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Sonntag, 25. November 2012

Sonntag, den 04. November 2012 - Christoph St.



Mein Fernseher läuft. Ich schaue fast nie Fernsehen, aber heute Abend habe ich mir Harry Potter angeschaut. Das war auch gut, seichte, träumerische Kost. War ganz schön müde vorhin.
Der Tag war schön. Ein schöner Sonntag. Mit Kolja bin ich in die Vauban gefahren, um nach seinem Pulli zu schauen in der WG von Anja. Wir haben Bene getroffen. War schön ihn und Anja mal wiederzusehen. Wir sind ja zusammen zur Fusion gefahren, die beiden haben ja sogar mit mir und Lisa auf dem Hof meines Vaters gepennt. Komisch, eigentlich viel Zeit und Gelegenheit um sich kennenzulernen und Freundschaft zu schließen. Naja, aber erwarten sollte man das nie. Ich mag die beiden, aber ich weiß auch, dass wir nie gute Freunde werden. Ich weiß nicht, was sie über mich denken. Aber zum Glück muss ich mir ja gar keine Gedanken machen.
Gerade war Annabell noch bei mir. Sie ist echt sehr angenehm und ich mag sie gerne. Es ist gut, wie es gerade ist. Ach Tagebuch, es gibt einfach viel zu viel zu erzählen.
Mit Kolja bin ich noch kurz bei der Arbeit vorbei, nach Holz schauen, wir wollen ja noch einen hochziehbaren Wäscheständer bauen. Aber richtig Holz haben wir nicht gefunden. Vielleiccht muss ich nochmal beim ISE vorbei, da gab's immer mehr. Dafür aber fanden wir Metallwinkel, die er für seinen Fahrradaufhänger benutzen kann. Haben noch schnell Löcher gebohrt. Voll gut, wenn man eine Werkstatt zur Verfügung hat.
200 Leute in der Bude, zwei Djs, geiler Laser, knapp 1000€ Umsatz. Polizei war zweimal da, der Feuerlöscher hat die Fahrräder im Hinterhof gelöscht. Die Party letzte Woche war der  Knaller.
Lisa war nicht da. Ich war Samstag nicht auf der noch krasseren Party in der Quatro. Jetzt haben wir beide unsere Feten gehabt. Es ist wohl besser, wenn wir gar nicht wissen, wo der andere ist.
Ich muss morgen wieder arbeiten. Gute Nacht.
Recht bald.

Samstag, 24. November 2012

Samstag, den 03. November 2012 - Christoph St.



Hallo Tagebuch. Ich muss gleich ins Bett, meine Mutter fährt morgen 20vor6 weg und ich will sie zum Bahnhof bringen. Bin ganz schön müde. Gestern war ich ja doch etwas länger als geplant unterwegs. Habe heute viele Stimmen gehört, über die Party in der Vauban. Parties nerven mich jetzt fast schon. Es war schön, als es viel weniger gab. Hm wahrscheinlich gab es da auch schon viele, nur habe ich nichts von denen mitbekommen. Unwissenheit ist halt manchmal auch ein Segen. (Matrix, ne!?) Ich habe das ja vielleicht auch mal in der Hand. Ich habe heute endlich den Moustage weggemacht. Der übrige Bart ist so lang geworden, dass der Vollbart wieder lückenlos aussieht. Auch wenn Vollbärte jeder hat (zumindest einen), ist er mir einfach zu praktisch, als dass ich was anderes ausprobiere. hm. Aber die latente Erkenntnis der möglichen Aufregendheit durch  gewagte Neuheit wird in mir schlummern und irgendwann vielleicht doch mal ne Änderung bewirken. Pragmatismus ist aber schon eine angenehme und vor allem ja eben praktisches Maxime

Hm da habe ich der Charlotte gerade eine SMS zurück geschickt. Habe lange nicht wirklich was von ihr gehört und werde ich sicher auch in Zukunft nicht. Schade und gut zugleich.
Boah, was machen die denn da fürn Lärm vor der Küche. Mutti will schlafen. ;)
Mit Hannes heute zu schnacken war echt gut. Auch Laufen war gut. War dann zwar ganz schön müde danach und habe versucht zu pennen, aber dann hat der kleine 12-jährige Bruder von Janina geklingelt, ziemlich aggressiv. Das wurde ich dann auch, und habe sie in „Kleinigkeiten-Erledigen“ bei inneren selbstgerechten Fluchen ausgelassen. Außerdem habe ich aus dem Fenster gespuckt! Ne, war nur 'n Witz, aber die Idee ist nicht schlecht.
Es ist voll interessant und beeindruckend, wie Hannes mit seinem Bruder ihr Unternehmen hochzieht. So gute Ideen und sie werden sie klug und elegant umsetzen. Programmieren können ist gut. Ich muss was machen.
Auch mein Spanisch-Tandem ist zum Greifen nahe. Ich habe heute mehrmals überlegt, der Tete eine SMS zu schicken und eine Verabredung zum Quatschen, Angucken und Sonstigem zu erbeten. Morgen vielleicht.Vielleicht auch ein Anruf. Wäre aufregend und super. Also!
Jetzt mal schlafen gehen. Gute Nacht!

Freitag, 23. November 2012

Freitag, den 02. November 2012 - Christoph St.




Liebes Tagebuch!
Bin gerade nach Hause gekommen. Es ist schon zwei Uhr (Nachts). Morgen (Heute) ist Samstag. Halbwegs ausschlafen ist optimal. So bis neun Uhr oder besser und vor allem wahrscheinlicher bis zehn Uhr. War gerade voll mit neuer WG in der Beatbar. Schön gekickert. Nik hats verdammt raus. Echt krass, bin fasst neidisch. Aber wenn der auf der Arbeit immer am Kickergerät steht, gönne ich's ihm. Oben drauf ist er ein verdammt gutaussehender Bursche.
Was war denn heute? Gerade kommt Xenia nach Hause. Sie ist so glücklich, das beneide ich ein bisschen. Aber noch mehr gönne ich es ihr. Dann ist's kaum schlimm.
Achja, ich habe es heute morgen (Gestern) geschafft aufzustehen und dann zur Arbeit zu gehen. Es ist klasse, wenn man Sonnenschein auf dem Schreibtisch hat und ein bisschen aus der Fensterfront luschern kann.Ich hab schon nen tollen Job. Wenn ich meine HiWis nicht immer beschäftigen muss, dann habe ich auch mal ein bisschen Ruhe für mich.
… Ach wie sie kichern. Noch ein bisschen in der Küche rumschekern... Wie schön.
Selektieren, damit hat meine Mutter schon recht. Am Besten nur noch sich selbst wählen? Wenn die Zeit zu knapp ist, um allen Freunden und den eigenen damit verbundenen Erwartungen gerecht zu werden. Ich würde gerne wieder nüchtern Superman-Status haben. Vielleicht noch ein bisschen smarter und entspannter.
Meine Helden für Heute: Volkmar und Kai. Krass gute Leute. Kein Neid, nur vorbildgebende  Bewunderung, die mich zufrieden macht.
Wie gut, dass ich mir den Maskenball in der Quatro schnell aus dem Kopf gecancelt habe und noch ins Picc gegangen bin. Geile Rockmusik lässt den scheiß Elektroüberfluss sich albern anhören. Thekenplätze wirken versoffen, waren aber vorhin echt fett.
Morgen will ich die Muse-Karten kaufen für München. Hoffenlich wird das nicht zu anstrengend. Gute Nacht. Schlafe schön Geist, ruhe dich aus und bleib mal wo's schön ist.
Christoph

Donnerstag, 22. November 2012

Donnerstag, den 01. November 2012 - Christoh St



Tagebuch, ich habe gestern keine Lust gehabt dir zu schreiben.
Heute war ein schöner Tag. Ich bin um neun aufgewacht und habe noch ne Stunde im Bett gelegen. Muggelig warm. Ja, gleich gehe ich auch wieder ins Bett. Schlafen kann so schön sein.
Irgendwie hat sich der heutige Morgen in eine Küchenputzaktion entwickelt. Mit Kolja zusammen habe ich ein bisschen aufgeräumt. Wo stellen wir die Klappstühle hin? In die Ecke neben dem Kühlschrank. Gute Idee, aber machen wir da doch noch schnell sauber. Von der Party wars da noch schmutzig auf dem Fliesenboden, also schnell den Putzeimer voll und den von mir neu gekauften Essigreiniger ordentlich reingespritzt und ab dafür mit dem Mopp rein in die Ecke, rauf und rüber über den Schmotz. Hmm das riecht aber komisch da in der Ecke. Erinnerte mich an einen Geruch, den ich als Kind im Zuchtstall gerochen habe. Hat hier eine Sau abgeferkelt?? Wohl kaum. Hmm, vielleicth schieben wir mal den Kühlschrank da zur Seite und gucken. Auwai, jau, da ist ganz schön viel Schmodder drunter und zum Teil sogar noch viskos. Die nächsten 15 Minuten widme ich diesem Quadratmeter der Welt. Putzen war lange nicht so aufregend. Auch die metallerne Backsachenschachtel hat sich als Knaller herausgestellt, sie war voll mit spinnenwebenartigen Mottenlarvenfäden. Ganz wirklich hübsches Muster ist da enstanden... Durch das noch einige Mottenlarven krochen.

Genug davon. Ansonsten habe ich mein Zimmer gesaugt. Scheiß Staubsauber. Zweimal getapet und den Saugkopf mit Kabelbindern festgemacht. Das Stomkabel zieht zwar noch gut rein, aber leider permanent, sodass der locker sitzende Stecker immer aus der Dose flutscht. Nervig. Wenn der Sauger dann auch noch verstopft, willsten am liebsten ausm Fenster schmeißen. Ich habe eins, es ist groß genug.

Mutti kam heute mit dem ICE an. Ich habe sie vom Bahnhof abgeholt. Schön, dass der nur fünf Minuten entfernt ist. Hier im Haus ankommen, und dann gings auch schon fast gleich wieder raus in den milden Wind und die Stadt. Rundgang mit Erzählungen zu Gebäuden und persönlichen Erinnerungen. War echt nett und schön. Meine Stadt hat viele Partnerstädte. Sogar im Iran, wenn ich die Flagge richtig erkannt habe.

Voll gut, dass dann Anna und Kolja für uns gekocht haben. So konnten Mutti und ich ein kleines Nickerchen halten. Das Abendessen mit meiner Mutter in der WG war auch schön. Ich freue mich, dass ich da so entspannt bin. Aber ich habe ja auch echt andere Sorgen. Eine periphäre:
Fahre ich in zwei Wochen auf das Muse-Konzert in München? Wäre nicht schlecht, dumm nur, dass mein Bruder nicht daran gedacht hat meine Winterreifen mitzubringen, oder sie, noch besser, gleich an die Autoachsen dranzumontieren. 

Gestern war ich im Kino mit ihr. Es war sehr schön. Zwei Stunden vorher haben wir schon angestanden um noch ins Pay-After zu kommen. Der Saal war dann zwar gar nicht voll, das heißt wir hätten uns die zwei Stunden Warterei auch sparen können, aber gerade die, fand ich, haben den Abend so schön gemacht. Es ist schön, dass man mit einem Menschen, mit dem man soviel Schmerz verbindet, wirklich angenehm beisammen existieren und Zeit teilen kann. Das beruhigt mich. Zumindest ein bisschen, Salbei auf den heißen Stein.
Was muss ich tun, um mein Leben genießen zu können? Gut und gesund schlafen. In diesem Sinne: Gute Nacht!

P.S.: Hat jemand Schuld an diesem Schmerz? Die ewige Suche danach verselbstständigt sich und macht ihn nur noch schlimmer. Wir müssen schon leiden. Aber wir sind ja auch nur ich und die kopernikanische Wende macht es doch fast überflüssig draußen weiter zu suchen. Ich will versuchen meinen Geist von diesen Wegen zu befreien. Gute Nacht. Schlafen ist ein Segen.

Dienstag, 20. November 2012

Dienstag, den 30. Oktober 2012 - Christoph St.

Tagebuch. Ich sitze hier und schreibe dir. Was habe ich heute gemacht. Gearbeitet. Was habe ich heute gedacht? Dass bessere Zeiten kommen werden. Mein Fahrrad, mein schönes Klapprad, der Dynamo läuft nicht rund und heult immer, wenn man ihn ans Rad drückt. Muss wahrscheinlich einen neuen kaufen. Auch die Bremse vorne schleift, wenn man sie mal betätigt hat. Aber der neue Ständer ist cool, der funktioniert so schön. Johann hat ihn mir dran geschraubt. Vor zwei Wochen habe ich mir ja mal erlaubt Alkohol zu trinken. In der WG über uns bin ich mit Henner gesessen und habe die Leute kennen gelernt. Das war klasse. Bier, Wein, Zigaretten, gute Musik (Soundcloud: Wohnzimmergedudel) und neue Leute sind eine klasse Kombi um seine Nachbarn kennen zu lernen. Potential gibt es, aber so wie in Ulm wird es sich nicht mehr entwickeln. Bin ja auch zu alt dafür und habe eh zu wenig Zeit. Eigentlich ist es nur das Letztere. Man muss ja machen, was einem gut tut. Und das muss man konsequent machen. Ich glaube manchmal, dass es mir nicht schlechter geht, als früher schon. Nur, dass es mir stärker auffällt, wenn es mir schlecht geht. Auch weil ich dachte, dass die schlechten Zeiten schon vorüber sind. Der heilige Gral schon gefunden? Nein, da habe ich mich auch schon vorsichtshalber gebremst.

Ich habe mich gerade im Spiegel gesehen. Der Schnauzer ist zu krass. Ich lasse den Rest wieder zuwachsen. Die Musik am Samstag war auch knalle geil. Nen DJ im Haus zu haben ist da schon was wert!
Aber der Johann, er hat mir den Ständer ans Klapprad geschraubt. Nice! Ich habe sein Fahrrad kaum gefahren. Ich habe ja sogar bereut, dass wir den Fahrradtausch gemacht haben. Zum Glück war nur eine Woche verabredet. Aber n cooles Ding ist son Hollandrad schon. Cruisy cruisy, das war echt geil durch die zwanzig Grad zu fahren, vor zwei Wochen.

Alkohol kann ganz schön komisch machen. Woanders aufwachen. Das ist mir glaub echt noch gar nicht passiert. Doch, in Benimaclet. Aber da ist genauso wenig passiert und das war gar nicht folgenreich. Naja, ich hätte fast den Flug verpasst. Mann... Ich würde gerne bald nichts mehr bereuen. Momentan verdränge ich glaub eher. Ich weiß nicht, ob es Verdrängung oder Fortschreiten ist.
Das Geld von meinem Konto ist schon wieder fast weg. Aber nur fast ;)
Ich sollte schlafen. Den Tee, den Kolja mir gerade gebracht hat, trinke ich noch aus. Fernsehen? Nee. Ich würde gerne eine bestimmte Frau in den Arm nehmen und mit ihr arte schauen. Hoffentlich ließt sie das hier nicht. Hah, und wenn, ist sie selbst Schuld, es ist ja ein Tagebuch, das ließt man nicht von anderen. Zumindest nicht ohne zu fragen. ;)
Die Zeit ist mein Freund. Sterben müssen wir ja eh alle. Es ist total egal, was ich dann geschafft haben werde, wenn ich jetzt lebe, ist das alles was nützt. Schmerz erinnert einen daran, dass man noch lebt. Schuld auch? Vielleicht. Ist Schuld nicht eh eine Art von Schmerz. Aber man lebt nicht so gut mit Schmerz. Noch weniger mit Schuld.
Entspannen und die anderen sein lassen. Selbst auch sein. Das hört sich doch schön an. Vielleicht sollte ich mal Meditieren. Die Anderen sind ja nur Gedanken, die man kommen und gehen lassen kann. Entspannung pur? Auf jeden Fall die richtige Richtung..
So, was habe ich denn noch gemacht. Ich war bei der Post. Warum kann ich ein Paket nicht in ne Packstation tun, wenn es eine Postsendung und nicht eine DHL-Express-Sendung ist? Schade eigentlich, war der Weg quasi umsonst. Hoffentlich habe ich in einem halben Jahr noch meinen Job. Hoffentlich wird mir bald klar, wo es weitergeht.
Ah, ich habe schön zu Abend gegessen. Kürbiskernbrot kann so lecker sein. Und Oliven, haaahmmm.
Ich könnte ja noch ins Picc gehen. Aber ich habe keine Lust auf Menschen. Was wollen die von mir? Ich will nichts von ihnen gerade. Na gut, meine Freunde sehe ich gerne. Aber die hätten jetzt gerade auch nichts von mir. Am Wochenende hatte ich genügend Menschen in meiner Welt.
So. Nun will ich schlafen. Mal ins Bett legen und schauen, was passiert.
Gute Nacht zweiter Tag!

Montag, 19. November 2012

Montag, den 29. Oktober 2012 - Christoph St.



Was schreibt man denn in sein Tagebuch?
7:30 Uhr der Wecker klingelt zur Winterzeit. Ich lasse mich in 10 Minuten noch einmal wecken, um den Wecker noch mal zehn Minuten weiterzustellen. Ich fühle mich gar nicht mal so schlecht. Gedanklich habe ich mich auf diese Zeit vorbereitet. Wer feiern kann, kann auch ausschlafen hat mal jemand gesagt. Ich gehe lieber zur Arbeit und quäle mich dafür aus dem Bett. Mein Bruder, der mit meinem Auto einen langen Weg auf sich genommen hat, um mich zu besuchen, liegt oben in meinem Hochbett. Ich liege unten in meinem Tiefbett (normale Betthöhe). Es ist kalt in meinem Zimmer, der Rollladen lässt fast kein Licht in den Raum, also mach ich ihn hoch und erkenne frierend, dass es schon hell ist. Die Sache mit der Zeitumstellung funktioniert scheinbar.
Mein Geist geht unangenehme Wege. Er prüft sich ständig selbst und schätzt ab, was er kann und können wird. Wenn das mal ne Zeit lang nicht viel scheint, dann bekommt er es mit der Angst zu tun. Depression, Lebensangst. Nicht Angst ums Leben, sondern Angst vorm Leben. Angst vor allem.