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Sonntag, 25. November 2012

Sonntag, den 04. November 2012 - Silke



Heute war es dann so weit – meine Holz-Optik Waage mit Body-Fat Funktion und allen Schikanen, die eine Waage so hergeben kann (und derentwegen das lesen der Anleitung seit Monaten auf meiner To-Do Liste steht) zeigt an: 55,3 KG. Result!
Als ich das letzte Mal diese Anzeige gesehen habe, war ich 15. Ein halbes Leben! Weightwatchers und Yoga sei Dank. Und doch besteht keinerlei Ähnlichkeit mit Jennifer Aniston, obwohl die laut Heat Magazine genau so viel wiegt. Irgendwie hat die das mit den Krähenfüßen auch besser hingekriegt als ich. Botox? Ich glaube nicht, Jen-An ist mindestens so natürlich wie Brad’s Cannabis Gewohnheiten. Airbrushing ist es definitiv auch nicht, für so was hat Heat Magazine kein Budget (meine Meinung). Also: vielleicht einfach gesündere Lebensumstände? Und die Frage: Wenn ich jetzt damit anfange, nur Gemüse zu essen, ausschließlich klaren Alkohol zu trinken und mir regelmäßig Gurken-Aloe-Vera Mischungen um die Augen zu streichen – sehe ich dann mit 35 jünger aus als mit 25?

Ich werde den Feldversuch starten. Jetzt kommt aber erstmal der Pizzadienst. Dazu gibt es Wein und Bier – Erfolge müssen gefeiert werden.


The greatest results in life are usually achieved by simple means and the exercise of ordinary qualities. These may for the most part be summed up in these two: Commonsense and perseverance.- Owen Feltham -

Samstag, 24. November 2012

Samstag, den 03. November 2012 - Silke



Heute war ich im Fitnessstudio. Da gehe ich ganz gerne hin. Ich fahre dann immer so ein bißchen Fahrrad und laufe (?) auf dem Cross-Trainer Ding und schwitze meine alten T-shirts voll. 40 Minuten hat mein Yoga Lehrer gesagt, mehr macht kein Fitnesstrainer. Das ist auszuhalten, und ausserdem, er muss es ja wissen. Mein Yoga Lehrer ist grundsätzlich ein kluger Mann, der auch vor unorthodoxen Trainingsmethoden nicht zurückschreckt, um Erfolge zu verzeichnen. Also – 40 Minuten. Vor einem halben Jahr noch haben mich 40 Minuten völlig erledigt, heutzutage leider nicht mehr. Das ist sehr schade, denn nun muss ich mir wohl was neues suchen, um meinen Körper wieder zu fordern (sagt P.).

Also bin ich nach dem Fitnessstudio shoppen gegangen. Und zwar nicht irgendwo, sondern auf der Mönckebergstraße – lt. Hamburg’s Webseite eine der Haupteinkaufsstrassen Europas. Sozusagen der Oxford Circus Deutschlands. Schon 30 Sekunden nach dem verlassen der U-Bahn bin ich gestresst, geschätzte 3 ½ Minuten später treten die ersten Schweissperlen auf die Stirn. Dann geht es los: ich brauche Schuhe und ein Kleid, alles schön festlich (für R.‘s Hochzeit). 4 Stunden und gefühlte 100 Geschäfte später bin ich vollkommen fertig, die Schminke ist verrutscht und ich halte mich an einer Straßenlaterne fest, um nicht von den Menschenmassen in Richtung Hare Krishna Festival neben Saturn mitgezogen zu werden.

Schuhe habe ich zwar gefunden, Blasenpflaster auch (auch ich lerne ab und zu aus Fehlern der Vergangenheit). Mit dem Kleid hat’s nicht hingehaun, es wird wohl was aus der letztjährigen H&M Kollektion werden.

Fazit: Durch dieses Workout habe ich mindestens 1 Kilo abgenommen, allerdings ist es auf Dauer zu teuer und zeitaufwändig. Vielleicht versuche ich es einfach doch mal mit Boxcamp oder Zumba.


You want me to do something... tell me I can't do it. - Maya Angelou -

Freitag, 23. November 2012

Freitag, den 02. November 2012 - Silke



Heute gehen die Dinge nicht ganz so leicht von der Hand. Halbstündlich gucke ich auf die Uhr und bemerke, dass die Zeit einfach nicht vergehen will. Auch für einen Mittagsschlaf fehlt einfach die Zeit, obwohl sie ja nicht vergehen will. Gegen Mittag übermannt mich die Müdigkeit und das mit der Konzentration wird auch nicht einfacher.

Gestern habe ich zur Mittwochsküche geladen und spüre nun die Konsequenzen unseres Beisammenseins. Die Mittwochsküche besteht aus zwei zauberhaften Damen, einem Gentlemen und mir. Aufgrund des mit den Speisen einhergehenden Alkoholkonsums findet der Abend schon lange nicht mehr an einem Mittwoch statt und trotz Alkoholstoppuhr (23:30 – dieser wurde nötig, nachdem sich einst meine arme Nachbarin genötigt fühlte, uns um 2:00 ins Bett zu schicken) ist es am nächsten Tag nicht ganz so einfach, alles zu geben. Was wir aber selbstverständlich trotzdem tun, immer.

Die leichte Übelkeit (im schlimmsten Fall) und die Müdigkeit nehme ich aber trotzdem sehr gerne in Kauf – diese Abende sind einzigartig und unübertroffen in Kreativität, Charme und Ehrlichkeit. Ausserdem erspart es allen eine teure Therapie – ganz nach dem Sex and the City Prinzip. Samantha Jones, du würdest dich wohl fühlen bei uns.

Just for the record: Es sind niemals wilde Trinkgelage; wir sind halt nicht mehr 18. Da macht auch eine Flasche Wein schon was kaputt.


You are your own worst enemy. – cicero -

Donnerstag, 22. November 2012

Donnerstag, den 01. November 2012 - Silke



Ich habe jetzt einen Steuerberater. Damit fühle ich mich sehr erwachsen, was sonst selten der Fall ist. Interessanterweise – vor einem halben Leben war ich mir sicher, dass ich mit fast 30 irgendwie, nun, anders sein würde.

Das erschreckende Erwachsenengefühl wird nur dadurch wieder relativiert, dass ich mich in den vergangenen Jahren das ein oder andere Mal mit meinem Steuerberater an den Theken Norddeutschlands über die Tiefgründe des Lebens unterhalten habe. Es hilft auch, dass er nicht im Anzug, sondern in Lederjacke vor mir sitzt. Das schafft Vertrauen.

Als weiteres Indiz des Älterwerdens zähle ich, dass ich seit einem Monat im Besitz eines Bügeleisens bin (kein billiges! Als ich der Frau im Saturn meine Bitte vortrug „Ich bin 28 Jahre alt und habe noch nie ein Bügeleisen besessen. Meine Mutter hat gesagt, ich soll mir was Ordentliches kaufen. Was würden Sie mir da empfehlen?“ nahm sie mich mütterlich am Arm und verkaufte mir ein sehr schönes, grünes Stück). Seit einer Woche nutze ich es auch und es macht mir sogar Spass.

Ich werde meinen ElitePartner Profilspruch ändern:
„Das besondere an mir ist, dass ich einen Steuerberater habe, der Lederjacke trägt und ich gerne bügele“.


Consistency is the last refuge of the unimaginative – Oscar Wilde -

Mittwoch, 21. November 2012

Mittwoch, den 31. Oktober 2012 - Silke



Dank 3-4 Betäubungsspritzen, die mir der Zahnarzt meines Vertrauens innerhalb von 4 Stunden verabreicht hat, fühle ich mich auch jetzt noch 3 Stunden danach – nun ja, high. Oder so, wie ich es mir vorstelle, high zu sein (da gibt es selbstverständlich keinen direkten Vergleich, auf den ich hier zurückgreifen könnte).

Ich mag meinen Zahnarzt sehr gerne. Er bedankt sich immer bei mir für die grundsätzlich immer lange Wartezeit und es ist immer interessant, den Gesprächen zwischen ihm und seinen Zahnarzthelferinnen zu lauschen. So weiß ich mittlerweile, dass er mindestens eine Affäre (mit der osteuropäischen Kollegin, die aussieht wie eine Barbiepuppe) hat und eine andere Ärztin zickig findet. Wiederum eine andere Kollegin verdient es nicht, da zu sein und er musste ein paar Dinger bei der Ärztekammer drehen, damit sie ohne die entsprechenden Zertifikate weiterarbeiten kann. Definitiv ent- und generell spannender als den größten Hits der 80er, 90er und dem besten von Heute zuzuhören.

Leider dauert es immer ewig – daher auch die 4 Spritzen. Für eine einfache Füllung musste er wieder und wieder betäuben, weil er zwischendurch immer ewig wegblieb, statt die Sache zu Ende zu machen. Ich habe schon Verständnis, so ist das nicht – die Affären und Gerüchte entwickeln sich nicht von allein weiter.

Dienstag, 20. November 2012

Dienstag, den 30. Oktober 2012 - Silke



Es wird geputzt. Beziehungsweise, es wurde geputzt. Nach dem denkwürdigen Junggesellinnenabschied von Hottie Police klebt der Boden in meiner Wohnung dank Aperol-Spritz, Waffelteig und Kirschlikör noch ganz ordentlich. Dank dem guten wisch-und-weg Vorwerk Staubsauger (Danke Mama) hat sich das aber jetzt erledigt.

Die halbnackten Männerfotos habe ich mit ein wenig Trauer von der „Torso-of-the-week-Wall“ entfernt (Courtesy of heat magazine). Ich musste einsehen, dass ausgeschnittene Magazinseiten mit fast 30 eine etwas andere Nachricht aussenden, als es die Caught-in-the-Act Poster mit 14 getan haben.

Auch ich fühle mich noch irgendwie nicht ganz wiederhergestellt – der Abschied wurde gebührend am Wochenende gefeiert. Und als Organisatorin habe ich viel mitgenommen: Bei dem nächsten Abschied werde ich mir vorher die zu laufenden Entfernungen anschauen (3 km auf High Heels ist nicht auf Gegenliebe gestoßen). Und entsprechend mehr Kaltgetränke für die Überbrückung bereitstellen. Vielleicht auch das Geld für die Herzluftballons lieber in Abercrombie & Fitch Mitarbeiter zur Mantelannahme und Cocktailmischung investieren.

 Wer heiratet als nächstes?


Never get married in the morning, because you never know who you'll meet that night.  - Paul Hornung -

Montag, 19. November 2012

Montag, den 29. Oktober 2012 - Silke


Ich habe da jemanden kennengelernt. Dieses Mal keinen, der „Good on paper“ ist – sondern vielleicht jemand, der auch gut im echten Leben ist.

Ohne es aktiv zu wollen, arbeite ich meine mentale Kästchenliste ab:

·         Erwartungen an die Zukunft – Übereinstimmung?
·         Tierlieb
·         Kinderlieb
·         Toleranz
·         Kompromissbereitschaft
·         Wohnort (gleiches Land?)
·         Sprache
·         Raucher
·         Suchtprobleme (Alkohol, Drogen)
·         Einkommen (vorhanden?)
·         Psychische Belastbarkeit
·         Humor
·         Ambitionen/Ehrgeiz
·         Was sind die Top 3 Prioritäten?
·         Wie lange ist das letzte Buch her (gelesen)?
·         Etc etc ....

Ich kann nichts dagegen tun, es passiert einfach automatisch. Die mentale Kästchenliste setzt sich scheinbar aus allem zusammen, was ich schon mal hatte und definitiv nicht mehr will bzw wünschenswerten Eigenschaften.

Ist es ab bestimmten Erfahrungswerten überhaupt möglich, unbelastet zu sein? Ich werde es ausprobieren, beim nächsten Mal... vielleicht mit Mediation.

„You can’t build a future on friendship“– Loverboy
“Hmm. Auf was denn dann?“ - ich