Samstag, 18. April 2009

Captain N - The Game Master

„Zwei Hardcore Zocker mit viereckigen Augen
die ihre Zeit zwar verschwenden doch kein Leben verbrauchen“ Blumentopf

"Ich kenn 'nen Typen in der Nachbarschaft den jeder für'n Loser hält, doch daheim in seiner Computerwelt ist er'n Superheld. Macht locker jeden platt und toppt jeden Punktestand, aber im Alltag bleibt er unbekannt sein Name ungenannt" Samy Deluxe

Meine erste Konsole war das Atari. Meine Lieblingsspiele waren Astroiden und Ghostbusters. Ich habe den Kasten geliebt. Der Kontroller bestand aus einem Steuerknüppel und zwei Knöpfen. Einer für Linkshänder, der andere für mich. Es war schon sehr schwer für mich und vor allem für die einzigen beiden „Joysticks“, als der Heizkörper sie zerquetschte.

Zeitgleich war damals gerade der Amiga 500+ erschwinglich geworden. Meine Lieblingsspiele waren Monkey Island und X-Com Enemy Unknown. Ach, eigentlich war das die große Zeit der Spielentwickler. Ich mochte fast alles. Meine Kindheit habe ich mit Disketten wechseln verbracht. Wir hatten damals mehrere Diskettenboxen voll mit Spielen. 200 oder mehr. Kein Scheiß. X-Copy hieß das Zauberprogramm. Leider waren die Kopien auch schnell fehlerhaft.

Gerade als wirklich alles eimal durchgespielt war, kam das NES heraus. Meine Lieblingsspiele waren Zelda und Teenage Mutant Hero Turtles. Ich war leider sehr spät dran mit der Konsole und allen Altersgenossen hoffnungslos unterlegen. Am Anfang lief ich bei Mario Brothers nach links, drückte bei Tetris noch oben und verlor sogar mit Argentinien gegen Japan bei World Cup Soccer.
Ich war Joysticks nicht mehr gewohnt und brauchte wirklich ein Jahr um Prinzessin Peach zu befreien, danach war ich aber nicht mehr zu halten.

Ein Glück, dass der nächste Level schon in den Regalen stand. Das Super Nintendo Entertainment System. Zeitlos.
Meine Lieblingsspiele waren Secret of Evermore und Secret of Mana. Die Spiele haben heute einen unverschämten Wert bei eBay. Allein das beliebte Bomberman 2 wird hoch gehandelt. Bessere Partygames gibt es nicht. Tetris versus Dr. Mario, Unirally, NBA Jam… und dazu diese eingängigen Melodien. Sogar das Jump and Run Genre wurde revolutioniert. Alles geil und der Genickbruch für Sega. Mein Freundeskreis verdoppelte sich schlagartig und damit meine ich nicht Yoshi und Donkey Kong. Ich habe jedes Spiel, das ich besaß durchgezockt. Hätte ich mit derselben Intensität in der Schule gelernt, bräuchte ich keinen Blog für das Ego.
Ich weiß nicht warum, aber wir verkauften damals unser SuperNES und warteten darauf, was an den Gerüchten, Sony arbeite an einer revolutionären Konsole, dran war.

Das Nintendo 64 habe ich übersprungen, trotz Golden Eye. Ich kaufte mir recht früh die Playstation und ließ mir einen Chip einbauen, damit ich die gebrannten Spiele zocken konnte. Nicht nur das hatte die Konsole mit dem Amiga gemein, sondern auch die Spiele Vielfalt. Meine Lieblingsspiele waren Final Fantasy VII und Resindent Evil. Die Konsole war ein Alleskönner. Zum ersten Mal musste ich mir eine Konsole nicht mit meinem Bruder teilen. Er hatte nämlich irgendwann seine eigene PS. Wir kauften uns ein Linkkabel und dadelten Red Alert bis zu meinem Endsieg. Auch dieses Mal zockte ich jedes Spiel durch. Ich will gar nicht erst an die Zeit denken, die ich dafür investierte. Ein Wunder, dass aus mir nie ein Nerd geworden ist.

Die Playstation sollte meine letzte Konsole sein. Die sechs Knöpfe haben mich damals anfänglich überfordert, aber wenn ich mir die neuen Kontroller der High End Geräte anschaue, frage ich mich, ob ein Pad nicht eher für zwei Spieler gedacht ist.
Leider fallen das Gameplay und die Ideen der Spielentwickler mit der Anzahl der Knöpfe auf dem Pad. Dazu kommt, dass der Fernseher und die Anlage der Entwicklung angepasst werden müssen. Sehr teuer alles.

In meiner vorlesungsfreien Zeit lieh ich mir eine PS 2 aus. Die einzigen Spiele, die ich ernsthaft gespielt hatte, auch weil es keine PS 1 Sequels waren, waren God of War 2 und Mortel Kombat Adventure. Durchgezockt, versteht sich. Die Grafik ist so gut, dass man gar nicht mehr erkennt was zum Hintergrund gehört und was man aktiv im Spielverlauf nutzen kann. In Zeichentrickfilmen ist die Schublade, die sich gleich öffnet oder der Fels, der gleich abstürzt wenigstens immer noch etwas heller gemalt. Bei God of War nicht! Mensch, wie mich das nervte. Sowieso hat mich bisher keiner der neueren Titel gefesselt. Alles zu schwer oder kompliziert. Mir ist mein Spieltrieb abhanden gekommen. Einzig auf Spielabenden im kollektiv kann ich mich noch begeistern. Dann aber richtig.
Zum Glück gibt es noch das SuperNES in der Hütte.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen