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Sonntag, 25. November 2012

Sonntag, den 04. November 2012 - Rebecca

Ausgeschlafen und nach dem Frühstück (um 13 Uhr) geht es nach Nienburg. Dort ist heute Verkaufsoffener Sonntag und weniger los als erwartet. H. Braucht noch Schuhe. Obwohl männlich, scheint es gar nicht so leicht zu sein. Die sind zu groß, das Paar zu breit, zu teuer, zu billig, zu irgendwas. Nach zwei Stunden resignieren wir. Als Entschädigung geht es noch zu Media-Markt. Es gibt kaum etwas Schöneres, als in den CD-Regalen zu stöbern und zu schauen, ob man noch ein tolles Album findet. Für mich war allerdings heute schon vorher klar, dass ich das neue Album von Robbie Williams mit nach Hause nehmen werde. In der Hoffnung, dass es nicht genauso miserabel wie die bei vorherigen Alben („Rudebox“ & „Reality killed the Video Star“) ist. Mit dieser Platte will sich Mr. Williams die Krone des Popolymps zurückholen. Der Titel „Take the crown“ beschwört den Kampf darum quasi herauf. Im Auto hören wir noch hinein. Die ersten Titel können zwar nicht an die früheren Alben wie „Escapology“ oder „I've been expecting you“ heranreichen, aber sind ein wesentlicher Fortschritt zum Electo-Pop-Sounds der letzten Jahre.

Mit zwei weiteren Männern endet der heutige Sonntag: Dr. Watson und Sherlock Holmes.

Samstag, 24. November 2012

Samstag, den 03. November 2012 - Rebecca

Entgegen meiner Vorsätze, frühestens um 10 Uhr aufzustehen, bin ich doch schon wieder um 7 Uhr wach. Blöd. Also stehe ich auf, frühstücke und mache das, was ich schon als Kind geliebt habe: morgens fernsehen. Früher mussten meine Schwester und ich uns dafür ins Wohnzimmer schleichen. Heute ist es erlaubt. Der kindliche Nervenkitzel ist vorüber. Und auch das Programm hat sich ein klein wenig verändert. Während damals noch He-Man und Saber Rider ganz oben auf der Liste standen, sind es heute eher Dokus auf zdfNeo. So lasse ich mich dann gut eineinhalb Stunden berieseln, bevor ich mich aufraffe und ins Fitnessstudio fahre.

Der Moment des Aufraffens ist immer der schwierigste. Bin ich erst einmal beim Sport, geht es mir gleich viel besser. Nach zwei Stunden Training für Muskeln und Kondition ist dann aber auch wieder gut.
Nach einer Dusche und der Fahrt zurück putze ich noch ein wenig und am frühen Abend ist dann H. auch schon da...

Donnerstag, 22. November 2012

Donnerstag, den 01. November 2012 - Rebecca

Es ist viel zu früh. Sechs Uhr in der Frühe ist einfach nicht meine Zeit. Ich schätze, das hängt mit meinem Beruf zusammen. Journalisten fangen für gewöhnlich erst gegen 10 Uhr an zu arbeiten, dafür dann aber bis in die späten Abendstunden. Ich habe meinen eigenen Rhythmus noch nicht gefunden. Heute muss ich allerdings früher ins Büro. Es stehen wichtige Projekte an, die bis zur Mittagszeit fertig sein müssen.

Nach Feierabend treffe ich mich noch mit M. zum Shoppen, finde aber nicht wirklich was. Sie hingegen deckt sich mit Winterklamotten ein, als gäbe es kein Morgen mehr. Obwohl noch kein Wochenende und später Abend ist, scheinen viele die Idee gehabt zu haben, noch auf einen Sprung im Einkaufscenter vorbeizuschauen. Ich finde nichts schlimmer, als volle Umkleidekabinen und Gedränge. Da vergeht mir die Lust schnell. Anscheinend ist bei einigen Frauen das Jäger- und Sammlergen aus der Steinzeit im Bezug auf das Einkaufen noch sehr ausgeprägt.
Zu Hause strecke ich nur noch alle Viere von mir, gönne mir wieder eine kalte Fritz-Cola aus dem Kühlschrank und lasse mich berieseln von „The Voice of Germany“. Ja, ich gebe es zu, ich schaue die Sendung gelegentlich. So!

Mittwoch, 21. November 2012

Mittwoch, den 31. Oktober 2012 - Rebecca

Heute lohnt es nicht, den Tag zu beschreiben. Die Wirtschaftsbeilage ist fertig. Mehr als 60 Seiten. Mehr muss ich dazu nicht sagen.

Für mich begann und endete der Tag mit der Premiere von „Skyfall“, der 23. Film aus der Bond-Serie. Ich war nie besonders großer Fan der 007-Streifen. Ich habe sie früher mit meinen Eltern geguckt und drüber diskutiert, welcher Schauspieler am besten den Agenten gemimt hat. Sogar meine Oma hatte da ein Wörtchen mitzureden. Für sie war ganz klar: Sean Connery ist ihr Liebling.
Für mich steht jedoch seit 2006 und „Casino Royale“ fest, dass Daniel Craig der beste James Bond aller Zeiten ist. Es ist nicht sein Äußerliches – obwohl das auch nicht zu verachten ist -, sondern die Art, wie er die Rolle verkörpert. James Bond hat mit ihm endlich eine Persönlichkeit bekommen und ist nicht nur der Bondgirl verschlingende Macho.
Dementsprechend war meine Erwartungshaltung an den aktuellen Film mehr als hoch. Da war es irgendwie schon klar, dass ich nicht vollkommen zufrieden aus dem Kino kam. „Skyfall“ hat zwar alles, was ein Bond-Film braucht (Action, Bondgirl, M und Mr. Q), dennoch hat Regisseur Sam Mendes einige Szenen einfach zu sehr in die Länge gezogen. Wer muss schon sehen, wie sich zwei Typen im Anzug bald eine Viertelstunde lang mit Motorrädern verfolgen und sich auf einem Zug die Rüben einschlagen? Wie sagt man so schön: Er hat den Spannungsbogen einfach überzogen. Richtige Highlights fehlten einfach.
Was jedoch ausgesprochen positiv im neuen Bond war, ist der Symbolcharakter. Beispielsweise ist Mr. Q nicht mehr ein Rentner, der seine Zeit mit Kugelschreiber-Pistolen verschwendet, sondern ein Bubi im Parka, mit Nerdbrille und Wuschelhaar. Die Helden von einst müssen weichen für das Neue. Mehr Symbolkraft war selten. Da war es am Ende des Films nicht verwunderlich, dass eine tragende Rolle stirbt und ausgetauscht wird. Mehr wird nicht verraten, wer weiß, wer das hier liest und den Film noch schauen möchte...

Dienstag, 20. November 2012

Dienstag, den 30. Oktober 2012 - Rebecca

Der Dienstag ähnelt sehr dem Montag. Früh morgens quäle ich mich aus dem Bett, fahre zur Arbeit und beschäftige mich wieder mit dem Wirtschaftsmagazin. Wieder mache ich gegen 18 Uhr Feierabend und mich auf dem Heimweg. Bis hierhin passiert nichts Außergewöhnliches. Ich mache noch einen kurzen Abstecher zu einer Freundin, die bis vor kurzem noch im Krankenhaus lag. Dort habe ich sie oft besucht und den Geruch von Linoleumboden fast schon verinnerlicht. Ich finde, die Atmosphäre in Krankenhäusern ist immer eine ganz besondere. Eine Mischung aus Hoffnung, Freunde und Trauer. Einige laufen in Jogginganzügen über die Gänge, andere in weißen Kitteln. Geprägt von amerikanischen Serien, suche ich natürlich nach Mc Dreamy oder Mc Sexy, doch Fehlanzeige. Zutreffender wären in diesem Fall wohl eher Mc ZuwenigSchlaf oder Mc ÜberstundenohneEnde.

Zu Hause angekommen, telefoniere ich noch eine Weile mit einem alten Schulfreund, den ich vor einigen Wochen zufällig wieder getroffen habe. Nach mehr als sieben Jahren hat man sich viel zu erzählen.
Ach, bevor ich es vergesse: Laut Nachrichten hat der Wirbelsturm „Sandy“ Amerikas Ostküste ziemlich erwischt. Es soll mindestens 30 Tote geben und Hunderttausende seien ohne Heim und Strom. Die Medien stürzen sich auf die Katastrophe in den USA und lassen dabei völlig außer Acht, dass auch Haiti von diesem Sturm nicht verschont wurde. Einem Ort, an welchem sich viele Menschen nach dem Erdbeben 2010 nicht einmal eine vernünftige Unterkunft mehr leisten können - auch Menschen leiden und dies wahrscheinlich noch länger tun werden.

Montag, 19. November 2012

Montag, den 29. Oktober 2012 - Rebecca

Es ist 6.30 Uhr und mein Wecker klingelt. Zwar wurde gestern Nacht die Uhr umgestellt, aber immer noch scheint mir mehr als die geschenkte Stunde Schlaf zu fehlen. Nützt ja nichts, ich muss zur Arbeit.

Kurz nach acht bin ich im Büro. Die Wirtschaftsbeilage wird mich noch die ganze Woche beschäftigen. 60 Seiten Anzeigen, Layout, Text, Bilder. Zwischendurch sind noch einige Telefonate zu erledigen, Gespräche mit Kollegen, dpa-Material sichten. Eben ein ganz normaler Montag.
Was mich am meisten nervt, ist meine triefende Nase. Schon wieder. Lieber Gesundheits-Gott, warum ich? Ich war doch erst vor drei Wochen krank und lag mit 40 Grad Fieber im Bett. Also: Lass mich in Ruhe mit deinen Viren!
Um 18 Uhr lass' ich den Stift fallen bzw. schalte ich den Computer aus und mache mich auf den Heimweg. Die halbe Stunde Rückfahrt ist so etwas wie eine Erholungsphase. Ich lege Ben Howard in den CD-Player und lasse die Arbeit hinter mir.
Natürlich habe ich mal wieder vergessen einzukaufen, also halte ich noch kurz beim Famila an. Heute nehme ich mal eine Fritz-Cola mit, die erinnert mich immer an den Festival-Sommer 2012.
Zu Hause angekommen geht es noch kurz aufs Sofa und dann steht schon Besuch vor der Tür. Gemeinsam verfolgen wir noch kurz auf CNN, was gerade in Amerika abgeht. Der „Frankenstorm“ (Sandy) hinterlässt ein ganz schönes Chaos. Was aber besonders auffällt: Die Amis haben es drauf, nur mit ein paar Worten und der Betonung, ein Horror-Szenario aufzubauen: „This will be a monsterstorm directly from hell.“ Mal schauen, was sich dort in den nächsten Tagen noch alles entwickelt.