So berechenbar ist sie. Oder sie verklagt mich sofort.
Meine Theorie ist, dass Sarah durch ihren dicken Hintern Luft holt und so 24 Stunden durchquatschen kann und aus dem selben Grund kommt oben auch nur Scheiße raus! Kann sein, sage ich. Campino hat sich mal in ihrer Sendung vorgenommen sie ernst zu nehmen und wirkte etwas gereizt und deplatziert. Der Schlussgag von ihr ist gut und von Kurt Krömer. Heute hat Frau Kuttner einen neuen Job auf dem PayTV Sender Sat1 Comedy, bei dem auch ihr Kollege Nils Ruf gesignt ist. Sie moderiert eine Poetry Slam Sendung. Viel Erfolg dafür.
Top Five der witzigsten Fernsehfrauen:
Freitag, 15. Februar 2008
Funny Valentine
Dienstag, 12. Februar 2008
Map of my Head
"i'm sick of feeling my soul
two people who'll never know
just how purposely and empty they grow
because their language confuses
like computers refuse to understand
how i'm feeling today" Muse
Ich bekomme nichts unbegründet hin. Für fast alles könnte ich mich sofort rechtfertigen, wenn ich müsste. In Gedanken spiele ich Dialoge und Gegebenheiten durch, um, falls es dazu kommt, ohne eine Pause richtig reagieren zu können. Da steckt dann meist ein langer Gedankengang hinter. Oder ich besinne mich auf etwas, das ich mal gelesen habe. Erlesenes Wissen, aufbereitet und sofort abrufbereit. Mr. Schlagfertig wie Sprühsahne und so. Aus diesem Grunde merke ich mir auch alles was zu mir gesagt wird. Es könnte ja mal etwas Wiederverwertbares dabei sein. Man wundert sich wirklich, wie oft man immer dasselbe hört. Schnell denkt man in Kategorien. Das liegt aber natürlich auch an der Unsicherheit, dass man alles kategorisieren muss. Klar. Ich brauche für alles Gründe, das Bauchgefühl ist mir völlig abhanden gekommen. Ich tröste mich damit, dass es jedem so ergeht. Unbewusst, ein Segen. Wenn mir Leute als Antwort ein selbstverständliches „das ist halt so“ oder ein kindisches „darum“ liefern, dann erkläre ich sie heimlich für unzurechnungsfähig. Wenn ich trinke hört das auf. Früher dachte ich, ich würde unachtsam werden. Heute weiß ich die Scheißegal Haltung zu schätzen.
Selbstverständlich kann ich auch Dinge geschehen lassen, einfach so und dabei trotzdem gewaltig entspannt aus der Wäsche gucken. Es ist nicht so, dass ich jetzt jede Matheformel herleiten müsste, bevor ich sie anwende. Es ist ja kein Zwang, halt nur ein zwischenmenschliches Ding. Tja, so bin ich. Total verunsichert.
Mittwoch, 23. Januar 2008
Stickeralbum
Früher kamen die Newsletter von Plattenlabels noch mit der Post und mit ihnen kamen zu Werbezwecken Aufkleber und Postkarten der angepriesenen „Stars“. Auf Konzerten gab es auch immer gut was für die Jackeninnentasche. So kam es, dass sich über die Jahre dutzende von Aufkleber in meiner Schublade für solche Dinge sammelten. Wohin damit? Zum aufkleben waren die mir immer zu schade. Beziehungsweise wollte ich den Wiederverkaufswert meiner Billigmöbel nicht völlig auf Null senken. Ich weiß noch, wie ich es in frühen Kindestagen gehasst habe, wenn mir gebrauchte Möbelstücke gekauft wurden, auf denen fremde Kinder mir ihre Panini- und sonstigen Sticker vererbt hatten. Von Geschmack zeugten nur die wenigsten Aufkleber, darunter die Nationalmannschaft ´90 an meinem Bettkasten. Ich selber war nicht ganz unschuldig. Damals kaufte ich mir für einen Groschen diese Kaugummis mit den kleinen Stickern vom A-Team, ALF oder Knight Rider darin. Das Kaugummi schmiss ich weg, das Bild klebte ich auf das Schutzblech meines Fahrrads. Michael Knight landete in der Innenseite von der Minibar meines Vaters. Heute möchte ich nicht mehr unbedingt, dass mein Zimmer aussieht wie das Schanzenviertel. Außerdem hinterlassen Etiketten auf Holzfurnier genauso einen albernen Eindruck wie Jan Cux und Cuxi auf süddeutschen Autos. Beim entrümpeln der Uni Sachen habe ich das Merchandise in der Schublade mit den X-Akten wieder entdeckt. Also wohin damit? Das meiste sind Aufkleber von deutschen HipHop Bands, die es zum Teil gar nicht mehr gibt und welche von Klamottenmarken sind auch dabei.
Früher hätten sie die Rostflecken meines Autos kaschieren können, leider kommt die Idee ein bisschen spät. Wenn einer weiß was ich damit anfangen kann, der soll sich bitte melden. Verschenken werde ich sie nicht! ...vielleicht aber tauschen.