Westerwelles Statement dazu auf N-TV:
Freitag, 19. November 2010
Tascheninhalt
„Wer kommt aus Tash?! Wi-Wi-Wir!" Spezializtz
Der Fotograf Jason Travis hat von verschiedenen Durchschnittsamerikanern den fein hindrapierten Tascheninhalt fotografiert. Die passenden Gesichter leifert er gleich mit. Ich finde das recht interessant. Gerade weil bei mir so überhaupt nichts Spektakuläres zum Vorschein käme. Meine Jeans haben allesamt nur vier Taschen, einen Rucksack trage ich sehr selten in meiner Freizeit und kommt mir jetzt bloß nicht mit diesen Umhängetaschen. Bis auf die Geldklammer mit integrierten EC Karten Fach, das ich gerne besitzen würde, ist alles am Mann. Ich komme mit recht wenig aus. Selbst eine Armbanduhr ist mir schon zuviel. Vor dem Erwerb eines Mobiltelefons kaufte ich mir irgendwo in einem Laden eine Pepsi und las vom Kassenbon die Uhrzeit ab oder ich ging an einer Bank vorbei, die hatten meist eine digitale Anzeigetafel mit Uhrzeit und sogar Temperatur vor dem Eingang hängen.
Das Portemonnaie hat seinen Platz bei mir in der rechten, hinteren Hosentasche. Das Schlüsseletui ist in der linken, hinteren Hosentasche. Vorne rechts ist mein iPhone und vorne links steht für Sonstiges zur Verfügung. Kleingeld, Scheine, Kassenbons, Wochenendzigaretten, linke Hand, Tapes, Feuerzeug, Taschentücher usw.
Ist etwas nicht an seinem angestandenen Platz, denke ich sofort, es sei weg, begleitet von einem kleinen Schauder, der mich durchfährt. Das unauffällige Abklopfen meiner Hosentaschen in Menschenmengen habe ich mittlerweile verinnerlicht. Gerade wenn eine dubiose Gestalt um mich herumschleicht lasse ich die Hände besser gleich in den hinteren Taschen und stehe rum wie ein Calvin Klein Model. Eine kleine Panikattacke ereilt mich jedes Mal wenn jemand, aus meinem Rücken kommend, an mir vorbei rennt. Nicht, weil ich ihn aufgrund der Musik auf den Ohren erst spät wahrnehme, sondern, na klar, es könnte ja ein potenzieller Taschendieb sein. Diese Paranoia gegenüber meinen Mitmenschen rührt aus den Schuljahren, als es auf die ersten Ausflüge in die große, und damit böse, Stadt ging. Damals wurde uns zu Gürteltaschen geraten. Ich hatte eine mit Teenage Mutant Ninja Turtles Motiv. Nur so am Rande.
In Amsterdam bekam ich mit, dass es Martin nicht anders ergeht, weshalb ich diesen Tick gleichsetze mit einem völlig normalen Verhalten. In der Fremde umgeht er die Schrecksekunden, indem er sein gesamtes Hab und Gut in die vorderen beiden Taschen stopft.
Ein Foto meines potenziellen Tascheninhalts lohnt sich also nicht wirklich. Die Sennheiser Kopfhörer und im Winter die schwarze Nike Mütze kämen noch hinzu. Außerdem ist das einzige mir zur Verfügung stehende Fotogerät mein iPhone und das wäre dann sowieso nicht mit auf dem Foto drauf. Das scheint ein wichtiges Kriterium zu sein, vergleicht man die Bilder von Jason Travis.
Nicht wenige führen ein Messer bei sich! Einer hat sogar eine Handgranate auf Tash!! Schaut euch an, was da wildes abgeht. LINK. Organisiert wirken die Menschen trotz allzweck Krams nicht auf mich.
Zuerst gesehen habe ich das übrigens bei Damian.
Der Fotograf Jason Travis hat von verschiedenen Durchschnittsamerikanern den fein hindrapierten Tascheninhalt fotografiert. Die passenden Gesichter leifert er gleich mit. Ich finde das recht interessant. Gerade weil bei mir so überhaupt nichts Spektakuläres zum Vorschein käme. Meine Jeans haben allesamt nur vier Taschen, einen Rucksack trage ich sehr selten in meiner Freizeit und kommt mir jetzt bloß nicht mit diesen Umhängetaschen. Bis auf die Geldklammer mit integrierten EC Karten Fach, das ich gerne besitzen würde, ist alles am Mann. Ich komme mit recht wenig aus. Selbst eine Armbanduhr ist mir schon zuviel. Vor dem Erwerb eines Mobiltelefons kaufte ich mir irgendwo in einem Laden eine Pepsi und las vom Kassenbon die Uhrzeit ab oder ich ging an einer Bank vorbei, die hatten meist eine digitale Anzeigetafel mit Uhrzeit und sogar Temperatur vor dem Eingang hängen.
Das Portemonnaie hat seinen Platz bei mir in der rechten, hinteren Hosentasche. Das Schlüsseletui ist in der linken, hinteren Hosentasche. Vorne rechts ist mein iPhone und vorne links steht für Sonstiges zur Verfügung. Kleingeld, Scheine, Kassenbons, Wochenendzigaretten, linke Hand, Tapes, Feuerzeug, Taschentücher usw.
Ist etwas nicht an seinem angestandenen Platz, denke ich sofort, es sei weg, begleitet von einem kleinen Schauder, der mich durchfährt. Das unauffällige Abklopfen meiner Hosentaschen in Menschenmengen habe ich mittlerweile verinnerlicht. Gerade wenn eine dubiose Gestalt um mich herumschleicht lasse ich die Hände besser gleich in den hinteren Taschen und stehe rum wie ein Calvin Klein Model. Eine kleine Panikattacke ereilt mich jedes Mal wenn jemand, aus meinem Rücken kommend, an mir vorbei rennt. Nicht, weil ich ihn aufgrund der Musik auf den Ohren erst spät wahrnehme, sondern, na klar, es könnte ja ein potenzieller Taschendieb sein. Diese Paranoia gegenüber meinen Mitmenschen rührt aus den Schuljahren, als es auf die ersten Ausflüge in die große, und damit böse, Stadt ging. Damals wurde uns zu Gürteltaschen geraten. Ich hatte eine mit Teenage Mutant Ninja Turtles Motiv. Nur so am Rande.
In Amsterdam bekam ich mit, dass es Martin nicht anders ergeht, weshalb ich diesen Tick gleichsetze mit einem völlig normalen Verhalten. In der Fremde umgeht er die Schrecksekunden, indem er sein gesamtes Hab und Gut in die vorderen beiden Taschen stopft.
Ein Foto meines potenziellen Tascheninhalts lohnt sich also nicht wirklich. Die Sennheiser Kopfhörer und im Winter die schwarze Nike Mütze kämen noch hinzu. Außerdem ist das einzige mir zur Verfügung stehende Fotogerät mein iPhone und das wäre dann sowieso nicht mit auf dem Foto drauf. Das scheint ein wichtiges Kriterium zu sein, vergleicht man die Bilder von Jason Travis.
Nicht wenige führen ein Messer bei sich! Einer hat sogar eine Handgranate auf Tash!! Schaut euch an, was da wildes abgeht. LINK. Organisiert wirken die Menschen trotz allzweck Krams nicht auf mich.
Zuerst gesehen habe ich das übrigens bei Damian.
Donnerstag, 18. November 2010
Ich wurde mal als geizig bezeichnet, weil ich in der Kantine der Schulmensa kostenlosen Senf auf die Pommes kleckste. Dabei wollte ich nur , dass mir niemand welche klaut. Geschmeckt hat es trotzdem oder gerade deshalb
Der Jojo Effekt ist jetzt auch im Kopf angelangt. Bisher konnte ich mir die Gewichtszunahme mit dem strebsamen Training im Fitnessstudio erklären, Muskeln wiegen mehr als Fett und so weiter. Auch mein übertriebenes Essverhalten wurde durch das regelmäßige Training gerechtfertigt. Ich war ja heute schon in der Muckibude, da kann ich mir ruhig noch was zu Essen machen. Dazu kommt, dass in der Nähe unseres neuen Bürogebäudes nur Restaurants oder Imbisse zugegen sind. Man kann in der Pause nichts machen, außer Essengehen. Kurz: Ich habe über meine Verhältnisse gelebt.
Apropos Verhältnis: Damit es mal wieder so weit ist, müssen mindestens 5 Kilo runter. In dieselbe Falte haut auch der Umstand, dass ich nicht mehr soviel Geld ausgeben möchte. Besonders nicht mehr so unverhältnismäßig. Um laufende Kosten werde ich mich nicht drücken können, ansonsten wird nur noch in Dinge investiert, die notwendig sind, bzw. die Lebensqualität erheblich steigern. Der gestrige Friseurbesuch, sowie die neuen Kopfhörer, die alten waren hinüber, waren so eine affirmative Investition. Heute kommen Hanteln dazu. Eigentlich habe ich die so nötig wie ein Auto Rallyestreifen, dennoch, die Intention ist klar: ein besserer Look. Zudem ist mir beim Fernsehgucken oft langweilig. Unnötig zu erwähnen, dass mir der Gedanke bei dem gestrigen Länderspiel kam. Außerdem kommt es, im Gegensatz zu Tanzschulen, bei Gary Numan Songs besser, etwas Schweres in den Händen zu halten.
Wirklich sparen kann ich in den Mittagspausen. Ich schmiere mir Butterbrote, dessen, von Helge Schneider losgetretenen, Hype ich nicht ganz nachvollziehen kann. Dazu gibt es Äpfel und Senf auf die Pommes. Langweilig, aber erfahrungsgemäß klappt das. Die Winterzeit macht es mir hoffentlich etwas leichter. Die übertriebenen Berge an Süßigkeiten wirken schon wieder grotesk und verachtenswert. Nichts animiert da zum zugreifen. Davon ab esse ich sowieso keine Schokolade. Eiserner Wille ist gefragt.
Apropos Brille. Vorgestern war ich beim Optiker. Ich lasse mich demnächst ausführlich in Sachen Kontaktlinsen beraten. Erst lese ich mir ordentlich Material an, befrage Bekannte und dann geht es auch schon in die Vollen. So richtig mit zwei Stunden Probetragen und im Auge rumpulen. Das schwerwiegendste Kontra wird auch der Herr oder die Dame beim Beratungsgespräch nicht wegargumentieren können. Es gibt dutzende Menschen, die nur darauf warten mich mal ohne Brille anzutreffen. Womöglich lauern sie bereits direkt vor dem Brillengeschäft, um mir eins zu verpassen. Ich muss Ole mal Fragen, ob er mir seine Brille leiht.
Apropos Leid. Die größten Leiden des Vergnügungsdampfers sind die Geselligkeit und die Langeweile. Am schlimmsten ist es, wenn ich mich in Gesellschaft langweile und selber draufkomme zu rauchen. Passiert ja eh nur muff, also am Wochenende, doch letztens erwischte ich mich bei dem Gedanken: Schade, dass ich weder alleine rauche, noch trinke oder rede. Es lief irgendein Chanson, ganz angenehm wenn man gerade aus dem Fenster schaut und mit der Zunge schnalzt. Rauchend sähe das bestimmt unheimlich gut aus. Für Dritte, aber ist ja keiner da.
Apropos Kanada…
Apropos Verhältnis: Damit es mal wieder so weit ist, müssen mindestens 5 Kilo runter. In dieselbe Falte haut auch der Umstand, dass ich nicht mehr soviel Geld ausgeben möchte. Besonders nicht mehr so unverhältnismäßig. Um laufende Kosten werde ich mich nicht drücken können, ansonsten wird nur noch in Dinge investiert, die notwendig sind, bzw. die Lebensqualität erheblich steigern. Der gestrige Friseurbesuch, sowie die neuen Kopfhörer, die alten waren hinüber, waren so eine affirmative Investition. Heute kommen Hanteln dazu. Eigentlich habe ich die so nötig wie ein Auto Rallyestreifen, dennoch, die Intention ist klar: ein besserer Look. Zudem ist mir beim Fernsehgucken oft langweilig. Unnötig zu erwähnen, dass mir der Gedanke bei dem gestrigen Länderspiel kam. Außerdem kommt es, im Gegensatz zu Tanzschulen, bei Gary Numan Songs besser, etwas Schweres in den Händen zu halten.
Wirklich sparen kann ich in den Mittagspausen. Ich schmiere mir Butterbrote, dessen, von Helge Schneider losgetretenen, Hype ich nicht ganz nachvollziehen kann. Dazu gibt es Äpfel und Senf auf die Pommes. Langweilig, aber erfahrungsgemäß klappt das. Die Winterzeit macht es mir hoffentlich etwas leichter. Die übertriebenen Berge an Süßigkeiten wirken schon wieder grotesk und verachtenswert. Nichts animiert da zum zugreifen. Davon ab esse ich sowieso keine Schokolade. Eiserner Wille ist gefragt.
Apropos Brille. Vorgestern war ich beim Optiker. Ich lasse mich demnächst ausführlich in Sachen Kontaktlinsen beraten. Erst lese ich mir ordentlich Material an, befrage Bekannte und dann geht es auch schon in die Vollen. So richtig mit zwei Stunden Probetragen und im Auge rumpulen. Das schwerwiegendste Kontra wird auch der Herr oder die Dame beim Beratungsgespräch nicht wegargumentieren können. Es gibt dutzende Menschen, die nur darauf warten mich mal ohne Brille anzutreffen. Womöglich lauern sie bereits direkt vor dem Brillengeschäft, um mir eins zu verpassen. Ich muss Ole mal Fragen, ob er mir seine Brille leiht.
Apropos Leid. Die größten Leiden des Vergnügungsdampfers sind die Geselligkeit und die Langeweile. Am schlimmsten ist es, wenn ich mich in Gesellschaft langweile und selber draufkomme zu rauchen. Passiert ja eh nur muff, also am Wochenende, doch letztens erwischte ich mich bei dem Gedanken: Schade, dass ich weder alleine rauche, noch trinke oder rede. Es lief irgendein Chanson, ganz angenehm wenn man gerade aus dem Fenster schaut und mit der Zunge schnalzt. Rauchend sähe das bestimmt unheimlich gut aus. Für Dritte, aber ist ja keiner da.
Apropos Kanada…
"Ich habe nie verstanden, warum Frauen an talentierten Männern zunächst deren Fehler und an Narren deren Verdienste sehen"
"Ganz unten gibt es auch nette Menschen.“ Benjamin von Stuckrad-Barre
Was hat dich nur so ruiniert? Und wieso kommt das bei den Frauen so gut an?
Wir haben uns darüber unterhalten. Es ist eigentlich kein richtiges Thema. Für Männer ist das einfach nicht zu ergründen. Die Angelegenheit hatte sich deshalb nach wenigen Sätzen wieder erledigt. Unverständlich ist das, da waren wir uns einig. Wieso übt es auf viele Frauen so eine Faszination aus, Männer, die in der Gesellschaft etwas hinterher hängen, auf den rechten Weg zu bringen, zu bemuttern, oder wie man es auch immer nennen möchte. Die Rede ist nicht von Asiaten, sondern von solchen, die ihre schlechte Ausgangssituation selbst verschuldet haben. Abhängigkeit, Dummheit, Spielsucht, Gleichgültigkeit, Faulheit, Antriebslosigkeit, alles Eigenschaften, die dich scheinbar zu einem begehrten Typen machen.
Mir wurden selbst genügend Typen dieser Art vorgestellt und ihr werdet es nicht glauben, natürlich von tollen Frauen als ihr neuer Freund. Das Schlendertum hat ja was, wenn dem eine coole Art, überlegene Ruhe, eine gewisse Reife oder Bauernschläue gegenüber steht. Tut es aber nicht. Im Gegenteil, wenn es welche gibt, lauten die Zukunftspläne Profisportler, Deutschlands neuer Superstar, Kreativer, Künstler, Drogendealer oder sie haben einfach ein todsicheres System oder eine geniale Geschäftsidee. Die eigene aggressive Haltung verwechseln sie dabei mit Ehrgeiz und ihre Dummheit mit der Realität.
Es handelt sich um junge Erwachsene, die nichts von Charakterbildung halten, oder jemals davon gehört haben. Die korrekten Verhaltensweisen haben sie zwar alle drauf und können diese bei den Schwiegereltern in spe auch abrufen, keine Frage, jedoch verinnerlichte Gesinnungen sind das ja nicht.
Ich erwähnte es bereits in einem anderen Zusammenhang: dass du zu den Guten gehörst, kannst du selbst nie mit Worten vermitteln, das müssen andere für dich Tun. Scheinbar zählt das nicht für die Schlechten unter uns. Die werden eher interessanter dadurch.
Wer ein existenzielles Problem hat und es schafft davon loszukommen, ist wieder bei Null, wie Martin es treffend formulierte. Frauen sehen das anders. Ein Säufer, der in der Abstellkammer einer Achtmann WG haust und sich seinen Lebensstil illegal finanziert, macht nicht viel, bis gar nichts richtig. Aber nehmen wir mal an, er kann sich dem entsagen und findet einen beschissenen Job, säuft nur noch in Maße oder am Wochenende, wo es nicht so auffällt, und teilt sich mit irgendeinem Studenten eine Zweizimmerwohnung. Dann ist der doch nicht viel weiter, nur älter als jemand, der konventionell zu einem beschissenen Job gekommen ist, am Wochenende muff rumpöbelt und in einer Einzimmerbude oder bei seinen Eltern die Konsole stehen hat. Sein einziger Verdienst ist es, nach mehreren Jahren soweit zu sein wie jeder Schulabgänger. Super.
Wenn Frauen ihre Sympathien verschenken, dann immer nur an Unsinnspersonen. Ist es, weil die affektierten Bemühungen weggelassen werden? Das Fremdbestimmte haben die natürlich nicht. Was Frauen nicht wissen können, bringt jemand eine Gitarre mit in die Runde und es sind keine Frauen anwesend, dann wird auch keine Gitarre gespielt. Was ist da los? Sind Männer, die man sich erziehen darf, als eine Art Trophäe zu verstehen? Nach dem Motto: Schaut her, der war mal nichts und nun hat er einen Anzug an...?
Ich bin wirklich ratlos und muss aufpassen nicht in Mario Barth Mann/Frau Blödeleien abzudriften. Da kommt man daher, sieht nicht vollends beschissen aus, ist Akademiker, Existentialist, ein einausgebildetes Bewusstsein ist entsprechend vorhanden, kokettiert mit einem gut ausgeprägten Musikgeschmack, ist belesen, achtet auf seinen Körper, drängt sich nicht auf, hat Sinn für Humor und Humor, keinen Schirm, dafür Charme, ist interessiert und weiß so allerlei Dinge zu schätzen, aber das tolle Mädchen hat der Tätowierte Dreißigjährige, der während einer Ü 16 Party aus der Dorfdisko fliegt.
Natürlich habe ich das mal ganz vorsichtig bei den Betroffenen hinterfragt. Man ist ja sofort doof, wenn man eine Beziehung und damit deren Gefühlsebene in Frage stellt. Wer da wohl doof ist... Wie kommt so ein hübsches Mädchen wie du, zu so einem Hintertüreintretenden Dummkopf? Die Frage etwas netter formuliert, brachte mir die immergleichen Antworten:
- Wenn wir alleine sind, ist er ganz anders.
- Du musst ihn ja nicht mögen.
- Er ist nett.
- Er tut mir so leid.
- Er kann nichts dafür.
- Hättest du so ein Pech im Leben, dann wärst du genau so – Nein!
Oder er ist die Jugendliebe. Klar, als Teenager wirkt die Degeneration wenigstens noch rebellisch. Jaja, Hintertürliebe, schon klar. Das könnte ich auch problemlos akzeptieren, wenn die besagten Frauen nach der Trennung nicht so geschlossen einsichtig reagieren würden. Plötzlich wird ihnen alles klar. War dumm nä. Wie konnte ich nur… und so weiter.
Vielleicht kann mir das mal jemand erklären? Bitte.
Die Überschrift ist ein Zitat von Pablo Picasso. Die Frage scheint schon länger im Raum zu stehen.
Montag, 8. November 2010
Der kleine Videothekenladen
"Ohne Kunden wäre das ein toller Job." aus Clerks
An diesem Wochenende lieh ich mir aus meiner Stammvideothek oder DVD Store, wie der Laden kleinlaut im Schaufenster nachweist, dass ihm wohl bewusst ist, nie wieder eine Mark Strafgebühr für nicht zurück gespulte Filme einkassieren zu können, das fünfzigste Video aus. Dies verriet mir der Angestellte, nachdem er mir den Film verlieh, als wäre es eine Auszeichnung. Als besonderen Service verlangte er keine Gebühr von mir. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich einen teuren Film genommen. Es gibt nämlich angenehmerweise nur zwei Preiskategorien. Ein aktueller Film oder eine aktuelle Serien Staffel kostet 2,50 €, jede andere DVD 2,00 €. Verleihdauer ist immer der rauffolgende Tag bis 20 Uhr, der Sonntag ist kostenlos. Drei aktuelle Filme im Paket kosten nur 6 €. Ein bisschen unglücklich, da drei alte Filme ebenfalls 6 € kosten und ich eher zu denjenigen gehöre, die sich darauf konzentrieren die Klassiker wegzuschauen. Für einen guten, aktuellen Film gehe ich ins Kino.
Aber fünfzig Filme! Ich bin dort Mitglied seit ungefähr 75 Wochen. Rechnet selber. Klingt nach einem erfüllten Leben. Alleine ins Kino zu gehen ist den meisten Leuten zu dumm. Was sie damit eigentlich meinen ist, sie wollen nicht, dass andere denken, sie seien vereinsamt. Alleine DVD schauen geht gesellschaftlich geradeso in Ordnung. Im Notfall kann man sich ja vor das Regal stellen und sich selbst hörbar Fragen: Wie hieß der Film noch mal den sie unbedingt schauen wollte? Ach ja, The Expandables.
Die Videothek ist, so wie es sein sollte, gleich um die Ecke. Gleich um die Ecke ist auch das Internet, aber Filme runter zu laden, bei Online-Videotheken zu buchen oder auf stotternde Streams zurückzugreifen, hat für mich nichts mit dem rituellen Videogucken zu tun, das mich schon durch dutzende verschneite Wochenenden gebracht hat. Auf dem Weg zum Einkaufen, schlendere ich manchmal in die Videothek und schaue mir an was es Neues gibt oder ob ich was Altes wieder entdecke. Geht man nämlich vorsatzlos durch den Eingang einer Videothek, fallen einem sofort ein paar Titel ein, die man schon immer mal wegschauen wollte. Betritt man den Laden mit der Absicht heute einen DVD Abend zu veranstalten, fällt einem nichts ein oder das Angebot qualifiziert sich nicht für den heuchlerisch geplanten Abend.
Ich hänge in dem Laden nicht ab, obwohl das gut möglich wäre. Die Angestellten haben alle einen Nerd-Faktor von über Fünf. Sie wirken wie Typen, die etwas zu spät aus ihrem verdunkelten Jugendzimmer ausgezogen sind. Elvis hat sich seinen Spitznamen aufgrund seiner Frisur und Plauze verdient. Ein sehr behäbiger Mann. Dann sind da noch der Oi Punk, Kevin Carrigan und der Chef. Er ist noch der normalste von der Bande, letztens habe ich ihn einen Kinderwagen durch unser Viertel schieben sehen. Es war ihm sichtlich peinlich. Ihre richtigen Namen stehen an einem kleinen Regal, in dem sie ihre persönlichen Favoriten präsentieren. Ich habe mir ihre Namen nie gemerkt. Ihr Filmgeschmack gab es nicht her. Je nachdem wer gerade Schicht hat, läuft die passende Musik und der passende Freundeskreis steht um den Tresen herum und unterhält sich über Fußball oder eben über Filme. Ich sagte ja, hier könnte man gut abhängen.
Über die Jahre entwickelte ich Prioritäten was das Ausleihverhalten angeht, basierend auf die verschwendete Jugend. Ich leihe keine Tom Hanks oder Nicolas Cage Filme aus. Bei den Frauen sind es Sandra Bullock und Meg Ryan. Finger weg von Komödien, in denen die Hauptrolle von Rob Schneider, Martin Lawrence, Adam Sandler, Steve Carrell, Chris Tucker oder Steve Martin gespielt wird.
Hin und wieder werde ich direkt angesprochen, was ich hier zu suchen hätte. Es werden mir Filmvorschläge unterbreitet, die ich in Zukunft freundlich zurückweisen werde oder sie fragen mich, wie ich den geliehenden Film fand. Sie machen den Job gerne und das merkt auch die durchschnittlich junge Kundschaft. Es würde mich nicht wundern, wenn sie auf Familienfeiern ihren Job damit rechtfertigen, dass der Kultregisseur Quentin Tarantino auch mal in einer Videothek gearbeitet hat und der Rest der Familie würden sie, um des Haussegens willen, fragen, ob der schon mal bei Wetten dass zu Gast gewesen sei.
Die Auswahl ist trotz der eher kleinen Stellfläche sehr groß. Erst zweimal konnte man mir nicht dienen. Noch nirgendwo sonst habe ich eine so kundenfreundliche Kategorisierung gesehen. Dass nach Genres unterteilt wird, ist klar. Das Besondere ist, dass immer ein Schauspieler oder ein Regisseur hervorgehoben und dessen Filmographie in dem Regal fortgeführt wird. Das wird bis zu einem gewissen Aktualitätsgrad gemacht, sodass man direkt auf ältere und damit oft unterschätze Filme von, sagen wir Robert De Niro, hingewiesen wird. So bekommt man auch sofort eine gute Übersicht über das Machwerk eines einzelnen Regisseurs, wie zum Beispiel Stanley Kubrick.
Früher waren Videotheken noch ein Mysterium. Unsere Familie besaß nie einen Videorekorder. Der musste erst viel später selbst angeschafft werden. Es kam viel zu selten vor, dass meine Eltern sich von Nachbarn einen schweren, silbernen Videorekorder ausliehen, womöglich um uns ruhig zustellen. Wenn es daraufhin zur Videothek ging, durfte ich im Auto warten und hoffen, dass meine Mutter Star Wars nicht mit Star Trek verwechseln würde. Was ging in dem Laden so unheilvolles vor, dass ich nicht mit rein durfte? Die Frage blieb, wie alle anderen auch, unbeantwortet. Wenn ich heute sehe, wie stoisch die Kunden aus der Pornoecke der Videothek kommen, denke ich mir, dass es wohl besser war im Auto Jan Tenner Kassetten zu hören.
Mein 50. Film: Hot Fuzz
Die beiden Filme, mit denen die Videothek nicht dienen konnte: Michael und Doppelpack
Erster Film, der auf meine eigene Verantwortung ausgeliehen wurde: Die BMX Bande
Erster gekaufter Film: Waynes World
An diesem Wochenende lieh ich mir aus meiner Stammvideothek oder DVD Store, wie der Laden kleinlaut im Schaufenster nachweist, dass ihm wohl bewusst ist, nie wieder eine Mark Strafgebühr für nicht zurück gespulte Filme einkassieren zu können, das fünfzigste Video aus. Dies verriet mir der Angestellte, nachdem er mir den Film verlieh, als wäre es eine Auszeichnung. Als besonderen Service verlangte er keine Gebühr von mir. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich einen teuren Film genommen. Es gibt nämlich angenehmerweise nur zwei Preiskategorien. Ein aktueller Film oder eine aktuelle Serien Staffel kostet 2,50 €, jede andere DVD 2,00 €. Verleihdauer ist immer der rauffolgende Tag bis 20 Uhr, der Sonntag ist kostenlos. Drei aktuelle Filme im Paket kosten nur 6 €. Ein bisschen unglücklich, da drei alte Filme ebenfalls 6 € kosten und ich eher zu denjenigen gehöre, die sich darauf konzentrieren die Klassiker wegzuschauen. Für einen guten, aktuellen Film gehe ich ins Kino.
Aber fünfzig Filme! Ich bin dort Mitglied seit ungefähr 75 Wochen. Rechnet selber. Klingt nach einem erfüllten Leben. Alleine ins Kino zu gehen ist den meisten Leuten zu dumm. Was sie damit eigentlich meinen ist, sie wollen nicht, dass andere denken, sie seien vereinsamt. Alleine DVD schauen geht gesellschaftlich geradeso in Ordnung. Im Notfall kann man sich ja vor das Regal stellen und sich selbst hörbar Fragen: Wie hieß der Film noch mal den sie unbedingt schauen wollte? Ach ja, The Expandables.
Die Videothek ist, so wie es sein sollte, gleich um die Ecke. Gleich um die Ecke ist auch das Internet, aber Filme runter zu laden, bei Online-Videotheken zu buchen oder auf stotternde Streams zurückzugreifen, hat für mich nichts mit dem rituellen Videogucken zu tun, das mich schon durch dutzende verschneite Wochenenden gebracht hat. Auf dem Weg zum Einkaufen, schlendere ich manchmal in die Videothek und schaue mir an was es Neues gibt oder ob ich was Altes wieder entdecke. Geht man nämlich vorsatzlos durch den Eingang einer Videothek, fallen einem sofort ein paar Titel ein, die man schon immer mal wegschauen wollte. Betritt man den Laden mit der Absicht heute einen DVD Abend zu veranstalten, fällt einem nichts ein oder das Angebot qualifiziert sich nicht für den heuchlerisch geplanten Abend.
Ich hänge in dem Laden nicht ab, obwohl das gut möglich wäre. Die Angestellten haben alle einen Nerd-Faktor von über Fünf. Sie wirken wie Typen, die etwas zu spät aus ihrem verdunkelten Jugendzimmer ausgezogen sind. Elvis hat sich seinen Spitznamen aufgrund seiner Frisur und Plauze verdient. Ein sehr behäbiger Mann. Dann sind da noch der Oi Punk, Kevin Carrigan und der Chef. Er ist noch der normalste von der Bande, letztens habe ich ihn einen Kinderwagen durch unser Viertel schieben sehen. Es war ihm sichtlich peinlich. Ihre richtigen Namen stehen an einem kleinen Regal, in dem sie ihre persönlichen Favoriten präsentieren. Ich habe mir ihre Namen nie gemerkt. Ihr Filmgeschmack gab es nicht her. Je nachdem wer gerade Schicht hat, läuft die passende Musik und der passende Freundeskreis steht um den Tresen herum und unterhält sich über Fußball oder eben über Filme. Ich sagte ja, hier könnte man gut abhängen.
Über die Jahre entwickelte ich Prioritäten was das Ausleihverhalten angeht, basierend auf die verschwendete Jugend. Ich leihe keine Tom Hanks oder Nicolas Cage Filme aus. Bei den Frauen sind es Sandra Bullock und Meg Ryan. Finger weg von Komödien, in denen die Hauptrolle von Rob Schneider, Martin Lawrence, Adam Sandler, Steve Carrell, Chris Tucker oder Steve Martin gespielt wird.
Hin und wieder werde ich direkt angesprochen, was ich hier zu suchen hätte. Es werden mir Filmvorschläge unterbreitet, die ich in Zukunft freundlich zurückweisen werde oder sie fragen mich, wie ich den geliehenden Film fand. Sie machen den Job gerne und das merkt auch die durchschnittlich junge Kundschaft. Es würde mich nicht wundern, wenn sie auf Familienfeiern ihren Job damit rechtfertigen, dass der Kultregisseur Quentin Tarantino auch mal in einer Videothek gearbeitet hat und der Rest der Familie würden sie, um des Haussegens willen, fragen, ob der schon mal bei Wetten dass zu Gast gewesen sei.
Die Auswahl ist trotz der eher kleinen Stellfläche sehr groß. Erst zweimal konnte man mir nicht dienen. Noch nirgendwo sonst habe ich eine so kundenfreundliche Kategorisierung gesehen. Dass nach Genres unterteilt wird, ist klar. Das Besondere ist, dass immer ein Schauspieler oder ein Regisseur hervorgehoben und dessen Filmographie in dem Regal fortgeführt wird. Das wird bis zu einem gewissen Aktualitätsgrad gemacht, sodass man direkt auf ältere und damit oft unterschätze Filme von, sagen wir Robert De Niro, hingewiesen wird. So bekommt man auch sofort eine gute Übersicht über das Machwerk eines einzelnen Regisseurs, wie zum Beispiel Stanley Kubrick.
Früher waren Videotheken noch ein Mysterium. Unsere Familie besaß nie einen Videorekorder. Der musste erst viel später selbst angeschafft werden. Es kam viel zu selten vor, dass meine Eltern sich von Nachbarn einen schweren, silbernen Videorekorder ausliehen, womöglich um uns ruhig zustellen. Wenn es daraufhin zur Videothek ging, durfte ich im Auto warten und hoffen, dass meine Mutter Star Wars nicht mit Star Trek verwechseln würde. Was ging in dem Laden so unheilvolles vor, dass ich nicht mit rein durfte? Die Frage blieb, wie alle anderen auch, unbeantwortet. Wenn ich heute sehe, wie stoisch die Kunden aus der Pornoecke der Videothek kommen, denke ich mir, dass es wohl besser war im Auto Jan Tenner Kassetten zu hören.
Mein 50. Film: Hot Fuzz
Die beiden Filme, mit denen die Videothek nicht dienen konnte: Michael und Doppelpack
Erster Film, der auf meine eigene Verantwortung ausgeliehen wurde: Die BMX Bande
Erster gekaufter Film: Waynes World
Sonntag, 7. November 2010
Acht Ideen für eine bessere Außenwirkung ohne viel zu lügen
"Eigentlich bin ich ganz anders, ich komme nur viel zu selten dazu" Udo Lindenberg
Was für einen Aufwand manche Menschen anstrengen um zu wirken. Ich habe das jahrelang völlig unterschätzt. Man könnte soviel beliebter, cooler und verhasster sein, als eh schon. Man muss einfach den Dritten, den Fremden, den Zaungast in sein Tun mit einbeziehen. Wie Hans Kruppa schon schrieb: benehme dich stets so, als ob man dich permanent beobachten würde. Er hat was anderes geschrieben, aber inhaltlich kommt das in seinem Buch ungefähr so vor. Ehrlich.
Jedenfalls habe ich jetzt damit angefangen mein Umfeld in den Glauben zu versetzten, ich sei ein Guter.
Schritt 1: Ich zitiere Dinge, die ich aus dem Fernsehen kenne und behaupte sie gelesen zu haben.
Schritt 2: Nachdem ich eine Übungseinheit an einem Fitnessgerät vollendet habe, stecke ich den Pinökel zur Gewichtseinstellung ganz nach unten in den dreistelligen Kilobereich, damit der nächste Trainierende denkt: krass.
Schritt 3: Isst meine Arbeitskollegin etwas Gesünderes als ich, tausche ich nach Feierabend unsere Papierkörbe aus. Dann bin ich für die Putzfrau der Mann mit der Salatbanderole und den Äpfelkernen und meine Kollegin die Frau mit den Snickers Papier.
Schritt 4: Bei Buchverfilmungen behaupte ich, der Film hätte gegenüber dem Buch seine ganz eigene Dynamik. Das Buch finden eh alle besser, das muss man nicht noch zusätzlich kommentieren und anbiedernder geht es ja kaum.
Schritt 5: Wenn ich nachts S-Bahn fahre, binde ich mir die Schnürsenkel zusammen, damit Frauen und ältere Herrschaften keine Angst mehr vor mir haben müssen.
Schritt 6: Ich habe nie und werde nie die Hupe eines Autos benutzen.
Schritt 7: Wenn ich einen guten Lacher lande, behaupte ich, der sei von jemand anderem. Stimmt nicht, macht mich aber selbstloser.
Schritt 8: Ich schüttele nach jedem Toilettengang für alle sichtbar im Flur oder in Gaststätten meine Hände trocken. Die Hände sind zwar schon trocken und gewaschen, aber die Geste suggeriert nochmal unmissverstädlich: Hygienegott.
Wohin mich diese Schritte führen werden, weiß ich nicht genau. Hoffentlich zu einem besseren: kennste den?
Edit:
Schritt 9: Immer wenn ein Gespräch zum erliegen kommt, seufze ich: Ach, ich vermisse das Meer.
Schritt 10: Ich muntere Werder Fans mit den Worten: jeder hat mal eine schlechte Saison, auf.
Was für einen Aufwand manche Menschen anstrengen um zu wirken. Ich habe das jahrelang völlig unterschätzt. Man könnte soviel beliebter, cooler und verhasster sein, als eh schon. Man muss einfach den Dritten, den Fremden, den Zaungast in sein Tun mit einbeziehen. Wie Hans Kruppa schon schrieb: benehme dich stets so, als ob man dich permanent beobachten würde. Er hat was anderes geschrieben, aber inhaltlich kommt das in seinem Buch ungefähr so vor. Ehrlich.
Jedenfalls habe ich jetzt damit angefangen mein Umfeld in den Glauben zu versetzten, ich sei ein Guter.
Schritt 1: Ich zitiere Dinge, die ich aus dem Fernsehen kenne und behaupte sie gelesen zu haben.
Schritt 2: Nachdem ich eine Übungseinheit an einem Fitnessgerät vollendet habe, stecke ich den Pinökel zur Gewichtseinstellung ganz nach unten in den dreistelligen Kilobereich, damit der nächste Trainierende denkt: krass.
Schritt 3: Isst meine Arbeitskollegin etwas Gesünderes als ich, tausche ich nach Feierabend unsere Papierkörbe aus. Dann bin ich für die Putzfrau der Mann mit der Salatbanderole und den Äpfelkernen und meine Kollegin die Frau mit den Snickers Papier.
Schritt 4: Bei Buchverfilmungen behaupte ich, der Film hätte gegenüber dem Buch seine ganz eigene Dynamik. Das Buch finden eh alle besser, das muss man nicht noch zusätzlich kommentieren und anbiedernder geht es ja kaum.
Schritt 5: Wenn ich nachts S-Bahn fahre, binde ich mir die Schnürsenkel zusammen, damit Frauen und ältere Herrschaften keine Angst mehr vor mir haben müssen.
Schritt 6: Ich habe nie und werde nie die Hupe eines Autos benutzen.
Schritt 7: Wenn ich einen guten Lacher lande, behaupte ich, der sei von jemand anderem. Stimmt nicht, macht mich aber selbstloser.
Schritt 8: Ich schüttele nach jedem Toilettengang für alle sichtbar im Flur oder in Gaststätten meine Hände trocken. Die Hände sind zwar schon trocken und gewaschen, aber die Geste suggeriert nochmal unmissverstädlich: Hygienegott.
Wohin mich diese Schritte führen werden, weiß ich nicht genau. Hoffentlich zu einem besseren: kennste den?
Edit:
Schritt 9: Immer wenn ein Gespräch zum erliegen kommt, seufze ich: Ach, ich vermisse das Meer.
Schritt 10: Ich muntere Werder Fans mit den Worten: jeder hat mal eine schlechte Saison, auf.
Samstag, 6. November 2010
Blogkette
„Ich habe mehr Ketten als ein Fahrradhändler“ Samy Deluxe
Eine Kette ist immer so stark wie sein größtes Glied. Mit anderen Worten, ich bin von Verena in die Pflicht genommen worden und darf heute einen weiteren Blog in die Kette eingliedern. Als Bedingung las ich zwischen den Zeilen, dass es schön wäre, wenn nicht jeder Blog lesende Mensch sowieso schon dutzende Male über den Namen gestolpert ist, was mir sehr entgegenkommt, finde ich die bekannteren Blogs eh doch ziemlich dümmlich.
Als weitere Bedingung habe ich mir selbst auferlegt, keine attraktive Dame zu wählen. Die haben schon genug Lobby. Da ich eher wenige Blogs lese und wenn, dann bevorzugt von attraktiven Frauen, ist die Auswahl sehr beschränkt.
Aus meiner übersichtlichen Blogroll brauche ich keine Namen zu nennen, da könnt ihr auch so draufklicken. Lohnt sich. Manchmal.
Uneingeschränkt empfehlen… hm… schwierig… eigentlich unmöglich… wer gibt das her…
Blogs von Bekannten sind alle tot oder zu still oder saulangweilig… hm… vielleicht der Arsch, der mir meine erste Domainidee gemopst hat… Shaquille O´Neal hat immer gut gebloggt… hm… mir fällt niemand ein… vielleicht doch jemand aus der Blogroll… hm… den kann ich nicht empfehlen… da schreibe ich immer ab… hm… ich weiß schon warum ich diesen Blogger Kumpelquatsch nicht gerne mitmache… hm... ich könnte die Kette auch wieder schließen, aber dann hätte Monogo bestimmt einen zu dicken Hals... hm... nun ist auch egal… DERBE...
Eine Kette ist immer so stark wie sein größtes Glied. Mit anderen Worten, ich bin von Verena in die Pflicht genommen worden und darf heute einen weiteren Blog in die Kette eingliedern. Als Bedingung las ich zwischen den Zeilen, dass es schön wäre, wenn nicht jeder Blog lesende Mensch sowieso schon dutzende Male über den Namen gestolpert ist, was mir sehr entgegenkommt, finde ich die bekannteren Blogs eh doch ziemlich dümmlich.
Als weitere Bedingung habe ich mir selbst auferlegt, keine attraktive Dame zu wählen. Die haben schon genug Lobby. Da ich eher wenige Blogs lese und wenn, dann bevorzugt von attraktiven Frauen, ist die Auswahl sehr beschränkt.
Aus meiner übersichtlichen Blogroll brauche ich keine Namen zu nennen, da könnt ihr auch so draufklicken. Lohnt sich. Manchmal.
Uneingeschränkt empfehlen… hm… schwierig… eigentlich unmöglich… wer gibt das her…
Blogs von Bekannten sind alle tot oder zu still oder saulangweilig… hm… vielleicht der Arsch, der mir meine erste Domainidee gemopst hat… Shaquille O´Neal hat immer gut gebloggt… hm… mir fällt niemand ein… vielleicht doch jemand aus der Blogroll… hm… den kann ich nicht empfehlen… da schreibe ich immer ab… hm… ich weiß schon warum ich diesen Blogger Kumpelquatsch nicht gerne mitmache… hm... ich könnte die Kette auch wieder schließen, aber dann hätte Monogo bestimmt einen zu dicken Hals... hm... nun ist auch egal… DERBE...
Silvester schreibt Quatsch und das kann er unheimlich gut und amüsant. Aber Vorsicht, ist etwas derbe der junge Mann. Ich kam auf den Blog, weil ich nach der Homepage der gleichnamigen Klamottenmarke Derbe suchte, seitdem habe ich nicht wieder danach gesucht. Zudem könnte es sein, dass die Blogkette hier zum erliegen kommt. Er ist so zurückhaltend.
Monogo / Catharina / Simon / Markus / Damian / Sumi / Magicchristian / Graval / Dr. Borstel / Fulanos Worte / Bruder Grimm / Verena
Freitag, 5. November 2010
Beziehungsstatus
„Sie hat Würmer und er angelt gerne.“ Heinz Strunk
Mit Beziehungen, Ehen oder anderen Arrangements wie Langeweile werde ich zwangsläufig jeden Tag konfrontiert. Wenn man sich mit etwas beschäftigt, taucht es plötzlich überall auf. In der Stadt kann man sie beobachten, aktiver am Bahngleis und sowieso an den Abenden auf Partys oder im Bekanntenkreis. Es ist eine leidige Angewohnheit geworden, Paare zu kategorisieren. Nicht selten wird es einem auch einfach lautstark aufgedrängt. Es ist ja nicht so, dass ich es mir immer aussuchen kann, was um mich herum passiert.
Ich frage mich im vorübergehen, sowie im stillen Beisein, wie die sich wohl kennengelernt haben, was finden die aneinander, wie sind sie zusammen gekommen, was verbindet sie und wieso sind sie dann noch zusammen? Die Fragen beantworte ich mir anhand ihrer gegenseitigen Bemühungen umeinander, ihren verschiedenen Charakteren, ihrem Umfeld, dem gemeinsamen Stil und der Attraktivität natürlich, falls vorhanden. Falls nicht, ist der Fall auch klar.
Und findet man wirklich keine Antwort auf diese Fragen, kann man ja immer noch resignieren und feige von Liebe sprechen.
Was will die vom dem Spinner? ich bin doch ein viel größerer Spinner!
Diese Frage hat sich wohl schon jeder gestellt. Der Idealfall, und favorisiertes Hollywood Ende, schlecht hin, die große Liebe, lässt sich auf die wenigsten Beziehungen, die man so sieht und kennt, anwenden. Selbst ich bringe nicht soviel Kurzsichtigkeit auf, um den meisten Paaren das Bewusstsein für die ganz großen Gefühle bedingungslos zuzusprechen.
Letztendlich kann man heutzutage jede handelseinige Beziehung auf vier elementare Dinge herunter brechen: Geld, Sex, Macht und Langeweile.
Dreiecksbeziehung:
Hippie Scheiße. Man ist immer eifersüchtig, egal ob man es raushängen lässt oder nicht. Funktioniert also nicht, genau wie die...
Fernbeziehung:
Gemeinsam einsam. Im Grunde wie jede andere Beziehung, nur auf einem schwierigeren Level. Fangen wir leichter an.
Hauptschulbeziehung:
Du hast Zeit, ich habe Zeit, warum sind wir nicht zusammen? Ok.
Damit ist eigentlich schon alles gesagt. Ich nenne diese Form des Zeittotschlagens liebevoll Hauptschulbeziehung, weil der Anspruch an den Partner erschreckend gering scheint. Dumm und Dumm gesellt sich gern, für denjenigen, der es etwas aussagekräftiger mag. Halten diese wie zufällig zusammen gewürfelten Paarungen länger bis ewig, redet man davon, dass die beiden sich wunderbar ergänzen würden. Ich meine, es ist schlicht weg der Mangel an Alternativen. Alles ist besser als der Status Single. Als Single stimmt etwas mit dir nicht. Ständig ist man das fünfte Rad am, mit befreundeten Paaren beladenen, Familienwagen auf den Weg ins Vergnügen. Alles immer noch harmonischer als die…
Einbahnstraßenbeziehung:
Bei der Einbahnstraßenbeziehung ist noch nicht einmal der gemeinsame Faktor: viel überflüssige Zeit, vorhanden. Er und sie unterscheiden sich in jeglicher Hinsicht. Oft geht es schon damit los, dass er ein Mann und sie eine Frau ist. Einer der beiden dominiert gnadenlos. Der Begriff Partnerschaft hat hier nichts verloren. Entweder sieht sie viel zu gut für ihn aus oder er hat weitaus mehr in der Rübe als sie oder es besteht ein nicht zu leugnendes finanzielles Gefälle oder umgekehrt. Aus der Offensichtlichkeit der unpassenden Besetzung heraus, schäme ich mich nicht selten für das Paar fremd. Reiner Hohn! entfährt es mir zuweilen. Geld oder Sex, wie es so schön bei Jürgen von der Lippe hieß, sind die Indikatoren solcher Beziehungen. Dazwischen wird gestritten.
Kommt es zu Kombinationen der Gegensätzlichkeiten, zum Beispiel: sie sieht um einiges besser aus und er wiegt das in Gold auf, dann passt es zuweilen wieder und man spricht von der…
Prominentenbeziehung:
Bei der Prominenz zu Hause, jedoch abgeschwächt jedem aus seinem Bekanntenkreis bekannt, die magersüchtig anmutende Blondine an der Seite des BMW Fahrers. Der in die Jahre gekommene Taxiunternehmer mit der jungen Telefonistin usw. Die Anziehungskraft der F-Prominenz zählt ebenfalls dazu. Der Surf-Guru vom Baggersee, sowie der beste Fußballer der Bezirksliga oder jemand mit einer Klampfe im Hausflur, hat schnell damit aufgehört sich noch die Mühe zu machen sich nach oben zu orientieren. Die Musiker nehmen einem die ganzen tollen Frauen weg. Ein Satz, den man öfters als einmal am Abend hört, bei McDonalds oder vor der Konsole sitzend. Wenn beide Seiten so drauf sind, spricht man von einer…
Interessenbeziehung:
Wenn man sich für etwas überdurchschnittlich interessiert, sodass man behaupten kann: das ist genau mein Ding, dann ist es nicht abwegig wenn man mit jemanden zusammen ist, der dieselben Interessen vertritt. Eine gemeinsame Vergangenheit haut in dieselbe Kerbe.
Sei es die Musik und der damit verbundene Lebensstil, sei es das gemeinsame Arrangement für irgendwas, sei es das Essverhalten oder sei es nur die Tatsache, dass man immer gemeinsam hinter der Turnhalle heimlich geraucht hat, wenn man das durch zwei teilt, kommt merkwürdigerweise das Doppelte dabei raus. Ein gemeinsames Interesse an der Modemarke Ed Hardy, würde ich weiter oben einordnen.
Vorsicht Falle! Es kann vorkommen, dass das Interesse nur vorgetäuscht wird, um sich an die ehrliche Haut des anderen ranzumachen. Was uns zu dem letzten Beziehungsstatus bringt, die…
Kurzbeziehung:
Geschmäcker werden einfach ungefragt übernommen, Interessen geheuchelt, der Freundeskreis des anderen wird vereinnahmt, es werden einseitige Kompromisse eingegangen, also es wird im großen Stile verzichtet und das alles um sich freiwillig abhängig zu machen. Das Wort "Klammern" wäre durchaus angebracht. Auf Dauer wird das eine traurige Geschichte oder es bleibt eine Kurzbeziehung. Kurzbeziehungen sind auffällig oft auch die ersten Beziehungen.
Hollywood Ende:
Man beobachtet zwar ständig wie es nicht geht, kann aber leider nur hoffen, dass man es gemeinsam besser hinbekommt. Natürlich kann man mit wenig bis nichts, unglaublich glücklich sein. Auf meiner Habenseite stand eine ganze Weile lang nur: viel Zeit. Das ging auch. Ich hatte kein Handy, geschweige denn ein Auto oder einen Schlüssel für die Vordertür des Elternhauses, denke aber, die Zeit gut genutzt zu haben. Wenn man miteinander reden und lachen kann, wie über diesen Text zum Beispiel, und sich gegenseitigen Respekt erweißt, dann macht man schon sehr viel richtig. Geld, Sex, Macht und Langeweile können dann nur dienlich sein.
Mit Beziehungen, Ehen oder anderen Arrangements wie Langeweile werde ich zwangsläufig jeden Tag konfrontiert. Wenn man sich mit etwas beschäftigt, taucht es plötzlich überall auf. In der Stadt kann man sie beobachten, aktiver am Bahngleis und sowieso an den Abenden auf Partys oder im Bekanntenkreis. Es ist eine leidige Angewohnheit geworden, Paare zu kategorisieren. Nicht selten wird es einem auch einfach lautstark aufgedrängt. Es ist ja nicht so, dass ich es mir immer aussuchen kann, was um mich herum passiert.
Ich frage mich im vorübergehen, sowie im stillen Beisein, wie die sich wohl kennengelernt haben, was finden die aneinander, wie sind sie zusammen gekommen, was verbindet sie und wieso sind sie dann noch zusammen? Die Fragen beantworte ich mir anhand ihrer gegenseitigen Bemühungen umeinander, ihren verschiedenen Charakteren, ihrem Umfeld, dem gemeinsamen Stil und der Attraktivität natürlich, falls vorhanden. Falls nicht, ist der Fall auch klar.
Und findet man wirklich keine Antwort auf diese Fragen, kann man ja immer noch resignieren und feige von Liebe sprechen.
Was will die vom dem Spinner? ich bin doch ein viel größerer Spinner!
Diese Frage hat sich wohl schon jeder gestellt. Der Idealfall, und favorisiertes Hollywood Ende, schlecht hin, die große Liebe, lässt sich auf die wenigsten Beziehungen, die man so sieht und kennt, anwenden. Selbst ich bringe nicht soviel Kurzsichtigkeit auf, um den meisten Paaren das Bewusstsein für die ganz großen Gefühle bedingungslos zuzusprechen.
Letztendlich kann man heutzutage jede handelseinige Beziehung auf vier elementare Dinge herunter brechen: Geld, Sex, Macht und Langeweile.
Dreiecksbeziehung:
Hippie Scheiße. Man ist immer eifersüchtig, egal ob man es raushängen lässt oder nicht. Funktioniert also nicht, genau wie die...
Fernbeziehung:
Gemeinsam einsam. Im Grunde wie jede andere Beziehung, nur auf einem schwierigeren Level. Fangen wir leichter an.
Hauptschulbeziehung:
Du hast Zeit, ich habe Zeit, warum sind wir nicht zusammen? Ok.
Damit ist eigentlich schon alles gesagt. Ich nenne diese Form des Zeittotschlagens liebevoll Hauptschulbeziehung, weil der Anspruch an den Partner erschreckend gering scheint. Dumm und Dumm gesellt sich gern, für denjenigen, der es etwas aussagekräftiger mag. Halten diese wie zufällig zusammen gewürfelten Paarungen länger bis ewig, redet man davon, dass die beiden sich wunderbar ergänzen würden. Ich meine, es ist schlicht weg der Mangel an Alternativen. Alles ist besser als der Status Single. Als Single stimmt etwas mit dir nicht. Ständig ist man das fünfte Rad am, mit befreundeten Paaren beladenen, Familienwagen auf den Weg ins Vergnügen. Alles immer noch harmonischer als die…
Einbahnstraßenbeziehung:
Bei der Einbahnstraßenbeziehung ist noch nicht einmal der gemeinsame Faktor: viel überflüssige Zeit, vorhanden. Er und sie unterscheiden sich in jeglicher Hinsicht. Oft geht es schon damit los, dass er ein Mann und sie eine Frau ist. Einer der beiden dominiert gnadenlos. Der Begriff Partnerschaft hat hier nichts verloren. Entweder sieht sie viel zu gut für ihn aus oder er hat weitaus mehr in der Rübe als sie oder es besteht ein nicht zu leugnendes finanzielles Gefälle oder umgekehrt. Aus der Offensichtlichkeit der unpassenden Besetzung heraus, schäme ich mich nicht selten für das Paar fremd. Reiner Hohn! entfährt es mir zuweilen. Geld oder Sex, wie es so schön bei Jürgen von der Lippe hieß, sind die Indikatoren solcher Beziehungen. Dazwischen wird gestritten.
Kommt es zu Kombinationen der Gegensätzlichkeiten, zum Beispiel: sie sieht um einiges besser aus und er wiegt das in Gold auf, dann passt es zuweilen wieder und man spricht von der…
Prominentenbeziehung:
Bei der Prominenz zu Hause, jedoch abgeschwächt jedem aus seinem Bekanntenkreis bekannt, die magersüchtig anmutende Blondine an der Seite des BMW Fahrers. Der in die Jahre gekommene Taxiunternehmer mit der jungen Telefonistin usw. Die Anziehungskraft der F-Prominenz zählt ebenfalls dazu. Der Surf-Guru vom Baggersee, sowie der beste Fußballer der Bezirksliga oder jemand mit einer Klampfe im Hausflur, hat schnell damit aufgehört sich noch die Mühe zu machen sich nach oben zu orientieren. Die Musiker nehmen einem die ganzen tollen Frauen weg. Ein Satz, den man öfters als einmal am Abend hört, bei McDonalds oder vor der Konsole sitzend. Wenn beide Seiten so drauf sind, spricht man von einer…
Interessenbeziehung:
Wenn man sich für etwas überdurchschnittlich interessiert, sodass man behaupten kann: das ist genau mein Ding, dann ist es nicht abwegig wenn man mit jemanden zusammen ist, der dieselben Interessen vertritt. Eine gemeinsame Vergangenheit haut in dieselbe Kerbe.
Sei es die Musik und der damit verbundene Lebensstil, sei es das gemeinsame Arrangement für irgendwas, sei es das Essverhalten oder sei es nur die Tatsache, dass man immer gemeinsam hinter der Turnhalle heimlich geraucht hat, wenn man das durch zwei teilt, kommt merkwürdigerweise das Doppelte dabei raus. Ein gemeinsames Interesse an der Modemarke Ed Hardy, würde ich weiter oben einordnen.
Vorsicht Falle! Es kann vorkommen, dass das Interesse nur vorgetäuscht wird, um sich an die ehrliche Haut des anderen ranzumachen. Was uns zu dem letzten Beziehungsstatus bringt, die…
Kurzbeziehung:
Geschmäcker werden einfach ungefragt übernommen, Interessen geheuchelt, der Freundeskreis des anderen wird vereinnahmt, es werden einseitige Kompromisse eingegangen, also es wird im großen Stile verzichtet und das alles um sich freiwillig abhängig zu machen. Das Wort "Klammern" wäre durchaus angebracht. Auf Dauer wird das eine traurige Geschichte oder es bleibt eine Kurzbeziehung. Kurzbeziehungen sind auffällig oft auch die ersten Beziehungen.
Hollywood Ende:
Man beobachtet zwar ständig wie es nicht geht, kann aber leider nur hoffen, dass man es gemeinsam besser hinbekommt. Natürlich kann man mit wenig bis nichts, unglaublich glücklich sein. Auf meiner Habenseite stand eine ganze Weile lang nur: viel Zeit. Das ging auch. Ich hatte kein Handy, geschweige denn ein Auto oder einen Schlüssel für die Vordertür des Elternhauses, denke aber, die Zeit gut genutzt zu haben. Wenn man miteinander reden und lachen kann, wie über diesen Text zum Beispiel, und sich gegenseitigen Respekt erweißt, dann macht man schon sehr viel richtig. Geld, Sex, Macht und Langeweile können dann nur dienlich sein.
Mittwoch, 3. November 2010
Weltmännertag
“It´s a man´s world“ James Brown
Gestern war Weltmännertag. Mir ist gleich aufgefallen, etwas ist anders. Nein, im ernst, wie es bereits im Welt-Artikel von Hajo Schumacher hinterfragt wurde: wie schlimm steht es um den Mann, wenn dieser seinen eigenen Gedenktag braucht? Antwort: Sehr schlimm. Der Mann folgt dem allgemeinen Trend und schafft sich ab. Solange der FC Schalke 04 noch Fans hat, mache ich mir nicht die größten Sorgen, dennoch ist es auffällig mit was für weichgespülten Persönlichkeiten wir es in unserer Gesellschaft zutun haben. Zudem besteht für mich natürlich ein ganz besonderes Interesse an dem Thema. Wer will mich abschaffen?
Mann muss nicht unbedingt sofort so angestrengt heterosexuell rüberkommen wie Mitglieder der Hells Angels oder schottische Hooligans, denen fehlt ja vollkommen die Eleganz und ihnen geht oft das gewisse Flair abhanden, wie ihn die damaligen Leinwandidole hatten. Aber John Wayne, James Dean, James T. Kirk, Humphrey Bogart, Sean Connery oder mein persönliches Vorbild in Sachen Männlichkeit: Michael Caine, das waren noch Typen mit Charakter, die einfach nur da standen und ihr Ding machten. Was dabei rumkam, waren immer die hübschesten Frauen. Nach solchen Leuten konnte man sich richten.
Ich denke, es sind gar nicht mal die fehlenden männlichen Vorbilder. Die Männer haben sich nur zu sehr den Vorstellungen der Frau angepasst, anstatt ihr eigenes Ding zu machen. Selber Schuld, quasi. Als Beispiel: Seitdem sich Wayne Rooney die Brust rasiert, trifft er nicht mehr. Früher konntest du als Mann immer noch etwas darstellen, obwohl du scheiße aussahst. Heute solltest du besser Tanzen lernen oder zumindest nachdenklich gucken können. Oder du driftest gleich in die Hooligan Ecke ab.
Wenn man Single Frauen zuhört, am Nachbartisch sitzend oder beim Telefonieren, heißt es grundsätzlich: gepflegt muss er sein. Das Bild eines ungepflegten Mannes entspricht für mich die Sorte Ehemann, die auf RTL oder sonst wo am Nachmittag seine Meinung zur Rolle der Frau kundtun darf.
Aber jeder, der sich regelmäßig rasiert und täglich duscht mit allem Pipapo, ist doch schon im wahrsten Sinne des Wortes in trockenen Tüchern. Was ist denn sonst mit gepflegt gemeint? Gezupfte Augenbrauen? Geschminktes Gesicht? Lackierte Fingernägel? Gegeltes Haar? Hintrapierte Bärte? Kann es womöglich sein, dass mit "gepflegt" einfach ein Waschbrettbauch gemeint ist? Der Anspruch auf einen Waschbrettbauch die Frau nur viel unglaubwürdiger da stehen lässt, als der Anspruch auf ein gepflegtes Äußeres?
In meiner Vorstellung gibt der ungepflegte Mann sowieso einen Dreck auf die Möchtegern Starlet Tussis, denen das schwuchtelige Äußere so wichtig ist und zudem ist er eh meist mit einer ständig lamentierenden Frau, mehr oder weniger, glücklich verheiratet . Soweit meine Vorstellung.
Etwas, das mich ebenfalls an dem Trend der Metrosexualität beängstigt, ist, dass es vorwiegend humorlos zu geht. Wenigstens wirkt das nicht so scheinheilig. Welcher gutaussehende Typ hat schon Humor und wofür braucht er den, wenn er gut aussieht? Richtig...
Achtet mal drauf, die Besten haben immer körperliche Defizite. Dazu noch ein T-Shirt, Jeans, Sneaker, ein kräftiger Händedruck und fertig ist der Mann. Zeitlos gut, wie sein einziger Anzug im Schrank.
Gestern war Weltmännertag. Mir ist gleich aufgefallen, etwas ist anders. Nein, im ernst, wie es bereits im Welt-Artikel von Hajo Schumacher hinterfragt wurde: wie schlimm steht es um den Mann, wenn dieser seinen eigenen Gedenktag braucht? Antwort: Sehr schlimm. Der Mann folgt dem allgemeinen Trend und schafft sich ab. Solange der FC Schalke 04 noch Fans hat, mache ich mir nicht die größten Sorgen, dennoch ist es auffällig mit was für weichgespülten Persönlichkeiten wir es in unserer Gesellschaft zutun haben. Zudem besteht für mich natürlich ein ganz besonderes Interesse an dem Thema. Wer will mich abschaffen?
Mann muss nicht unbedingt sofort so angestrengt heterosexuell rüberkommen wie Mitglieder der Hells Angels oder schottische Hooligans, denen fehlt ja vollkommen die Eleganz und ihnen geht oft das gewisse Flair abhanden, wie ihn die damaligen Leinwandidole hatten. Aber John Wayne, James Dean, James T. Kirk, Humphrey Bogart, Sean Connery oder mein persönliches Vorbild in Sachen Männlichkeit: Michael Caine, das waren noch Typen mit Charakter, die einfach nur da standen und ihr Ding machten. Was dabei rumkam, waren immer die hübschesten Frauen. Nach solchen Leuten konnte man sich richten.
Ich denke, es sind gar nicht mal die fehlenden männlichen Vorbilder. Die Männer haben sich nur zu sehr den Vorstellungen der Frau angepasst, anstatt ihr eigenes Ding zu machen. Selber Schuld, quasi. Als Beispiel: Seitdem sich Wayne Rooney die Brust rasiert, trifft er nicht mehr. Früher konntest du als Mann immer noch etwas darstellen, obwohl du scheiße aussahst. Heute solltest du besser Tanzen lernen oder zumindest nachdenklich gucken können. Oder du driftest gleich in die Hooligan Ecke ab.
Wenn man Single Frauen zuhört, am Nachbartisch sitzend oder beim Telefonieren, heißt es grundsätzlich: gepflegt muss er sein. Das Bild eines ungepflegten Mannes entspricht für mich die Sorte Ehemann, die auf RTL oder sonst wo am Nachmittag seine Meinung zur Rolle der Frau kundtun darf.
Aber jeder, der sich regelmäßig rasiert und täglich duscht mit allem Pipapo, ist doch schon im wahrsten Sinne des Wortes in trockenen Tüchern. Was ist denn sonst mit gepflegt gemeint? Gezupfte Augenbrauen? Geschminktes Gesicht? Lackierte Fingernägel? Gegeltes Haar? Hintrapierte Bärte? Kann es womöglich sein, dass mit "gepflegt" einfach ein Waschbrettbauch gemeint ist? Der Anspruch auf einen Waschbrettbauch die Frau nur viel unglaubwürdiger da stehen lässt, als der Anspruch auf ein gepflegtes Äußeres?
In meiner Vorstellung gibt der ungepflegte Mann sowieso einen Dreck auf die Möchtegern Starlet Tussis, denen das schwuchtelige Äußere so wichtig ist und zudem ist er eh meist mit einer ständig lamentierenden Frau, mehr oder weniger, glücklich verheiratet . Soweit meine Vorstellung.
Etwas, das mich ebenfalls an dem Trend der Metrosexualität beängstigt, ist, dass es vorwiegend humorlos zu geht. Wenigstens wirkt das nicht so scheinheilig. Welcher gutaussehende Typ hat schon Humor und wofür braucht er den, wenn er gut aussieht? Richtig...
Achtet mal drauf, die Besten haben immer körperliche Defizite. Dazu noch ein T-Shirt, Jeans, Sneaker, ein kräftiger Händedruck und fertig ist der Mann. Zeitlos gut, wie sein einziger Anzug im Schrank.
Freitag, 22. Oktober 2010
Pete Philly
Ich habe das hier noch nirgends erwähnt gesehen, also...
Pete Philly macht es wie Kanye West oder RZA und haut jede Woche einen Free Track zum downloaden raus. Das Soloalbum kommt dann entsprechend nach 14 Wochen - 14 Tracks. Vorfreude! drei Wochen sind bereits rum, die Songs sind aber nachladbar, oder wie das heißt. Sehr cool gemachte Seite übrigens, warum sieht meine nicht so aus?
www.petephilly.com
Ob der was kann?
Pete Philly macht es wie Kanye West oder RZA und haut jede Woche einen Free Track zum downloaden raus. Das Soloalbum kommt dann entsprechend nach 14 Wochen - 14 Tracks. Vorfreude! drei Wochen sind bereits rum, die Songs sind aber nachladbar, oder wie das heißt. Sehr cool gemachte Seite übrigens, warum sieht meine nicht so aus?
www.petephilly.com
Ob der was kann?
Donnerstag, 21. Oktober 2010
Wie viel kann ein Mensch ertragen?
„Das Geld ist gut, nur der Mensch ist schlecht“ Ferris MC
Der Service bei Amazon ist schon ein recht guter. Keine Frage. Auch dass man bei DHL den Werdegang des Paketes so einfach nachvollziehen kann, ist sehr praktisch. Gerade dann, wenn es nicht beim Empfänger ankommt. Laut diesem Paketverfolgungsservices ist mein Paket am 06. Oktober abgeschickt worden. Am 11. Oktober wurde bei mir an der Tür geklingelt. Weil ich nicht zu Hause war, wurde es in die 100 Meter entfernte Paketstation gebracht, dort verbrachte es dann zwei Stunden, bis es in die nächstgelegene DHL Niederlassung endgelagert wurde. Das alles hätte ich noch am selben Tag in Erfahrung bringen können, hätte ich von dem Internetservice gewusst oder wenigstens eine Benachrichtigungskarte in meinem Briefkasten gefunden.
Gestern, also am 20. Oktober, war ich in der DHL Filiale und wollte mein Paket abholen. Leider meinte die Frau am Schalter, dass Pakete, die innerhalb einer Woche nicht abgeholt, wieder zurück an den Absender verschickt werden. Ich wollte sie bitten trotzdem mal nachzusehen, aber sie redete ununterbrochen, so dass ich die Bitte nicht anbringen konnte. Da sei gar nichts zu machen, meinte sie. Wenigstens gab sie mir den Tipp unter der Versandnummer im Internet nachzuschauen. Nachdem ich um 18 Uhr zu Hause war, schaute ich natürlich sofort nach. Das Paket liegt noch in der mittlerweile geschlossenen Filiale… wieso unterbreche ich die schlecht informierte Kuh nicht einfach? Die Türen, die mein gutes Aussehen eintritt, knallt mein gutes Benehmen gleich wieder zu.
Heute schreibe ich an den Verkäufer bei Amazon, der auch prompt antwortet:
Sehr geehrter Herr Heise,
habe gerade mit DHL in Bremen telefoniert.
Das Paket ist heute Morgen in den Laster gepackt worden und ist schon
auf dem Weg zurück zu uns, nachdem die Abholfrist abgelaufen war.
Ich denke mal, dass das Paket dann morgen bei uns ist.
Wir werden es dann gleich noch mal verschicken.
Mit freundlichen Grüßen
(Rechtschreibfehler des italienischen Absenders wurden korrigiert)
Das ist doch mal nett. Ich wollte auch schon bei DHL in Bremen anrufen, fand aber nur 0180 „Service“-Nummern, die mich 49 Cent die Minute gekostet hätten. Was das ganze noch netter macht.
Nur, wer zahlt jetzt das fällige Porto? Mir bangte, ich sei der Dumme. Aber dem wortlaut der Mail zufolge, scheint das nicht auf mich abzufallen. So oder so, ich wittere Betrug. Falls Briefträger so drauf sind wie Charles Bukowski zu seiner aktiven Zeit als Postangestellter, dann hat das sicherlich Konzept. Wenn ich DHL wäre, würde ich veranlassen nie einen Zettel im Briefkasten zu hinterlassen und darauf spekulieren nach einer Woche das Paket zurückschicken zu können, damit der Absender gezwungen ist, erneut Porto zu zahlen. Der Mensch ist von Grund auf Böse. Vielleicht habe ich die Benachrichtigung einfach nur mit der Zeitung zusammen direkt in den Papiermüll gefeuert. Kann auch sein.
Dass das Paket an keinem meiner Nachbarn weitergereicht wurde, sollte mir im Nachhinein ganz recht sein. Der Absender hört auf den etwas verruchten und erklärungsbedürftigen Namen „Freudenhaus“. Dabei hat der bestellte Artikel nicht im Geringsten etwas mit einem umstrittenen Etablissement zu tun. Es sei denn, da hängen Plattencover an den Wänden.
Der Service bei Amazon ist schon ein recht guter. Keine Frage. Auch dass man bei DHL den Werdegang des Paketes so einfach nachvollziehen kann, ist sehr praktisch. Gerade dann, wenn es nicht beim Empfänger ankommt. Laut diesem Paketverfolgungsservices ist mein Paket am 06. Oktober abgeschickt worden. Am 11. Oktober wurde bei mir an der Tür geklingelt. Weil ich nicht zu Hause war, wurde es in die 100 Meter entfernte Paketstation gebracht, dort verbrachte es dann zwei Stunden, bis es in die nächstgelegene DHL Niederlassung endgelagert wurde. Das alles hätte ich noch am selben Tag in Erfahrung bringen können, hätte ich von dem Internetservice gewusst oder wenigstens eine Benachrichtigungskarte in meinem Briefkasten gefunden.
Gestern, also am 20. Oktober, war ich in der DHL Filiale und wollte mein Paket abholen. Leider meinte die Frau am Schalter, dass Pakete, die innerhalb einer Woche nicht abgeholt, wieder zurück an den Absender verschickt werden. Ich wollte sie bitten trotzdem mal nachzusehen, aber sie redete ununterbrochen, so dass ich die Bitte nicht anbringen konnte. Da sei gar nichts zu machen, meinte sie. Wenigstens gab sie mir den Tipp unter der Versandnummer im Internet nachzuschauen. Nachdem ich um 18 Uhr zu Hause war, schaute ich natürlich sofort nach. Das Paket liegt noch in der mittlerweile geschlossenen Filiale… wieso unterbreche ich die schlecht informierte Kuh nicht einfach? Die Türen, die mein gutes Aussehen eintritt, knallt mein gutes Benehmen gleich wieder zu.
Heute schreibe ich an den Verkäufer bei Amazon, der auch prompt antwortet:
Sehr geehrter Herr Heise,
habe gerade mit DHL in Bremen telefoniert.
Das Paket ist heute Morgen in den Laster gepackt worden und ist schon
auf dem Weg zurück zu uns, nachdem die Abholfrist abgelaufen war.
Ich denke mal, dass das Paket dann morgen bei uns ist.
Wir werden es dann gleich noch mal verschicken.
Mit freundlichen Grüßen
(Rechtschreibfehler des italienischen Absenders wurden korrigiert)
Das ist doch mal nett. Ich wollte auch schon bei DHL in Bremen anrufen, fand aber nur 0180 „Service“-Nummern, die mich 49 Cent die Minute gekostet hätten. Was das ganze noch netter macht.
Nur, wer zahlt jetzt das fällige Porto? Mir bangte, ich sei der Dumme. Aber dem wortlaut der Mail zufolge, scheint das nicht auf mich abzufallen. So oder so, ich wittere Betrug. Falls Briefträger so drauf sind wie Charles Bukowski zu seiner aktiven Zeit als Postangestellter, dann hat das sicherlich Konzept. Wenn ich DHL wäre, würde ich veranlassen nie einen Zettel im Briefkasten zu hinterlassen und darauf spekulieren nach einer Woche das Paket zurückschicken zu können, damit der Absender gezwungen ist, erneut Porto zu zahlen. Der Mensch ist von Grund auf Böse. Vielleicht habe ich die Benachrichtigung einfach nur mit der Zeitung zusammen direkt in den Papiermüll gefeuert. Kann auch sein.
Dass das Paket an keinem meiner Nachbarn weitergereicht wurde, sollte mir im Nachhinein ganz recht sein. Der Absender hört auf den etwas verruchten und erklärungsbedürftigen Namen „Freudenhaus“. Dabei hat der bestellte Artikel nicht im Geringsten etwas mit einem umstrittenen Etablissement zu tun. Es sei denn, da hängen Plattencover an den Wänden.
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