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Samstag, 24. November 2012

Samstag, den 03. November 2012 - Rebecca

Entgegen meiner Vorsätze, frühestens um 10 Uhr aufzustehen, bin ich doch schon wieder um 7 Uhr wach. Blöd. Also stehe ich auf, frühstücke und mache das, was ich schon als Kind geliebt habe: morgens fernsehen. Früher mussten meine Schwester und ich uns dafür ins Wohnzimmer schleichen. Heute ist es erlaubt. Der kindliche Nervenkitzel ist vorüber. Und auch das Programm hat sich ein klein wenig verändert. Während damals noch He-Man und Saber Rider ganz oben auf der Liste standen, sind es heute eher Dokus auf zdfNeo. So lasse ich mich dann gut eineinhalb Stunden berieseln, bevor ich mich aufraffe und ins Fitnessstudio fahre.

Der Moment des Aufraffens ist immer der schwierigste. Bin ich erst einmal beim Sport, geht es mir gleich viel besser. Nach zwei Stunden Training für Muskeln und Kondition ist dann aber auch wieder gut.
Nach einer Dusche und der Fahrt zurück putze ich noch ein wenig und am frühen Abend ist dann H. auch schon da...

Samstag, den 03. November 2012 - Verena



Alles dreht sich um die Katze. C kommt zum Frühstück und wir fahren einkaufen. Nachmittags kommen S mit J&C vorbei, um sich anzugucken, was sie sich da angelacht haben. Katze zeigt sich von der besten Seite, spielt und schläft die meiste Zeit. Alle sind verliebt. Diese Katze hat es wirklich drauf. Ich fühle mich herzlos als ich erzähle, dass er mich abends genervt hatte. So ein süßes Kätzchen kann doch unmöglich jemanden nerven! Wir überlegen an einem Namen für ihn. Kack-Poo finden sie irgendwie doof. Wir gehen Basketballspieler und amerikanische Präsidenten durch. Obama, Nixon, Carter. Carter, haha! Aber nee. Am Ende kommen wir auf Nelson, wegen Nelson Mandela. Halt weil er schwarz ist.

Samstag, den 03. November 2012 - Christoph Sch



Heute wache ich auch ohne Wecker gegen 7:00 Uhr auf. Nachdem ich realisiere, dass Samstag ist, drehe ich mich noch mal um und schlafe weiter bis 10:00 Uhr. Daraufhin gibt es zunächst einmal Frühstück und eine Dusche, bevor ich mein Zimmer etwas auf Vordermann bringe und einen riesigen Berg meiner angefallenen Wäsche zum Waschraum schaffe. Da ich nur einen kleinen Wäscheständer besitze, muss ich einen Großteil der Wäsche maschinell trocknen. Ich muss also mehrmals zwischen Waschraum und Wohnheim hin und her laufen, bis ich alles wieder in meinem Zimmer habe. Das dauert und nervt. Was machen denn die Leute, die keine Waschmaschine haben und regelmäßig in einen Waschsalon gehen? Furchtbarer Gedanke.
Nachmittags fahre ich erst mal zu der Bude meines Kumpels, um die Fahrräder zurückzutauschen. Nicht, dass er sein Fahrrad in nächster Zeit brauchen wird, aber ich will mein Fahrrad mal genauer untersuchen. Nachdem ich den Reifen von Felge gezogen habe, bin ich mir sicher, dass dort nichts mehr zu retten ist. Ich belasse es vorerst bei der Diagnose und fahre mit dem Bus zum 5 km entfernten Einkaufszentrum, um meinen anstehenden Großeinkauf zu tätigen. Mit vollgepacktem Trekking-Rucksack komme ich zurück. Der Supermarkt direkt neben meinem Wohnheim, bietet zwar die gleiche Auswahl an Lebensmitteln, ist aber viel teurer. Gewöhnlich fahre ich deshalb alle zwei Wochen zum Billigdiscounter und kaufe die Lebensmittel, die sich preislich am stärksten unterscheiden. Gerade beim Kauf von Fleischwaren, Käse, Brot und Aufschnitt, zahlt sich der Extraaufwand aus.

Gegen späten Nachmittag treffe ich mich erneut mit meiner Projektgruppe und wir diskutieren die bereits erarbeiteten Ergebnisse. Auch wenn wir auf einem guten Weg sind, die Bearbeitung der Aufgabenstellung am Sonntag abzugeben, stehen noch einige Änderungen aus. Ich arbeite bis in die Nacht hinein, um meinen Beitrag zum Gruppenprojekt beizutragen. Es ist bereits 23:30 Uhr als ich meine abgabefertige Version im Dropbox-Ordner ablege. Mein Plan, am Sonntag frei zu haben, ist damit aufgegangen. Elchsafari, ich komme!

Samstag, den 03. November 2012 - Thomas H



„KOMMT ALLE AUS DEM HAUS, ES SCHNEIT!!!“
Ich bin wach. Mein Nachbar Linus hat die Musik aufgedreht. Spongebob Weihnachtslieder, danach der Soundtrack vom Musical König der Löwen, daraufhin folgt harter Metal. Was sonst? Er feiert heute in seinen 29. Geburtstag hinein und groovt sich ein. Es soll eine kleine, interne MC-DJ Feier werden. MC-DJ ist die Betitelung des engen, gut belastbaren Freundeskreises aus Hoya Zeiten. So ähnlich wie Skulls and Bones, nur cooler eben. Jan hat sich als Übernachtungsgast bei mir angekündigt, was bedeutet, ich muss aufräumen, das Sofa beziehen etc. Besuch, es gibt keinen besseren Grund zu putzen. Außer Asthma vielleicht.

Es regnet. Ich habe Linus versprochen ihm beim Bierholen zu helfen. Wir wollten die 800 Meter zum REWE zu Fuß zurücklegen und den erschwerten Rückweg mit der S-Bahn antreten. Nach den ersten Metern entschließt sich Linus dazu, lieber den weitaus kürzen Weg zum Penny zu nehmen und anstatt zwei Kisten, acht Sechserträger Haake Beck aus den Laden zu schleppen. Das bedeutet für jeden einen Träger in die linke Hand, einen in die rechte Hand und jeweils einen Träger unter die Arme. Es ist peinlich. Wir sehen nicht gut genug aus, als dass Alkoholkonsum bei uns ironisch oder wie eine Ausnahme wirken würde.

Falls ich mich wiederholt dafür rechtfertigen muss, weshalb ich nichts trinke, führe ich diesen Umstand an. Der Staffellauf der Alkoholbeschaffung. Geht ein Mann mit einem Kasten Bier in der Hand den Fußweg entlang, denken die Leute, der bringt einen Kasten Bier dorthin, wo er benötigt wird. Müht man sich aber mit vier Sechserträgern ab, ist man mindestens asozial und zur gesellschaftlichen Schelte freigegeben. Da könnte ich glatt wieder anfangen zu trinken.

Mein Beitrag zum Buffet sind die Altbewerten Chicken Nuggets aus der Pfanne. Wir schauen uns auf dem Beamer Fotos und Videos der letzten Hochzeiten aus dem Freundeskreis an. Vier Hochzeiten und kein Todesfall, guter Schnitt bisher. Nicht zu trinken funktioniert auch heute wunderbar, trotzdem muss ich meine Abstinenz abermals erklären. Viele greifen den Verzicht als persönliche Beleidigung auf. Der feine Herr hat es wohl nicht nötig. Wie Martin schon richtig sagte: man muss sich öfters dafür rechtfertigen nichts zu trinken, als dafür, jemanden in die Bude gekotzt zu haben. Ist so.

Samstag, den 03. November 2012 - Silke



Heute war ich im Fitnessstudio. Da gehe ich ganz gerne hin. Ich fahre dann immer so ein bißchen Fahrrad und laufe (?) auf dem Cross-Trainer Ding und schwitze meine alten T-shirts voll. 40 Minuten hat mein Yoga Lehrer gesagt, mehr macht kein Fitnesstrainer. Das ist auszuhalten, und ausserdem, er muss es ja wissen. Mein Yoga Lehrer ist grundsätzlich ein kluger Mann, der auch vor unorthodoxen Trainingsmethoden nicht zurückschreckt, um Erfolge zu verzeichnen. Also – 40 Minuten. Vor einem halben Jahr noch haben mich 40 Minuten völlig erledigt, heutzutage leider nicht mehr. Das ist sehr schade, denn nun muss ich mir wohl was neues suchen, um meinen Körper wieder zu fordern (sagt P.).

Also bin ich nach dem Fitnessstudio shoppen gegangen. Und zwar nicht irgendwo, sondern auf der Mönckebergstraße – lt. Hamburg’s Webseite eine der Haupteinkaufsstrassen Europas. Sozusagen der Oxford Circus Deutschlands. Schon 30 Sekunden nach dem verlassen der U-Bahn bin ich gestresst, geschätzte 3 ½ Minuten später treten die ersten Schweissperlen auf die Stirn. Dann geht es los: ich brauche Schuhe und ein Kleid, alles schön festlich (für R.‘s Hochzeit). 4 Stunden und gefühlte 100 Geschäfte später bin ich vollkommen fertig, die Schminke ist verrutscht und ich halte mich an einer Straßenlaterne fest, um nicht von den Menschenmassen in Richtung Hare Krishna Festival neben Saturn mitgezogen zu werden.

Schuhe habe ich zwar gefunden, Blasenpflaster auch (auch ich lerne ab und zu aus Fehlern der Vergangenheit). Mit dem Kleid hat’s nicht hingehaun, es wird wohl was aus der letztjährigen H&M Kollektion werden.

Fazit: Durch dieses Workout habe ich mindestens 1 Kilo abgenommen, allerdings ist es auf Dauer zu teuer und zeitaufwändig. Vielleicht versuche ich es einfach doch mal mit Boxcamp oder Zumba.


You want me to do something... tell me I can't do it. - Maya Angelou -

Samstag, den 03. November 2012 - Thomas R



8 Wochen. Und immer noch so zerknautscht, wie am ersten Tag. Ich hatte angenommen, dass
sich das schneller verwächst. Aber gut, keine Eile, das passiert sicher noch früh genug.
Außerdem ist der kleine Kaspar* ja trotzdem bzw. sowieso ein unglaublich niedliches Stück
Mensch. Mittlerweile schaut er einen sogar direkt an, wenigstens wirkt es bewusst. Und nicht
mehr ganz so apathisch und gesichtswurstig, wie vor drei, vier Wochen, als ich ihn das letzte
Mal gesehen hab‘.

Kinder, wie die Zeit vergeht. Plötzlich sind sie überall, diese Kinder. Als wäre das der neueste
Shit aus Cupertino, den einfach jeder haben muss: iKids. Mein Freundeskreis ist voll dabei und
macht diesen Trend mit, wie keinen je zuvor. Zugegeben, die Anschaffung – oder sagen wir
lieber Produktion – macht ja auch irre Spaß. Aber warum denn gleich alle auf einmal?

Bevor wir uns falsch verstehen. Ich hab‘ nichts gegen Kinder. Überhaupt nicht. Seit 17 Jahren
bin ich stolzer Onkel, seit 11 Jahren auch Pate. Und ganz ehrlich, ich find‘s gigantisch.

Also vielleicht bin ich auch einfach nur neidisch, dass es für mich gerade noch so weit entfernt
scheint, dieses Wunder namens neues Leben. Dabei könnte ich es mir finanziell inzwischen
sogar leisten. Und vor allem und sehr viel wichtiger, ich habe zum ersten Mal eine so großartige
Freundin, dass ich mir Kinder mit ihr vorstellen kann.

Aber ganz ehrlich, lasst uns etwas Zeit. Wir ziehen sehr wahrscheinlich, sehr bald zusammen
und wohnen dann nicht nur in einer gemeinsamen Wohnung, sondern auch erstmals in
derselben Stadt. Und irgendwann wird der Moment schon kommen, in dem wir es uns nicht nur
vorstellen können, sondern es einfach vollführen, Mitose, Meiose und den ganzen Rest der
zellteilenden Bi0logie. Ganz sicher nicht in acht Wochen. Aber wer weiß, vielleicht ja dann zu
Kaspars dritten Geburtstag...

(* Name geändert, Anm. d. Red.)

Samstag, den 03. November 2012 - Christoph St.



Hallo Tagebuch. Ich muss gleich ins Bett, meine Mutter fährt morgen 20vor6 weg und ich will sie zum Bahnhof bringen. Bin ganz schön müde. Gestern war ich ja doch etwas länger als geplant unterwegs. Habe heute viele Stimmen gehört, über die Party in der Vauban. Parties nerven mich jetzt fast schon. Es war schön, als es viel weniger gab. Hm wahrscheinlich gab es da auch schon viele, nur habe ich nichts von denen mitbekommen. Unwissenheit ist halt manchmal auch ein Segen. (Matrix, ne!?) Ich habe das ja vielleicht auch mal in der Hand. Ich habe heute endlich den Moustage weggemacht. Der übrige Bart ist so lang geworden, dass der Vollbart wieder lückenlos aussieht. Auch wenn Vollbärte jeder hat (zumindest einen), ist er mir einfach zu praktisch, als dass ich was anderes ausprobiere. hm. Aber die latente Erkenntnis der möglichen Aufregendheit durch  gewagte Neuheit wird in mir schlummern und irgendwann vielleicht doch mal ne Änderung bewirken. Pragmatismus ist aber schon eine angenehme und vor allem ja eben praktisches Maxime

Hm da habe ich der Charlotte gerade eine SMS zurück geschickt. Habe lange nicht wirklich was von ihr gehört und werde ich sicher auch in Zukunft nicht. Schade und gut zugleich.
Boah, was machen die denn da fürn Lärm vor der Küche. Mutti will schlafen. ;)
Mit Hannes heute zu schnacken war echt gut. Auch Laufen war gut. War dann zwar ganz schön müde danach und habe versucht zu pennen, aber dann hat der kleine 12-jährige Bruder von Janina geklingelt, ziemlich aggressiv. Das wurde ich dann auch, und habe sie in „Kleinigkeiten-Erledigen“ bei inneren selbstgerechten Fluchen ausgelassen. Außerdem habe ich aus dem Fenster gespuckt! Ne, war nur 'n Witz, aber die Idee ist nicht schlecht.
Es ist voll interessant und beeindruckend, wie Hannes mit seinem Bruder ihr Unternehmen hochzieht. So gute Ideen und sie werden sie klug und elegant umsetzen. Programmieren können ist gut. Ich muss was machen.
Auch mein Spanisch-Tandem ist zum Greifen nahe. Ich habe heute mehrmals überlegt, der Tete eine SMS zu schicken und eine Verabredung zum Quatschen, Angucken und Sonstigem zu erbeten. Morgen vielleicht.Vielleicht auch ein Anruf. Wäre aufregend und super. Also!
Jetzt mal schlafen gehen. Gute Nacht!

Samstag, den 03. November 2012 - Julian




Da der vorherige Abend relativ früh zu Ende ging, bin ich bereits um kurz nach 8 Uhr wach. Eigentlich viel zu früh für einen Samstag. Ich beschließe, dass die überschüssige Morgenzeit am besten mit einem üppigen Frühstück genutzt werden sollte. Nach der Dusche suche ich den nächsten Supermarkt auf. Es ist erschreckend, wie viele Menschen bereits um diese Tageszeit unterwegs sind. Der gute alte Wochenendkater scheint ausgestorben zu sein. Bei genauerer Betrachtung fällt allerdings auf, dass sich hauptsächlich Rentner und Ü30-Leute in den Gängen herumtreiben. Man wird älter.
Nachdem ich mir fünf Brötchen und ein gefühltes Kilo Mett ins Gesicht gestellt habe, beschließe ich nach Hildesheim zu fahren, um mir eine Winterjacke zu kaufen. Die Hinfahrt nutze ich, um mir ein neu zusammengestelltes Tape anzuhören. CD´s findet man in meinem Auto nicht. Der Old-School-Charakter meines PS-Monsters wird durch einen RUN-DMC Lufterfrischer unterstrichen. Die Einkaufsaktion verläuft schnell und reibungslos. Wie Männer halt so sind. Ein Laden angesteuert, eine Winterjacke gekauft. Anschließend wird bei Saturn gestöbert und eine Portion Bratnudeln beim Asiaten abgegriffen. Die Einkaufstour ist nach keinen 60 Minuten beendet.
Am Abend schaue ich mir die Zusammenfassung des Bundesligaspieltags in der Sportschau an. Dortmund kommt gegen Stuttgart nur zu einem torlosen Remis. Kloppo macht seine Mätzchen und legt sich mit dem „Schönen Bruno“ an. Kann man so machen. Anschließend schaue ich mir zwei Dokumentationen an. YouTube sei Dank …