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Sonntag, 25. November 2012

Sonntag, den 04. November 2012 - Verena



8:21 Uhr und schon einen verpassten Anruf auf dem Telefon. Das Handy nachts auszumachen hat sich bewährt, bei Notfällen muss man sich woanders melden, das ist bekannt. Ein Anruf von der Arbeit. Heute ist Anreise meiner Seminarteilnehmer, da muss was schief gelaufen sein. Der Ägypter hat den Flug von Kairo nach Frankfurt verpasst, weil sein Zug verspätet war. Die Kollegen in Kairo seien ganz aufgeregt und können nicht verstehen, dass ich sonntags morgens nicht im Büro bin. Ich melde mich per Email, behaupte, ich sei grade unterwegs und könne nicht telefonieren. In Wahrheit hab ich keine Lust jetzt da anzurufen. Soll er mir per Email erklären, dann muss ich es nachher auch nicht irgendwo aufschreiben. Der nächste Flug ginge morgen früh, Business Class. Ich sage, das geht klar. Bam. Natürlich nur ausnahmsweise.

Dazwischen wird ausgiebig gefrühstückt und wir überlegen, was wir heute machen können. In Köln ist verkaufsoffen – inklusive Ikea. C hält es für eine gute Idee. Zu Ikea, echt? Gesagt, getan – nicht zu lange nachfragen, nicht, dass er es sich noch anders überlegt.

Der Laden in Godorf ist ziemlich voll, als ob die Leute dachten, sie wären als Einzige auf die Idee gekommen, sonntags zu Ikea zu fahren und doch kaufen sie als ob sie es tagelang geplant hätten. Wir gucken alles Mögliche an, Küchen, Wohnzimmerschränke, diskutieren über Stil und Praktikabilität. Unsere Geschmäcker gehen ziemlich auseinander, das kann noch spannend werden. Interessanter ist es sowieso immer auf der unteren Etage. Männer sind da immer am meisten genervt, deshalb halte ich mich zurück.

Abschließend der obligatorische Hot Dog und ein Softeis und alle sind zufrieden.

Samstag, 24. November 2012

Samstag, den 03. November 2012 - Verena



Alles dreht sich um die Katze. C kommt zum Frühstück und wir fahren einkaufen. Nachmittags kommen S mit J&C vorbei, um sich anzugucken, was sie sich da angelacht haben. Katze zeigt sich von der besten Seite, spielt und schläft die meiste Zeit. Alle sind verliebt. Diese Katze hat es wirklich drauf. Ich fühle mich herzlos als ich erzähle, dass er mich abends genervt hatte. So ein süßes Kätzchen kann doch unmöglich jemanden nerven! Wir überlegen an einem Namen für ihn. Kack-Poo finden sie irgendwie doof. Wir gehen Basketballspieler und amerikanische Präsidenten durch. Obama, Nixon, Carter. Carter, haha! Aber nee. Am Ende kommen wir auf Nelson, wegen Nelson Mandela. Halt weil er schwarz ist.

Freitag, 23. November 2012

Freitag, den 02. November 2012 - Verena


Ich muss arbeiten, C hat frei. Er kümmert sich um alles, ruft beim Tierheim an, bei der Polizei, fährt mittags mit dem Kleinen ins Tierheim. Niemand sucht ihn bisher und er ist weder gechippt noch tätowiert. Sie schätzen ihn auf vier Monate. Das Tierheim ist restlos überfüllt, sie würden ihn in einer Transportkiste unterbringen. Parallel telefoniere ich im Büro mit S. Er hat bei Tierärzten rumgefragt, ob er gesucht wird. J & C würden ihn nehmen, falls sich niemand meldet. In sechs Wochen ziehen sie um, dann ginge es. Ich rufe C an, er soll ihn bloß nicht da lassen, ich würde so lange auf ihn aufpassen. Dramatische Momente. Zum Glück bringt C den Kleinen wieder mit nach Hause. Am Telefon klang er sehr kühl, aber er hatte sich längst schon am meisten in das Tier verliebt. Er ging auch gleich eine Kätzchen-Ausstattung kaufen, Futter, Spielzeug und einen Kratzbaum. Er ließ sich im Laden beraten und man empfahl ihm ein Katzenstreu mit Babypuder-Geruch. Haha.

Meine neue Kollegin fing heute auch an. Sie ist Amerikanerin und wirklich sehr nett. Ich hoffe, sie bekommt keinen doofen Eindruck, weil ich die ganze Zeit wegen einem Kätzchen telefoniere. Nebenbei erkläre ich ihr die Arbeit und sie bereitet schon die Seminarmappen für die Teilnehmer vor.
Abends noch schnell zu Saturn. Heute erscheint das neue Aerosmith-Album, über das irgendwie niemand redet, obwohl es das erste Studioalbum seit 11 Jahren ist. Und dann kommt noch das neue Album von Robbie Williams. Außerdem gibt es einen lebensgroßen Robbie-Pappaufsteller dabei, den ich natürlich haben will. Auf dem Weg in den Laden kommt mir schon ein erwachsener Mann im Anzug und mit Robbie unterm Arm entgegen und rennt mich fast um. Sein Robbie trägt eine Plastiktüte auf dem Kopf, um ihn vor dem Regen zu schützen. Komische Fans, aber es beruhigt, dass ich nicht die einzige Irre heute bin.

Anschließend zu Katze zurück. Wir nennen ihn Katze oder Kack-Poo. Einen richtigen Namen hat er noch nicht. C ist nicht da, ich bin alleine mit Katze. Er will unterhalten werden, springt auf Tische und Arbeitsplatte. Ich habe aufgehört zu zählen, wie oft ich aufstehen und „Neiiin!“ sagen musste. Trotz aller Niedlichkeit bin ich auch genervt.

Donnerstag, 22. November 2012

Donnerstag, den 01. November 2012 - Verena

Allerheiligen. Das einzige, was an Feiertagen stört, ist, dass man sie nicht zur sinnlosen Geldausgeberei nutzen kann. Beim Frühstück überlegen wir, ob in benachbarten Bundesländern auch Feiertag ist. In Hessen nicht, also beschließen wir, nach Gießen zu fahren. Wir finden ein großes Einkaufszentrum und gucken uns bei Saturn Side-by-Side-Kühlschränke an, verhandeln den Preis für einen Fön und spielen am iPhone 5 rum. Am Ende kaufen wir nichts. Dann schlendern wir noch durch einen riesigen Real und kaufen uns Eis bei McDonald’s.

Während wir dort an der Kasse stehen, klingelt Cs Handy. J ist dran. Ihnen ist ein Kätzchen zugelaufen, aber sie können es nicht behalten, weil sie schon zwei Große haben und die sich vielleicht nicht verstehen. Ob wir es über Nacht nähmen und dann morgen ins Tierheim bringen würden, vielleicht wird es ja vermisst. Wir sagen, wir kommen vorbei und gucken mal. Die Fahrt zurück dauert eine Stunde und wir überlegen hin und her, ob wir es machen sollen und tendieren zu ja. Angekommen stellen wir fest: Das Kätzchen ist toll! Es ist schwarz und hat einen kleinen Fleck auf der Brust und wie alle Kätzchen ist es superniedlich. Dazu ist es noch total verschmust und zutraulich. Wir sind verliebt. Na toll. Zugegeben bin ich kein riesiger Katzen-Fan, aber wer könnte das niedliche Tier nur draußen in der Kälte lassen? Und C hätte schon gern eins, also gut. Wir packen Kätzchen und Zubehör ins Auto und fahren nach Hause. Das Kätzchen ist das liebste Kätzchen überhaupt. Es ist schon stubenrein und frisst und lässt sich die ganze Zeit streicheln und überschüttet alles mit seiner puren Niedlichkeit.

Mittwoch, 21. November 2012

Mittwoch, den 31. Oktber 2012 - Verena



Halloween. Ich habe nichts geplant, aber freue mich sehr auf den folgenden freien Tag. Freitag fängt meine neue Kollegin an, deshalb versuche ich noch möglichst viel zu erledigen. Außerdem muss ich meinen Schreibtisch mal aufräumen, soll ja ordentlich aussehen.

Jemand bringt mich auf die Idee, dass ich vermutlich die Fahrzeit nach Bremerhaven zu knapp berechnet habe, also ruf ich beim Busunternehmen an, der mir das leider bestätigt. Wir legen die Abfahrt auf 7:30 statt 8:00 Uhr. Viel mehr kann ich jetzt nicht mehr machen, die Leute müssen ja vorher noch frühstücken und ich kann das Küchenpersonal nicht noch früher kommen lassen, die bringen mich sonst um. So ein Mist, hätte ich doch besser vorher nochmal fragen sollen. Wir versuchen es jetzt eben so und für das nächste Mal weiß ich dann Bescheid. Ich bin gestresst und komme erst viel später als geplant nach Hause.

Abends kommt C vorbei. Wir kochen zusammen, essen und gucken fernsehen.

Dienstag, 20. November 2012

Dienstag, den 30. Oktober 2012 - Verena



Unspektakulärer Tag. Der übliche Stress im Büro und abends Sport. Power Fit For Fun ist im Grunde wie Aerobic. Heute sind irgendwie wenige Leute da. Es ist anstrengend, aber ich bin motivierter als beim letzten Mal. Danach nur noch fernsehen, ich bin fertig.

Montag, 19. November 2012

Montag, den 29. Oktober 2012 - Verena



Die Arbeit ist seit Monaten anstrengend. Bereits im April hatte meine Kollegin aufgehört, weil sie schwanger wurde. Seit dem mache ich ihren Teil mit und hatte nur zeitweise aushilfsmäßige Unterstützung. Es ist die letzte Woche vor Seminarbeginn am Sonntag und ich habe immer noch nicht alle Termine für den Hamburg-Teil zusammen. Ein großer Hersteller für Windräder reagiert null auf meine Anfragen. Schöne Öko-Energie! Dagegen habe ich nette Kontakte zu Professoren von der Uni Hamburg und einem Institut in Geesthacht. Sie sind sehr interessiert, uns zu treffen, was es natürlich immer einfach macht.

Abends will mein eventuell-zukünftiger Hausverwalter vorbeikommen und die Wohnung besichtigen. Sie wollten letztens schon kommen, aber der Brief mit dem Termin kam erst einen Tag vorher an, weshalb ich ihn bewusst ignorierte. Die zwei Herren wirken sehr nett und machen einen fachkundigen Eindruck. Sie schauen sich alles an und loben meine Einrichtung. Ich freue mich und zeige ihnen direkt auch alle Mängel auf, um die sich die derzeitige Hausverwaltung nicht kümmert. Ich will sowieso ausziehen, hab nur noch nichts Passendes gefunden. Das sag ich denen natürlich nicht.

Danach fahr ich noch in die Stadt, weil ich noch einiges von dm brauchte. Und zu Aldi.