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Donnerstag, 2. Februar 2017

Geht ein Einarmiger in den Second-Hand Shop

"Doch wer A sagt, muss auch B zahlen
Wir warten alle auf dein' Einsatz
Drei, Zwo, Eins, Tschüß, nix geht mehr
Für krumme Spiele ist hier kein Platz"
Dendemann

Ganz aktuelles Thema: Das Internet!

Letztens sah ich im Fernsehen eine Reportage über den Onlinehandel und dessen Tücken. Dort hieß es, die Händlerseiten erkennen mit welchem Gerät du online gehst und passen die Preise entsprechend an. Soll heißen, gehst du mit dem iPhone 7 auf Amazon, gehen die Preise mit.
In der Reportage wurden übrigens als günstigste Variante das Internetcafé und als teuerste Variante sämtliche Apple Produkte genannt.

Man möchte ja immer derjenige mit dem Durchblick sein und nicht hinter die Fichte geführt werden. Das Gelernte konnte ich kurz darauf anwenden. Zufällig zwar, oder sagen wir: instinktiv alles richtig gemacht.

Ich hatte von einer Bestellung aus dem Netz einen 10€ Gutschein für einen Onlinehändler, der gebrauchte Medien verkauft und ankauft, mitgeliefert bekommen. Der Gutschein war an einen Mindestbestellwert von 50€ gebunden. Für 50€ bekommt man richtig viel an gebrauchten Büchern, CDs, Konsolenspiele oder DVDs. Eine Wunschliste halte ich bei dem Händler eh immer auf dem Laufenden. Nicht dass ich etwas vergesse, das ich sonst in meinem Regal vermissen würde.

Zu Hause am Laptop stellte ich mir ein Paket zusammen. Bücher, Filme, CDs, Hörbücher… zwei Stunden später kam ich genau auf die 50€ Mindestbestellwert. Punktlandung, gut gelaunt speicherte ich die Liste und klappte den Laptop zu. Direkt bestellen konnte ich leider nicht. Der Gutschein mit dem Gutscheincode lag bei mir am Arbeitsplatz. In der gesetzlich vorgeschriebenen Arbeitspause öffnete ich die Händlerseite, rief die Wunschliste auf und was musste ich feststellen? Gesamtkosten von 48,50€! Die ganze nächtliche Arbeit war zwar für`n Arsch, aber so ging noch ein Buch mehr in den Warenkorb.
Drei Prozent günstiger als vom heimischen Laptop. Was sagt das über den PC am Arbeitsplatz oder dem sozialen Umfeld aus?

Aber es wird noch merkwürdiger! Beim Zusammenstellen meiner Bestellung gab ich altbewährte Autoren und Musiker in die Suchfunktion ein und war bei so manchen Angeboten aufgrund des hohen Wiederverkaufswertes erschrocken. Zum Beispiel wurde dort eine Maxi CD einer deutschen HipHop Band, die gerade mit ihrem neuen Album durch die Charts tingelt, angeboten. Die Single war damals limitiert und ist sicherlich selten, insofern man mehrere zehntausend Exemplare als selten bezeichnen möchte. Ob selten oder nicht, was rechtfertigt einen Preis von 3500€ für digitale Medien? Zumal ich die Single in einem guten Zustand bei mir im Regal stehen habe! Das gleiche Phänomen wiederholte sich bei den Büchern. Drittauflagen kosteten 300€.

Ein Grund mehr da mal anzurufen. Mein Vorschlag war, die geben mir für meine limitierte Maxi CD 2000€ und machen somit eine Marge von über 1500€. Für das Geld müssten die normalerweise eintausend Bücher weiterverkaufen. Ein sogenannter Quick Win. Eine Quick Win Win Situation. Gedanklich hatte ich das Geld bereits ausgegeben eingeplant. Der junge Mann am Telefon sagte mir, der Einkaufspreis der CD liege aktuell bei 59 Cent. Frustriert fragte ich ihn, ob ihm bewusst sei, dass Niemand für eine deutschsprachige CD über 3500€ zahlen würde. Vielleicht in Dubai, meinte er. Deutsche leben überall. Mit anderen Worten, es besteht überhaupt gar keine Nachfrage, wo kommt also der Preis her?

Mir wurde erklärt, ein Algorithmus sucht das Internet nach weiteren Pressungen dieser CD ab. Falls bei Amazon, eBay, Shpock, rebuy oder oder oder die CD ebenfalls zum Verkauf steht, fließt die Anzahl und der angebotene Preis in den Algorithmus ein. Die besagte Maxi CD gab es offensichtlich nirgends sonst zu kaufen. Meine Recherchen bestätigten die Aussage. Obwohl auf Vinyl mit Bonus Tracks und weiteren Instrumentals wurde die Single für 17€ angeboten. Verstand oder ein Kontrollsystem steckt demnach nicht dahinter. Den Algorithmus für den Einkauf, der geschieht über eine App und den Scan des Barcodes, konnte er mir nicht nennen. Bei meinen Büchern, egal wie selten, kam jedes Mal der Hinweis: behalt deinen Scheiß! Die Angebote für CDs lagen im Cent-Bereich und Videospiele gehen für circa zwei bis drei Euro weg. Keine Konkurrenz zum Flohmarkt, dem echten, draußen.

Jetzt wo ich das weiß… Für gewisse DVD Boxen werden auf der gleichen Händlerseite ebenfalls horrende, aber leider marktübliche Preise angesetzt. Wenn ich nun bei eBay Kleinanzeigen eine Anzeige für genau diese DVD Box reinstelle und die Stückzahl auf 5 setze, was macht der Algorithmus daraus? Ein Bild des Covers der DVD Box nehme ich aus dem Netz, das Einstellen einer Anzeige kostet auch nichts. Den Interessenten kann ich einfach schreiben, dass die letzte DVD gerade verkauft wurde und ich die Anzeige zeitnah rausnehmen werde. Eigentlich müsste sich der Preis für das von mir angestrebte Produkt doch senken? 
Möchte das mal jemand ausprobieren und berichten?

Übrigens ist der Preis für die Maxi CD mittlerweile auf 50,79€ runtergerechnet.

Freitag, 10. Oktober 2014

Eintausend

"Mach' jetzt wegen dem Kleinkram keinen angepissten und such' einsam Deinen Namen in Dankeslisten" Dendemann

Dies ist der eintausendste Post oder Beitrag oder Text auf Dein Lieblingsmensch. Falls wer nachzählen möchte, veröffentlicht sind nur 628 Posts. Der Rest sind unveröffentlichte, mehrere Jahre alte Entwürfe oder Veröffentlichungen, die aufgrund ihres Verfallsdatums aus dem Blog genommen wurden oder es handelt sich um die Texte, die in der Zeit veröffentlicht wurden, als der Blog für die „Massen“ unzugänglich war. Die älteren Entwürfe sichte ich momentan auf ihre Tauglichkeit und werde sie in naher Zukunft entsprechend veröffentlichen. Es sind immerhin an der Zahl sportliche 372 Stück. 189 der veröffentlichten Beiträge stammen von den fleißigen Autoren der Gemeinsamen Gegenwart und sind selbstverständlich Teil der Statistik. Trotz und gerade wegen Gesetz Nummer 7.

Jene Statistik verzeichnet seit Juni 2006 Einschläge, obwohl mein erster Blogeintrag aus dem Jahr 2007 stammt. Merkwürdig. Die meisten Zugriffe hatte ich im Mai 2008, weshalb kann ich mir ebenfalls nicht erklären. Es ist mir auch nicht so wichtig. Es wurden 305 qualifizierte Kommentare abgegeben. Die meisten von mir und von einem gewissen Anonym, falls das überhaupt sein richtiger Name ist! Das interessanteste an der Statistik sind jedoch die Suchanfragen bei Google, die letztendlich auf diesen Blog verlinkten.

Die Top Ten der Begriffe, die ahnungslose Suchende auf Dein Lieblingsmensch führten. Aller Zeiten:

Platz 10: dicke hupen
Ergibt irgendwie keinen Sinn. Ich bin zwar dick, aber weigere mich nach wie vor im Auto die Hupe zu betätigen. Ich bremse lieber anstatt zu hupen. Das hat sich bewährt. Einzige Ausnahme ist das „Ich stehe vor der Tür“ Hupen. Achtmal bedeutet: ich bin da. Fünfzehnmal hupen bedeutet: ich fahre jetzt ohne dich los.

Platz 9: noch nicht einmal mehr
Klingt schön widersprüchlich. Den Satz kann man so, aus dem Kontext gerissen, stehen lassen. Vorausgesetzt es gab jemals einen Kontext zu den Worten.

Platz 8: dein lieblingsmensch
Das Suchergebnis hat bestimmt viel Enttäuschung ausgelöst.

Platz 7: deinlieblingsmensch.blogspot.com
www.deinlieblingsmensch.de reicht als Adresse völlig aus. Ansonsten kann man den Blog auch abonnieren. Irgendwie, kenne mich da nicht aus.

Platz 6: colt sievers
Lee Majors ist eine coole Sau, es macht ihm hoffentlich nichts aus, wenn er mit mir in Verbindung gebracht wird. Also mir macht es jedenfalls nichts aus. Trotz der Geschichte damals…  The unknown Blogger.

Platz 5: frauen am strand
Passt zu meinem Lebensstil und würde mich freuen, wenn die User gefunden haben, wonach sie suchten.

Platz 4: ficken am strand
Womöglich haben die User doch nicht gefunden, wonach sie suchten.

Platz 3: rosario dawson
Tolle Frau. Falls ich mal mit der gesehen werde, sagen wir am Strand, explodieren die Besucherzahlen auf dem Blog.

Platz 2: eis am stiel
Frauen am Strand, Eis am Stiel, Dein Lieblingsmensch… ich erkenne da einen roten Faden.

Platz 1: pagenschnitt
Wie unspektakulär.

Die Suchergebnisse verlinken offensichtlich alle zu der einen bestimmten Geschichte, die ich vor Jahren mal erlebte und direkt im Blog veröffentlichte. Nämlich als mir Rosario Dawson zum ersten Mal ins Auge fiel, mit ihrem Pagenschnitt und den dicken Hupen. Das war am Strand, zu den Dreharbeiten von Eis am Stiel. Weiß ich noch. Ich habe es mit meiner zweitbesten Anmache versucht. „Ich habe da einen Blog, DeinLieblingsmensch.blogspot.com“ usw. Die beste Anmache geht so: „Entschuldigung, riecht dieser Lappen nach Chloroform?“ Funktioniert immer, ist aber wirklich nur bei absoluten Härtefällen anzuwenden. Nach der Dein Lieblingsmensch Nummer war das bei Rosario noch nicht einmal mehr nötig. Naja, die Geschichte endete damit, dass Colt Sievers sie mir ausgespannt hat. Seitdem reden wir kaum noch miteinander. 

Und jetzt stellt euch mal vor, tausend weitere solcher Geschichten... Endlich geht es bergab, liebes Internet.

Mittwoch, 23. Oktober 2013

In geheimer Mission

"Wenn der Terminator ein Russe wäre, hätte er keine Chance gegen Ninja in geheimer Mission" Lukas

Der Lukas ist Hobby-Filmer oder besser Amateur-Filmer, genauso wie ich Amateur-Fussballer bin. Beruflich schneidet er Trailer für Trash Bindestrich Filme zusammen. Aus einer Trotzreaktion heraus produzierte er für den Film Ninja in Geheimer Mission einen Trailer, der dem Film im ursprünglichen Sinne gerecht wird. Trash eben. Auf seiner Internetseite erklärt er sehr lesenswert sein Vorgehen. Hier zum Verständnis. Den Film Ninja in geheimer Mission gibt es übrigens wirklich.
Als Fan von gut gemachten Trailern muss ich die hier verbreiten und wie üblich bin ich, was die Aktualität angeht, spät dran. Da ist jemand mit dem Herzen bei der Sache!

Wie so oft ist der Trailer auch in diesem Fall besser als der Film. Man kennt das ja, ich denke da zum Beispiel an Transformers oder Man of Steel, wenn der Trailer zuviel verspricht oder gewaltig ablenkt vom Endprodukt. In der Kantine von Paramount Studios sprechen die Mitarbeiter dann von einem Trailerfake. Dreamsworks widerrum bringt gerne die besten Gags bereits im Trailer unter, sodass man den Film gar nicht mehr zu schauen braucht. Schauen braucht man Ninja in geheimer Mission ebenfalls nicht, auch wenn die Trailer etwas anderes behaupten. Es geht um Trailer!


Ninja in geheimer Mission 2 - Russian Terminator




Montag, 12. November 2012

Vorankündig Gemeinsame Gegenwart 2012



Zehn Menschen, zehn Stile, zehn Lebensmodelle, ein Vergleich, eine Ansage, eine gemeinsame Gegenwart. 

Am 19. November geht es weiter. Alte und neue Bekannte haben eine Woche lang ihr Leben aufgeschrieben. 

Die Autoren

Samstag, 6. Oktober 2012

Extrablatt

„Zwar hab' ich absolut rein gar nichts gegen Schlagzeilen,
zum einen klappt's so gut und man kann nicht jeden Tag stylen.
Doch 'ne gute Geschichte in Form eines Artikels

braucht 'n bisschen Platz, wenn Du gerne Meinung vermittelst." Dendemann


Besuch ist vor allem deshalb so klasse, weil man gezwungen ist aufzuräumen. Für mich selbst muss ich das nicht zwingend erledigen, ich bin da unkompliziert. Der Anspruch der Gäste ist mein Ansporn. Wenn die mal wegbleiben, muss ich wohl den gesamten Frühling durchputzen. Zwischen den Besuchszeiten sieht es in meiner Wohnung nämlich so aus, als ob dort jemand wohnen würde!

Ein guter Grund in meinem Blog mal aufzuräumen, ist dieser Artikel aus dem Jugendteil der Syker Kreiszeitung, der/die/das Chili. In den letzten fünf Jahren wurden im Blog schon einige Partys gefeiert, aber das ist noch mal was anderes. Sind alle Kommas an der richtigen Stelle? Ist das Archiv entrümpelt? Sind die Bilder abgestaubt? Wurde auch kein Copyright verletzt? Und ergibt das was ich da geschrieben habe überhaupt einen Sinn? Zu spät, es klingelt bereits an der Domain.

Hauptsache ist, die Getränke gehen nicht aus und die Musik gibt was her.


Samstag, 16. Juni 2012

Picture my Day #10

15.06.2012 .Wieder ein Tag in Bildern. Die Teilnehmerliste könnt ihr hier abrufen.



























Hier sind die Links zu PmD

Mittwoch, 23. Mai 2012

Der Profimensch

„Und ich würde das gerne schön finden
und ich wäre so gern ein Ästhet
Doch ich sehe das alles ganz anders,
als die Freunde der Realität“ Funny van Dannen

Zum Profifußballer langt es bei mir wohl leider nicht. Mehr. Vermutlich bin ich zu teuer und gleichzeitig schlecht vermarktbar. Aber mir bleibt ja noch die Möglichkeit ein Profimensch zu werden. Profi- nicht Gutmensch. Bisher trieb ich mich mit den ganzen Amateurmenschen herum und hatte gewaltigen Spaß dabei, nur war die Entlohnung beschissen. Nun also Profimensch. Was braucht es dazu? Außer einem Elfenbeinturm, nicht viel!

Im Internet fand ich folgende Anleitung:

In der Hierarchie Mensch werden die Talente nach unten hin großzügiger verteilt, weil der Amateur auf sein Talent angewiesen ist. Der bei Amateuren beliebte Satz, man muss alles können, erweckt in einem Vollprofi nichts als Mitleid, Ekel und Verachtung. Der Satz impliziert, dass derjenige sich im Leben mühsam durchschlagen muss. Mit der Belastbarkeit ist es dasselbe. Hat der keine Freunde? Weiß der nicht was er bei Google eingeben muss? Oder am traurigsten, weiß der nicht was gut ist? Denn der große Vorteil, den das Profidasein mit sich bringt, ist der Luxus der absoluten Unabhängigkeit von jeglichem Talent und Engagement.

Vorweg. Es bringt dir gar nichts ein Profileben zu führen, wenn du dich nicht ständig nach unten hin vergleichst. Denk nicht an dich, denk daran, wie dich die anderen wahrnehmen. Es geht nicht darum alles richtig zu machen, sondern das zu lassen, was die Amateure falsch machen. Halte dich einfach an die etablierten, gesellschaftlichen Konventionen. So kommst du nicht in Verlegenheit dich erklären zu müssen. Deine Überzeugungen stehen quasi bereits ausformuliert auf Zigarettenschachteln. Die offenkundigsten Prinzipien lauten: trinke keinen Alkohol, der macht dumm. Kein Fernsehen. Fernsehen macht dumme Menschen dümmer, dein Einsatz ist vielleicht gering, aber das damit verbundene Risiko steht in keinem Verhältnis. Dann lieber einen Rosé zum Essen. Und natürlich nicht Rauchen.
Die Maxime ist ganz einfach, die Meinungen eines Profis muss man irgendwo nachlesen können. So muss er nie selber Eindrücke gewinnen. Wie soll das auch gehen? Wie gewinnt man denn Eindrücke? Das Verhalten, das Aussehen, Meinungen, im Grunde ist alles vordeklariert.

Um das alles besser nachvollziehen zu können, ein kurzes Beispiel aus dem Bereich der Ernährung. Bio und Frisch ist besser als der ganze andere Dosenscheiß aus Tüten oder ausgebeuteten Entwicklungsländern. Tiefkühlfächer, Instand Produkte, Vorgemahlene Gewürze, Discounter, Homogenisiertes, Ketchup, das ist alles was für Amateure. Solche fundierten Profi/Amateur, Gut/Böse Vergleiche sind allgegenwärtig und möchten erkannt und diskutiert werden. Hast du das verinnerlicht, kannst du ruhigen Gewissens außer Haus essen. Bevorzugt teuer.
Das ist nämlich die disziplinarische Grundeinstellung auf dem Weg zum Profi. Es geht nicht darum, ob du es verstehst, hast oder kannst, sondern wie es aussehen würde, verstündest, hättest oder könntest du es. Nur darauf kommt es an. Engagement ist nicht gefragt.

Gleichwohl gehört Produktivität zum markantesten Merkmal eines jeden Profimenschen. Auch hier gilt, nicht machen, sondern, was würde ich machen, könnte ich es. Und planen kann man schließlich alles. Das beginnt bereits damit, dass ein Profimensch sich nicht mit einem unproduktiven „Tschüss“ verabschiedet, sondern mit einem viel effektiveren „Bis bald“. Gestandene Profis benutzen sogar ein nonchalantes „Bis morgen“. Damit wirklich zu überzeugen, wäre für den Anfang aber zu viel verlangt.

Denn die anspruchvollste Herausforderung kommt erst noch. Das Abstumpfen. Es ist deshalb so anspruchsvoll, weil du gleichzeitig deine Ecken und Kanten abrunden musst. Klingt zwar widersprüchlich, davon darfst du dich aber nicht abschrecken lassen. Deine Bescheidenheit, Natürlichkeit, oder sonstige Gewohnheiten, die dich bisher ausmachten, aufzugeben und in den Habitus eines Profis hineinzuwachsen, ist eine gewaltige innere Hürde. Du musst den Anker deines Hedonismus einholen und dich vom Mainstream treiben lassen. Das schwierige daran ist, die letzten Jahrzehnte, und den damit verbundenen, missgebildeten Charakter, einfach mal so als eine Phase abzutun. Schwierig, schwierig, das benötigt viel Einsicht. Das Beste ist natürlich, es kommt erst gar nicht zu dieser inneren Zerrissenheit, indem du dir nie etwas zu Eigen gemacht hast.

Allzu vorbelastete Kandidaten scheitern an dieser Hürde. Aber solange es Menschen gibt, die es schaffen ihre Fantreue aufzugeben oder ihrem Hund immer ähnlicher zu sehen, besteht weiterhin Hoffnung. Übe am besten folgende Sätze vor dem Spiegel ein, hundertzwanzig Wiederholungen, dreimal in der Woche, dreißig Monate lang, bis du sie im Schlaf beherrscht: Geld kann man gar nicht genug haben. Enden ist besser als wenden. Umso größer die Bäume, desto kleiner die Menschen. Ich habe Kleider so gern. 24 Stunden sind nicht genug. Die 70er sind das goldene Zeitalter. Wo die Reinlichkeit am größten, ist Fords Hilfe dir am nächsten. Was für die Frau das Make up, ist für den Mann der Anzug. Vinyl ist schwarzes Gold. Je mehr Nähte, desto mehr Nöte. Meine Pläne stehen.

Nachdem das sitzt, ist der Rest nur noch ein etwas intensiverer Einkaufsbummel. Du kaufst oder leihst dir die Hingabe, Leidenschaft und Interessen anderer, bzw. deren Endprodukte. Alles was irgendwann mal Menschen an Energie, ob durch ihre Kreativität, Teilnahme oder sonstige Beiträge, aufgebracht haben, um ihre Subkultur oder Kunst ins allgemeine Interesse zurücken, kannst du dir heute auf einfachsten Wege einverleiben. So musst du dich nie wirklich einbringen oder einen Bezug zu den Dingen herstellen und bleibst schön stromlinienförmig.

Trage, was du gerne wärst. Höre, was die Jahrzehnte überdauert hat. Lese, was Kult ist. Schaue, was du nicht verstehst. Wähle denjenigen, der gewinnen wird und vor allem, mache dir keine Gedanken, alles steht irgendwo für dich bereit.



von Fiva MC gibt es eine sehr weibliche Sicht auf das Thema

Montag, 26. März 2012

Schon gehört?

"Auch der Begriff Piratenpartei ist geistiges Eigentum." Sven Regener

Das Zitat passt nur am Rande zur folgenden Verbraucherinformation, gut ist es trotzdem.
Seitdem ich das iPhone abbezahle und mir somit iTunes aufgedrängt wurde, habe ich aufgrund der schlechten Bedienbarkeit, intuitiv ist das Programm nun wirklich nicht, die Möglichkeiten von iTunes nie ausgeschöpft. Erst vor ein paar Monaten bin ich darauf gekommen in das riesige Podcast Angebot reinzuhören. Jegliche Podcasts, egal ob professionell oder privat dahergestottert, sind kostenlos und können entweder direkt bei iTunes gehört oder auf das iPhone heruntergeladen werden. Legal. Die Bandbreite ist sehr groß und ich habe noch lange nicht alles angeklickt, dennoch komme ich nachts kaum noch zum lesen, weil ich mich lieber vom Kopfkissen aus mittels Nerdwissen oder von psychologischen eins gegen eins Gesprächen in den Schlaf lullen lasse. Dem Freund von Marina Weisband muss es genauso gehen.

Auf meiner Liste der favorisierten Podcasts liegt der Plauschangriff von Game One ganz vorne. Die Redaktion der MTV Show setzt sich in einem Stuhlkreis um Gregor, der jeden Podcast leitet, und redet über Videospiele oder über Themen quer durch die Filmwelt, mal aktuell, mal retrospektiv. Authentischer als die Nerds Jungs geht es nicht mehr. Dennoch driftet die Unterhaltung nie ins Nerdtum ab. Viel Angeberwissen und ernstzunehmende Empfehlungen fallen ganz beiläufig, so weiß ich jetzt zum Beispiel dass Mario von den Mario Brothers am selben Tag wie ich Geburtstag hat. Dass er eine erfundene Figur ist, wusste ich schon vorher. Falls wer Zweifel daran hatte. Oft kommt es dazu, dass einer der Diskussionsteilnehmer im laufe des meist zweistündigen Austausches stellvertretend für mich einen Gedanken ausspricht. Deshalb gibt man ihnen auch so gerne Recht. Dazu kommt, dass die Rhetorik stimmt. Vor, sagen wir, Stefan Raabs oder Boris Beckers rhetorischen Fähigkeiten muss sich keiner verstecken. Apropos, ganz großes Tennis war der Podcast zum Staffelfinale von LOST. Wie wahr, wie wahr.

Weiter kann ich das philosophische Radio von WDR 5 empfehlen. Es kommt natürlich auf das Thema und die Gäste an, aber in jedem Fall ist die Moderation klasse. Sowieso bieten sich Radiosendungen als bequemer Podcast Download an.

Ebenfalls vom WDR gibt es z.B. die Fernsehsendungen Dittsche, Zimmer frei und Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs als "Hörsendung" für das Handy. Zimmer frei ist gar mit Bild, was auch mehr Sinn ergibt. Der Dialog zwischen Dittsche und Ingo funktioniert ohne Bild hingegen prima.

Im Grunde gibt es von fast jedem Format eine Podcast Version. Hörbücher von Heinz Strunk, Sven Regener und sonstigen Popliteraten werden angelesen und wer drauf steht, findet Olaf Schubert, Klass und Joko oder Domian mit ihren Sendungen unter den Podcasts bei iTunes. Noch ist die Qualität recht hoch, bin gespannt wann sich das ändert. Aber bis dahin gibt es keine bessere Einschlafhilfe oder wie der Fernfahrer sagen würde: Ablenkung für neben der Arbeit.

Eine Perle kann ich hier direkt mal verlinken. Sven Regener echauffiert sich über den Umgang mit der Plattenindustrie --> Hier
Ist nicht das Podcast Format, ich weiß nicht wie man die verlinkt, falls es überhaupt geht.

Dienstag, 21. Februar 2012

Remix Aktion

"Hey Leute, wo wollt ihr hin, mit dem Mikro in der Hand? Ich frage, hey Du, wo willst du hin mit dem Mikro in der Hand?" Eißfeldt

Vor Jahren hatte ich mal die Idee von meinen Texten Remixe schreiben zu lassen. Neu eingetippt von den ganz großen der Szene oder eben jedem, der Lust dazu hat. Die Idee soll nicht länger brach liegen. Das bedeutet ein Text aus dem Archiv wird von euch aufgegriffen und darf komplett neu interpretiert werden oder der Blickwinkel ändert sich oder was auch immer ihr mit dem Text anstellen wollt. Dabei soll sich nicht an meinem Wortlaut gehalten werden, sondern ein eigenständiger Text entstehen. Ich denke, das Prinzip wurde verstanden. Ihr dürft dem Remix selbstverständlich auch einen ausgefallenen Namen geben. Also, falls ihr einen Lieblingstext habt und beim Lesen dachtet „ja, aber…“ dann schreibt mir eine Mail. Der Remix wird dann ganz oben auf der Seite veröffentlicht. Der viele Fame und meine Anerkennung müssen Lohn genug sein. Ich freue mich auf Zuspruch und euch wünsche ich viel Spaß.

Sonntag, 12. Februar 2012

AKIRA

Der Kenner weiß bescheid. Allein der Soundtrack von Geinoh Yamashirogumi ist es wert. Die englische Version des Anime klassikers Akira. Nur hier und auf Youtube. Di Caprio plant mit seiner Produktionsfirma eine Realverfilmung. Kann man nur hoffen, dass er es nicht versaut. South Park, Die Beginner, Die Simpsons, Kanye West uva. haben sich bereits bei Akira bedient. Vollkommen zu Recht.






Freitag, 10. Februar 2012

Fünf Fragen an...

Wenn man denkt es geht nichts mehr, kommt von irgendwo ein Stöckchen her. In diesem Fall heißt der Flankengeber Verena. Stöckchen sind so eine Art Poesiealbum, das unter Bloggern weitergereicht wird und wie damals in der Schule schreibe ich gerne etwas in das Album hinein, gebe es aber nicht zurück oder weiter. Weder kenne ich andere Blogger, geschweige denn gleich fünf Stück, noch kann ich mir vorstellen, dass andere gerne bei so einer Aktion mitmachen würden. Wie damals in der Schule halt. Also werde ich einfach diejenigen „taggen“, die beim letzten PmD bei mir kommentiert haben. Selbst Schuld.

Wie es geht:

1. Verlinke die Person, die dich getaggt hat.
2. Beantworte die Fragen, die dir gestellt wurden.
3. Tagge anschließend 5 weitere Leute.
4. Gib den Personen Bescheid, die getaggt wurden.
5. Stelle anschließend 5 Fragen an die, die getaggt wurden.


Hier Verenas fünf individuelle, drei supergute Fragen:

1. Soundtrack Deines Lebens? (5 Songs)
2. Du bist 1 Tag lang Programmdirektor von RTL. Dein Plan?
3. Du erhältst einen Brief der obersten Schulbehörde. Ihnen ist ein Fehler unterlaufen und Du musst die 10. Klasse wiederholen. Was würdest Du heute anders machen als damals?
4. Stell Dir vor, Du wärst ein Superheld. Welche Farbe hätte Dein Cape?
5. Hund, Katze, Maus. Aus welchem Buch liest Du Deinem Lieblingstier auf einer einsamen Insel vor, bevor Du es essen musst, weil es dort keine anderen Lebensmittel gibt? Für Vegetarier: Interpretiere das Verhalten der Romanfigur anhand der Beziehung zu seiner Mutter (ausführliche Begründung!).

1. Unmöglich präzise zu beantworten. Chronologisch betrachtet, haben mich jedenfalls diese fünf Songs nachhaltig beeindruckt und den weiteren musikalischen Werdegang gewiss beeinflusst.
- Michael Jackson – Smooth Criminal
- Prodigy – No good (Start the Dance)
- Absolute Beginner – Hammerhart
- Led Zeppelin – Kashmir
- Radiohead – High and Dry

2. Als großer Fan des Amiga Spiels Mad TV fällt mir die Frage recht leicht. Da ich aber nur einen Tag habe und im Archiv von RTL „Kultur Heute“ nicht vorhanden sein wird, muss ich wohl mit dem arbeiten was mir zur Verfügung steht. Was genau wäre das? Oliver Geissen sollte das Frühstückfernsehen moderieren, der sieht immer so unausgeschlafen, verwuschelt aus, damit kann sich der unmotivierte Arbeitnehmer identifizieren. Für den anspruchsvollen Arbeitslosen gibt es danach 90er Jahre Zeichentrick-Serien. Eine Live Dokumentation über die Autoren des vertrauten Trash TVs fände ich interessant. Einmal den Spinnern über die Schulter schauen. Wer sind diese Leute, wie ticken sie, woher nehmen sie ihre Inspiration, wie steht es mit dem Gewissen? Wer wird Millionär sollte auf jeden Fall in der toten Zeit zwischen 19-20 Uhr laufen. Die Lücken, die die ausgebooteten Krimi Serien, Casting Shows sowie Reality und Daily Soaps reißen, werden mit Gottschalk/Krüger Filmen und ALF gestopft. Für tatsächlichen Anspruch kommt jegliche Hilfe zu spät.

3. Ich würde meine Brillen gleich bei Fielmann kaufen… Falls ich die Zehnte wiederholen müsste, würde ich die Mädchen fragen, ob sie eine ältere Schwester haben und den Typen raten das mit den albernen Frisuren zu lassen, es wirkt immer dümmlich und inkompetent. Ansonsten wäre ich wohl eine Mischung aus Martin und Nelson. Ich würde gewaltig mit meinem überflüssigen Wissen angeben und den Schulhofschläger geben. Ob da jetzt großartig was anders ist, sei mal dahin gestellt.

4. Dafür muss ich mir nicht vorstellen ich sei ein Superheld. Mein Cape ist Schwarz wie die Nacht.

5. Ich würde dem Schwein aus „Herr der Fliegen“ vorlesen. Danach hätte es sicherlich Verständnis für meine Situation.

Kommentiert haben meinen letzten Picture my Day: Vorstadtprinzessin , Anna , Chriz , Moody und Darya
Somit gehen meine Fünf Fragen an euch. Viel Spaß.

Meine einfach gehaltenen fünf Fragen:

1. Wofür wäre es falsch, sich zu schämen?
2. In welcher Zeit sollte man geboren worden sein und warum?
3. Fünf Gründe weshalb man das Bett verlassen sollte?
4. Deine netteste Erinnerung an Alkohol?
5. Wieso sollte man von diesem ganzen „Blog-Ding“ überzeugt sein?

Mittwoch, 25. Januar 2012

Operation Cashflow

"Für wen soll das Autogramm sein? - Für eBay!" aus Futurama

Mein erster Versuch etwas bei eBay zu verkaufen, blieb bisher auch mein einziger. Ich glaube mich zu erinnern, dass die Frage, ob ich mich bei einem Flohmarktverkauf beteiligen wolle, der Grund war mich mit dem damals noch jungen Internetauktionshaus zu beschäftigen. Flohmarkt ist von gestern, erklärte ich. Das frühe Aufstehen, Preise erfinden für Sachen, dessen Wert man nicht einschätzen kann ohne dreist oder naiv zu wirken, und die Gefahr das Verdiente Geld direkt wieder für anderen Plunder auszugeben, ließen mich den Entschluss fassen die Sachen bei eBay zu verkaufen und durch das Internet endlich reich zu werden, so wie der Rest meiner Generation. Vom Prinzip her hat das Verkaufen klasse funktioniert. Die Artikel, hauptsächlich Klamotten denen ich entwachsen war, wurden in Fabians Zimmer auf die Hundedecke drapiert und mit einer klobigen Digitalkamera abfotografiert. Fabian besaß die perfekten Voraussetzungen um ein erfolgreiches Unternehmen zu starten. Einen Internetzugang, eine Digitalkamera, Erfahrungen mit eBay und sein Zimmer befand sich im Keller, was der Operation Cashflow eine verschwörerische Note gab. Er suchte aus der Postbroschüre die korrekten Versandkosten heraus und ich sammelte im Supermarkt die leeren Kartons ein. Beispielsweise eignen sich Käsekuchenschachteln ideal um Vinyl zu verschicken. Blieb nur zu hoffen, dass genug Leute die Verpackung ihres Käsekuchens direkt im Markt entsorgten. Inseriert wurde am Sonntagnachmittag. Der perfekte Zeitpunkt für die vielen „in letzter Sekunde" Bieter.

Alle Artikel gingen trotz respektabler Aufmachung und all der Mühen, wir lasen sogar die AGBs, weit unter Wert weg. Einen Haufen Geld versprach ich mir aus dem Verkauf meiner Klamotten. Von wegen verblödete Internet Community, Kaufsucht im Cyper Space, Schuldenfalle eBay, Ulrich Meyers Berichterstattungen hatten damals schon weniger Wahrheitsgehalt als der Wetterbericht. Eine weiße HIS Hose ersteigerte die Arbeitskollegin von einem Herrn aus meiner Nachbarschaft. Stellvertretend für Susi65 holte er die Hose noch am selben Abend des Zuschlages persönlich ab und drückte mir dabei gleich den fälligen Euro in die Hand. Welch Erniedrigung. Selbst er erkannte, dass dies nicht die Idee hinter eBay sein konnte. An eine weitere Hose hatte er leider kein Interesse.
Mittlerweile weiß jeder von einem ersteigerten eBay Schnäppchen zu berichten, als ob beim Bieten viel Geschick dazu gehöre. Nun, womöglich sitzt in diesem Augenblick irgendwo ein Internet Millionär und erzählt von seiner roten Ecko Jacke, die er damals bei eBay von irgend so einem Vollidioten für lausige zehn Euro ersteigert hat. Es schmerzt immer noch wenn ich daran denke.

Jahre später hat sich eBay trotz allem etabliert und macht einen recht professionellen Eindruck. Vieles kommt nur noch über den Sofort-Kauf unter den Hammer, Versandkosten werden pauschal mit fünf Euro veranschlagt und viele der Verkäufer bieten ihren Ramsch in heavy Rotation an. Nach all den Jahren möchte ich noch mal einen Versuch starten und gewisse Dinge bei eBay feilbieten. Zum einen eine komplette Comic Reihe, dessen einzelne Exemplare im Sofort-Kauf für circa sieben Euro keinen Abnehmer finden, zum anderen ein PS2 Spiel, das ich mir mal geliehen und nie zurückgegeben hatte und selbst bei einem Startpreis von zehn Euro Niemand drauf bietet und Platten, die ich doppelt besitze. Die Platten versprechen als einziges einen angemessenen Gewinn. Natürlich erkundige ich mich vorher welche Preisvorstellungen realistisch sind und gerade beim Vinyl musste ich doch sehr staunen. Zehn Jahre alte 12 Inch Singles aus dem Bereich Deutscher HipHop werden von Händlern für 40-50 Euro angeboten. Nostalgie scheint besser anzukommen als der Nerd Kram. Bisher weiß ich nicht, ob die auch für den Preis gekauft werden, falls ja, sehe ich in den guten alten Zeiten eine echte Einnahmequelle. Selbst Snippet Tapes gehen scheinbar für unangemessen viel Geld weg. Ich habe noch einen ganzen Schuhkarton voll mit gesammelten Tapes von diversen Jams. Auch ein Eimsbush Tape ist dabei, die werden aktuell für 50 Euro gehandelt.

Ich sehe gerade, der letzte Zugriff auf mein Profil war im Juni 2008. Da muss ich einiges aktualisieren bevor Projekt Cashflow2 an den Start gehen kann.

Sonntag, 22. Januar 2012

The way to the dark Side

"Du schläfst, ich lenk
Ich schlaf, du lenkst
Endlich lern ich zu verstehen was du gerade denkst
Und ich lern dich einfach so zu nehmen ohne Navigationssystem" Dennis Lisk

Hätte ich ein Auto, benötigte ich ein Navigationssystem. Wenn ich mal ein Auto zur Verfügung habe oder auf langen Fahrten als Fahrer eingewechselt werde, besteht die Gefahr am ursprünglichen Zielort niemals anzukommen. Es geht schon damit los, dass die ich nur raten kann in welcher Himmelsrichtung sich die ausgeschilderten Städte befinden. Das Wissen wäre hilfreich, um wenigstens grob die richtige Richtung bestimmen zu können. Was ich mit Gewissheit sagen kann, ist: Wenn du hintereinander viermal links oder rechts abbiegst, bist du wieder am Ausgangspunkt. Mein Reset Knopf für die Orientierung.

In diese Abhängigkeit können auch erfahrene Langstreckenfahrer verfallen, wie ich einst feststellen durfte. Ein Kumpel von mir hätte sein Auto, inklusive uns als Insassen, fast in der Weser versengt, weil sein Navigationsgerät ihn dazu geraten hatte. Ein weiteres Beispiel dafür, dass man der Technik nicht blind vertrauen sollte. Mein Status als Fahranfänger reichte nicht aus um ihn davon abzubringen auf das Wasser zuzuhalten. Zudem war klar, dass er mich auch wieder mit nach Hause nehmen musste, vermutlich betrunken, den Radiosender verstellend. Da hörte er lieber von vornherein ausschließlich auf die lieblich säuselnde Stimme aus den Lautsprechern. Einen Meter vor unserem nassen Grab bremste er, drückte kommentarlos auf den Knöpfen des Navis herum, stellte die Funktion „Fähren berücksichtigen“ aus und drehte schweigend um. Meine Frage weshalb er überhaupt noch aus dem Auto herausschauen würde, er könne doch gleich nach den Linien auf dem kleinen Bildschirm in der Mittelkonsole fahren, versetzte die Stimmung endgültig auf ihren Tiefpunkt. Selbst mein Entschluss bereits auf der Hinfahrt zu trinken und am Radio herumzuspielen, konnte die Situation nicht mehr retten. 

So was wäre nicht passiert, wenn es damals schon das TomTom mit individueller Sprachausgabe gegeben hätte. Wer will noch Radio, wenn Darth Vader, Yoda oder Ernie und Bert einem den Weg weisen? Wenn Darth Vader die blauen Linien für die Straßen hält, dann ist das zu respektieren. Choose your Destiny Destination!

Darth Vader voice for TomTom GPS from Pretentious on Vimeo.
The recording of TomTom's Yoda voice from AmsterdamAdBlog on Vimeo.

TomTom records Bert and Ernie's navigation voices from AmsterdamAdBlog on Vimeo.

Montag, 15. August 2011

Picture my Day #6

Den morgen habe ich leider vergessen zu knipsen, falls sich jemand dafür interessiert, kann er den Morgen aus PmD #5 nehmen und gedanklich hinzufügen. Den gesamten Tag über habe ich vergessen einschneidene Ereignisse festzuhalten, Mahlzeiten zum Beispiel und zudem fand das Ganze letzten Freitag statt, also auch noch zu spät veröffentlicht.


















Hier kann man die Seiten aller Teilnehmer besuchen

Mittwoch, 3. August 2011

Internet ist für alle da, leider

"Internet, gibt es das immer noch?" Homer Simpsons

Was mich am Internet stört:


Unendlich viel, unendlich schäbiges Wissen

Vereinfachte Recherche macht leichtgläubig, bzw. Hypochondrie

Neoliberalismus. Jeder findet jemanden der sich für seinen kranken Scheiß interessiert und ihn damit bestätigt. Selbst mit gegenseitigem Kannibalismus ist man einverstanden

Simple Antihaltungen mit den dazugehörigen gegenteiligen Argumenten werden als die richtige Meinung verkauft

Idioten geben anderen Idioten recht, was es schwierig macht den Idioten als solchen zu entlarven.

DeinLieblingsmensch.de

Lakonismus

Pseudointellektuelle Mädchen-Poesie

Dumme Menschen diktieren noch dümmeren Menschen ihre Halbwahrheiten

Stalker im Social Network, inklusive Fehlinterpretation sämtlicher Statusmeldungen

Die Gleichstellung von Internet mit allem außerhalb des Internets. Die Bühne Internet verschwindet in den Köpfen der Leute

Da jeder beim neuen Internet mitmachen darf, fällt der Querschnitt unserer Gesellschaft noch degenerierter aus als im Fernsehen dargestellt, dazu ist das Internet aufwendiger zu konsumieren

Inneres, das besser drinnen geblieben wäre, wird Anonym nach Außen getragen

Werteverfall

Pseudodialoge


Wird fortgesetzt…

Dienstag, 24. Mai 2011

Gemeinsame Gegenwart – Fazit

„Du musst abliefern, ich muss abliefern, am Ende fragt man doch nur, ob du geil abgeliefert hast!“ Heinz Strunk in Fleisch ist mein Gemüse

Tja, das war es schon. Persönlich bin ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis, mit dem Ablauf, mit den Texten sowieso, im Grunde ist fast alles reibungslos abgelaufen und ich hoffe, so manche hat ihre Angst vor dem veröffentlichten Wort abgelegt. In der Blogosphäre ist diese Aktion weitestgehend untergegangen, was erfahrungsgemäß daran liegt, dass es was zu lesen gab. Hätten wir alle eine Woche lang Fotos von Katzen hier reingestellt, hätte das der Server nicht mitgemacht. Aber darauf kam es nie an. Im erweiterten Bekanntenkreis habe ich viel Lob bekommen, auch mir selber hat es unheimlichen Spaß gemacht die verschiedenen Eindrücke Tag für Tag zu lesen. Ich finde es weitaus interessanter und somit anspruchsvoller, wenn man im Kollektiv wirklich etwas abliefern muss, anstatt zu verlinken oder Bilder hoch zu laden. So etwas funktioniert nicht ohne die zuverlässige Hilfe von begeisterungsfähigen Menschen. Danke, dass ihr euren Alltag/Urlaub mit uns geteilt habt, für eure Mühe und eure Zeit:

Silke
Ole
Verena
Tanja
Diana
Julia
Jan-Hinnerk
Maria und
Marc

Ich werde die Texte noch eine Zeit lang im Netz lassen, danach biete ich eine PDF Datei zum Download an, wenn ich das mit dem Web Space geregelt bekomme. Ansonsten kann man sie bei Verena nachlesen. Wenn bei den Beteiligten, wie beim Leser, das Interesse besteht, würde ich die Aktion gerne in einem gebührenden Abstand wiederholen. Vielleicht in einer Adventswoche, vielleicht in einem der tristen Wintermonate.

Wie hat es euch gefallen? Wollt ihr so was wiederholt sehen? Was bleibt?

Samstag, 14. Mai 2011

Liebes (B)Logbuch



Zehn Menschen, zehn Stile, zehn Lebensmodelle, ein Vergleich, eine Ansage, eine gemeinsame Gegenwart. 

Montag, am 16. Mai ist es soweit. Zehn Autoren aus verschiedenen Wahlländern haben eine Woche lang ihr Leben aufgeschrieben.
Die Autoren.



Edit: zum Tagebuch

Dienstag, 3. Mai 2011

Picture my Day #5

"Deine Pläne stehen, du solltest mal meine sehen" Die Sterne

Bei Picture my Day geht es darum seinen Tag in Bildern festzuhalten. Sporadisch. Die Idee dazu hatte irgendwann Mal Basti vom Magdeblog, der übrigens heute 30! geworden ist. Morgen bin ich in Barcelona und melde mich gleichzeitig mit diesem Post bis zum 16. Mai ab. Gemeinsame Gegenwart steht dann an, Leute. Ich bin jetzt schon so gespannt.