Montag, 15. August 2011

Wanderwochenende

Wander-Guru Manuel Andrack

Spätestens nach Manuel Andracks Lektüre über die Lust, ja, geradezu der Notwendigkeit des Wanderns, hat mich die dichterische Form des Gehens in ihren Bann gezogen. Über ein Jahr hat es gedauert bis Martin, der das Ganze damals angeschoben hatte, und ich einen gemeinsamen Termin gefunden bestimmt haben. 13. und 14. August; Rothaargebirge; Winterberg. Martin ist bereits etwas bewanderter, während meine Erfahrung ausschließlich angelesen ist. Ein Beispiel: Ernstzunehmende Wanderer reisen ihr Ziel mit dem Zug an. Sie wandern keine Runden, sondern nur Strecken und ganz besonders verkleiden sie sich nicht als Wanderer. Stichwort Stock und Hut.


Wenn man aus dem Norden kommt, gibt es keine überraschenden Wettereinbrüche. Es ist eher überraschend, wenn mal die Sonne scheint. Eingestellt haben wir uns auf Regen. Um 5:40 ging der Zug nach Winterberg über Dortmund. Sehr früh, aber auch notwendig wenn man Strecke machen möchte. Der Plan im Zug zu pennen ist an meinem lädierten Körper und den unsäglich unergonomischen Sitzen der Schweizer Bahn zerschellt. Somit kam ich auf keine einzige Stunde Schlaf bevor es auf den Rothaarsteig gehen sollte. Übernachten würden wir in einer kleinen, netten Pension, die von einer jungen, holländischen Familie betrieben wird. Die Töchter des Ehepaares, geschätzte zwei und vier Jahre jung, wuselten bereits während des Einschreibens sehr lebhaft im Hausflur umher. Ich ahnte es, hier geht alles sehr familiär zu.
Erst bot man uns an, uns vom Bahnhof abzuholen, was wir natürlich ablehnten, dann drückte man uns Busfahrkarten für die Region in die Hand. Ein Schlag ins Gesicht für jeden ernsthaften Wanderfreund.

 Die Pension Haus Talblick

Eine Pension, ein Wort: Der Talblick

Von vielen nicht gerne gesehen, den Rucksack oder die Tasche auf der Bettwäsche. Mir macht das nichts aus. 


An der Rezeption kaufte Martin eine sehr grobe aber immerhin wasserfeste Karte vom Rothaarsteig.

In der Nähe der Pension wurde uns ein guter Einstieg in den populären Wanderpfad versprochen. Unter der Skisprungschanze entlang, dann links halten oder auch rechts oder war anhalten und umdrehen gemeint? Andracks hochgelobte Ausschilderung trifft wohl nicht für den nördlicheren Teil des Rothaarsteigs zu. Nach anfänglichen Orientierungsschwierigkeiten, in Wanderkarten werden so wichtige Fixpunkte wie Autobahnen oder Atomkraftwerke weggelassen, aus Prestigegründen, fanden wir uns zumindest auf einen Arm des ursprünglichen Weges wieder. 

Das Wetter machte das Terrain schwer wanderbar, ein falscher Schritt und man rutschte metertief in die grüne Hölle. Unaufmerksamkeiten konnte man sich hier nicht erlauben. Am ersten Wandertag erklommen wir den Kahlen Asten mit circa 840 Höhenmetern. Oben erwartete uns ein Hotel, das Mikrowellenspaghetti mit Bolognese anbot. Spagbol, wie es in diversen WG Küchen heißt. So schmeckte es auch. Die Wanderwege waren erschreckend leer. Entweder wurden die Touristen mit dem Bus oder der Lok auf Rädern herumgekarrt oder sie stiegen bevorzugt auf das Mountainbike. Mountainbikes verhalten sich zu Wanderwege wie Schnellboote zum Mississippi, sie passen einfach nicht ins Bild.

Der Rothaarsteig wird auch der Weg der Sinne genannt. Womöglich weil man all seine sechs fünf Sinne beisammen haben muss um konsequent auf dessen Route zu bleiben. Und jetzt kommt es: Die Nebenwege, die, anstatt mit einem durchdesingten Logo wie beim Rothaarsteig, unrühmlich mit X oder W gekennzeichnet sind, sind viel attraktiver. Es ist ja auch selten so, dass bei einem Album der Namensgebende Titeltrack gleichzeitig der Beste Song ist. Oder wer hält Mornig Glory für den besten Song auf gleichnamigen Album? Wir haben uns davon vorerst blenden lassen. Meine Wanderempfehlung ist der Brücken und Schluchten Weg. Siehe zweites Video weiter unten.

Nach der Wanderung wurde bei der Sportschau eine abschließende Lagebesprechung abgehalten und die morgige Route geplant. Ich war so fertig, dass die ADS Kinder der Pensions Familie kaum störten. Wusel Wusel Wusel, Kletter Kletter Kletter, Brabbel Brabbel Brabbel. Mein Außenband im linken Knie machte mir Probleme. Die Überansprunchung, ich kannte das schon, was es nicht besser machte.

Ein falscher Schritt und es geht abwärts

Erkenntnis: „Man freut sich freitags nicht auf das bevorstehende Wochenende, sondern weil der Freitag der Tag ist, von dem das vorangegangene Wochenende am weitesten entfernt liegt. Man soll sich erholen am Wochenende und nicht immer so kaputt feiern. Sonst funktioniert man erst wieder am nächsten Freitag richtig. Stattdessen die Frage, was hast du am Wochenende getan? mal mit Inhalt füllen. Kurz: Du musst Wandern.“

Der zweite Tag versprach Regen. Nicht wie im Norden, wo Nebel am Morgen oft Sonnenschein am Mittag verspricht, verheißt die Nebelbank in den Tälern von Winterberg nur weiteren Regen. Erklären kann ich das nicht. Es hätte eh nichts geändert. Wir hatten uns dazu entschlossen bevorzugt die Nebenwege zu wandern, gen Süden, was sich als pittoreskes Highlight erwies. Ein weiteres Highlight war ein Eingeborener, der uns auf dem Weg entgegenkam. Zwar schützte er sich feige mit einem Schirm gegen den Regen, machte uns aber sogleich auf seinen Fauxpas aufmerksam. Er entschuldigte sich fast dafür nicht dem Wetter gemäß gekleidet gewesen zu sein. Wohin kernige Typen wie wir wandern würden, wollte er wissen. Nachdem wir diverse Streckenfreunde Kumpeleien ausgetauscht hatten, wurde es privat. Wir jungen Leute sollten mal in Norden was anschieben, aufpassen keine Immigranten zu werden und Griechenland bekäme ebenfalls keinen Cent mehr, wenn es nach ihm ginge. Wir mussten ihm versprechen das Rothaargebirge mit einem Rucksack voller Konjunkturideen zu verlassen und dass ihm bloß kein dritter Weltkrieg losbricht. Ok, Versprochen.
So ist das, wanderst du, hält man dich für einen Macher. Vollkommen zu Recht. Netter Mann.


 Im Wohngebiet verfranzt

Merkwürdig und doch folgerichtig, Martin ereilten die gleichen Knieschmerzen, die mich schon wieder seit ein paar Kilometern quälten. Die falsche Belastung, ich sage es euch. Bei allem Mitleid, ich war froh, dass es nicht ausschließlich an meinem ruinösen Körperteilen liegen konnte. Körper, das ist etwas auf dass man nicht stolz sein kann. Nie. Und die, die stolz darauf sind, sind auffällig oft Idioten. Die vorgenommene Strecke ermöglichte uns das bequeme Erreichen des Zuges Richtung Bremen, trotz der teilweise auf 2-3 km/h reduzierten WDG. Ohne einen Vergleich zu haben, sage ich, dass vieles auf der Wanderung wunderbar gelaufen ist. Dinge die man besser machen kann:
  • Plastikflaschen anstatt Glasflaschen mit sich führen
  • Ein drittes (also fünftes und sechstes, wegen der Wandersocke, die man unter den normalen Socken trägt) Paar Socken mitnehmen
  • Eine weitere Plastiktüte um die trockenen Sachen vor dem Regen zu schützen
  • Zwischen-, und Ausdehnen
Erkenntnis: „Regen ist keine Qual, erstrecht kein Dauerregen. Eine Qual sind Monotonie, Partnerlook und Quengeleien.“


Regen von der Seite


Reißende Bäche. Die Szene erinnert etwas an Rambo

So friedlich kann es sein


Die Karte hat es trotz Beschichtung nicht unbeschadet überstanden. Wir: Am Ende. Nach circa 40 zurückgelegten Kilometern. Die Busfahrkarten blieben selbstredend ungenutzt. Andrack wäre stolz. Wer mehr über den Rothaarsteig lesen möchte, dem empfehle ich dieses Buch.


Übrigens: Manuels WanderBlog. So unter Kollegen sollte man ja verlinken... und Duzen.


EDIT: die ungefähre Strecke

Picture my Day #6

Den morgen habe ich leider vergessen zu knipsen, falls sich jemand dafür interessiert, kann er den Morgen aus PmD #5 nehmen und gedanklich hinzufügen. Den gesamten Tag über habe ich vergessen einschneidene Ereignisse festzuhalten, Mahlzeiten zum Beispiel und zudem fand das Ganze letzten Freitag statt, also auch noch zu spät veröffentlicht.


















Hier kann man die Seiten aller Teilnehmer besuchen

Mittwoch, 10. August 2011

Kommt Zeit, dreht Rad

"Und bevor Papa seinen Gute-Nacht-Witz macht
Spielt er mit den Kids noch ne Runde Blitzschach
Keine Zeit, der weltbeste Grund
Und der für Ausredenforscher älteste Fund" Dendemann

Hier ein paar Informationen zu offen gelassenen Texten und Ereignissen.

Der Pyjama ist bestellt, angeliefert und bereits getragen worden. Er passt perfekt. Die zehn Euro Zusatzkosten für die absolut notwendige Größe XXL sind dem Tragekomfort geschuldet. Ein Pyjama funktioniert übrigens nur Barfuss. Damit ich mir etwas unter den Arm klemmen kann während ich so mondän gekleidet durch die Flure schreite, dachte ich über ein Zeitschriftenabonnement nach.

Leider ist die Bremer Tageszeitung unzumutbar, weshalb ich mir eine Zeitschrift für die kurze Lesedauer bei Zugfahrten, Werbepausen oder Brechblähungen abbonieren wollte. Artikel gehen halt schneller zu lesen als Kapitel und sind in sich abgeschlossen. Mein größtes Interesse hat die Zeitschrift Karl für sich gewonnen. Eine vierteljährlich erscheinende Schach-Zeitschrift. Die eh schon entfachte Euphorie am Schach brachte mich auf den Gedanken, warum eine Zeitschrift abbonieren, wenn man auch gleich einem Schachclub beitreten kann? Das Bauerndiplom steht nun auf meiner Agenda. Wann es soweit ist mit der Mitgliedschaft, kann ich aus Gründen erst nächstes Jahr sagen.

Das Perfekte Dinner verlief ohne Zwischenfälle. Kleinere Details, wie zum Beispiel Salz und Pfeffer, sind etwas untergegangen, nichts, was der Alkohol nicht wieder gutgemacht hätte. Die Küche ist wieder sauber, dann dreckig, danach wieder sauber und letztendlich dreckig gemacht worden und bisher hatte ich keine Zeit das zu ändern. Punkte für das perfekte Dinner erhielt ich 33 von 40. Insgesamt der 3. Platz, aber auch nur weil sich zwei Teilnehmer den zweiten Platz teilen durften. Was soll man davon halten?

Obwohl mir bereits von zwei Leuten, unangesprochen auf mein Gewicht, beteuert wurde, ich hätte abgenommen, zeigt die Waage etwas anderes an. Trotz Trainingwochenenden tut sich nichts auf der Waage. Das Alter.

Mein neues iPhone 4 ist geliefert worden. Das alte zerschellte mir in einer Partynacht. Wurde zerschellt, weshalb eine Versicherung zum Einsatz kam. Das neue iPhone hat einen Software-Schaden mitgeliefert bekommen, es geht alle 30 Sekunden an und entsprechend wieder aus. Nichts half bisher. Es ist unerträglich und raubt über Nacht die gesamten Akku Reserven und sämtliche Nerven. Das vorgestreckte Geld für den Geräteumtausch ist nach einem Monat und mehreren Versprechen immer noch nicht überiwesen worden. Eine zusätzliche Woche bin ich bereit zu warten, dann werden Namen genannt. Herr Stromberg!

Freitag steht die sechste Runde von Picture my Day an. Einige viele Blogger veröffentlichen ihren Tag in Bildern. Keinen Text, keine Kommentare, eben nur Bilder. Es ist das erste Mal, dass ein Wochenendtag für dieses Ereignis gewählt wurde. Also gibt es womöglich viele Bilder vor dem Spiegel und bei Nacht. Kann das iPhone 4 ja alles. Mein persönlicher PmD #6 wird aufgrund des Strom- und Internetlosen Wanderwochenendes erst am Sonntag veröffentlicht.

Denn, endlich wurde es geschafft ein freies Wochenende zum Wandern zu finden. Der Rothaarstieg im Rothaargebirge (wirklich!) ist es geworden. Samstag um 5:40 fährt der Zug nach Winterberg ab. Es soll eine dynamische Tour werden. Crossbacking wird erforderlich sein. Das bedeutet der eine Wanderer packt sein Essen und Trinken in den Rucksack des anderen, sodass ein unkomplizierter Zugang im Wandern möglich ist. Ich weiß noch nicht, ob ich was darauf geben soll, dass der deutsche Wanderer keine amerikanischen Arbeiterhosen zum Wandern trägt. Die Auswahl an alternativen Hosentypen ist gering. Jedoch viel wichtiger ist die Wandersocke, gerade bei einem so unerfahrenen Wanderer wie mir. Zurzeit lese ich wiederholt die dreißig Seiten, die Manuel Andrack über den Rothaarstieg verfasst hat. Soll ja eine übersichtliche, sehr angenehm zu bewältigende Strecke sein. Auf die WDG (Wanderdurchschnittsgeschwindigkeit) bin ich gespannt.

so weit, so langweilig

Mittwoch, 3. August 2011

Internet ist für alle da, leider

"Internet, gibt es das immer noch?" Homer Simpsons

Was mich am Internet stört:


Unendlich viel, unendlich schäbiges Wissen

Vereinfachte Recherche macht leichtgläubig, bzw. Hypochondrie

Neoliberalismus. Jeder findet jemanden der sich für seinen kranken Scheiß interessiert und ihn damit bestätigt. Selbst mit gegenseitigem Kannibalismus ist man einverstanden

Simple Antihaltungen mit den dazugehörigen gegenteiligen Argumenten werden als die richtige Meinung verkauft

Idioten geben anderen Idioten recht, was es schwierig macht den Idioten als solchen zu entlarven.

DeinLieblingsmensch.de

Lakonismus

Pseudointellektuelle Mädchen-Poesie

Dumme Menschen diktieren noch dümmeren Menschen ihre Halbwahrheiten

Stalker im Social Network, inklusive Fehlinterpretation sämtlicher Statusmeldungen

Die Gleichstellung von Internet mit allem außerhalb des Internets. Die Bühne Internet verschwindet in den Köpfen der Leute

Da jeder beim neuen Internet mitmachen darf, fällt der Querschnitt unserer Gesellschaft noch degenerierter aus als im Fernsehen dargestellt, dazu ist das Internet aufwendiger zu konsumieren

Inneres, das besser drinnen geblieben wäre, wird Anonym nach Außen getragen

Werteverfall

Pseudodialoge


Wird fortgesetzt…

Freitag, 15. Juli 2011

Abo Nahasapeemapetilon

"Denn ich komm' selten auf den Punkt, schreibe oft 'n Haufen Schund, nur Dramaturgie und Spannungsbogen laufen rund" Dendemann

Ich besitze seit neuestem ein zweites, kleineres Bücherregal, das ich in das WohnFernsehzimmer gestellt habe. Das große Bücherregal steht auf dem Flur und profitiert vom „Einfallswinkel gleich Ausfallswinkel Prinzip“ des, vom Wandspiegel reflektierten, Deckenlichts, was wiederum das Regal von der Wohnungstür aus evident in den Vordergrund stellt, sodass Besuch, wenn falls mal Besuch die Wohnung betreten sollte, direkt die bunten Bücherrücken zugewandt bekommt. Oder: man kann von der Wohnugstür aus, das Regal in der Ecke stehen sehen, dank Wandspiegel. Finde ich ganz nett gelöst und überhaupt nicht angeberisch. Ich bin sogar bereit zuzugeben, dass es sich bei den Bücherregalen lediglich um ordinäre IKEA Regale, ohne Diagonalverstrebung, handelt, in die ich funktionsübergreifend Bücher hineingestellt habe.

Jedenfalls kommen ins kleine Regal die Bücher, die ich noch lesen muss, bzw. möchte. Ganz nach dem Prinzip: Investition ist Motivation. Im Januar diesen Jahres, als ich noch fest davon überzeugt war meine, mir in diesem Leben noch verbleibende, Freizeit im Bett auszuliegen, bestellte ich im Internet mehrere Bücher für insgesamt hundert Euro. Davon habe ich bisher alle bis auf drei gelesen. Soll heißen, nicht wenige konnte ich in das große Regal auf den Flur räumen. Heute, nach einem halben Jahr, habe ich wieder ungefähr hundert Euro ausgegeben. Dieses mal kann ich eine genaue Anzahl nennen: Neunzehn Stück. Alle gebraucht. Das macht mir zum Glück nichts aus.

Für den kleinen Lesehunger zwischen durch, (Bahn, Toilette, Werbung) sind Bücher denkbar schlecht geeignet, gerade wenn man mehrere Bücher parallel liest, bringen kleine Versatzstücke nichts. Deshalb keimte in mir vor kurzen der Gedanke wieder auf, eine Zeitschrift zu abonnieren. Vor, hatte ich das seit dem Umzug nach Bremen 2009. Bisher scheiterte es an der Frage: Welche?
Hin und wieder verplempere ich Zeit in einem Zeitschriftenfachgeschäft und lese entweder die Titel oder schaue mir die Frauen auf dem Cover an, um mir eine flüchtige Übersicht vom Angebot zu verschaffen.

Apropos Frauen. WM und Emanzipation und all das. Solange Fernsehzeitschriften konsequent Frauen auf dem Titelblatt abbilden, gehe ich davon aus, dass ich mir aus Gründen, die das schwache Geschlecht halt so mit sich bringt, kein Spiel der Damen Nationalmannschaft anschauen muss. Wie weit kann eine Bewegung wie die Emanzipation gekommen sein, wenn immer noch Pamela Anderson im roten Badeanzug das Fernsehprogramm der nächsten vierzehn Tage anpreist? Und noch was, zu diesem albernen Argument, die Frauen Spiele hätten eine Einschaltquote von bis zu 18 Millionen Zuschauern, was die Spiele der Männer nicht unbedingt erreichen würden, woraus überstürzt eine hohe Popularität abgeleitet, die wiederum in eine hohe Qualität umgemünzt wird.
Das ist natürlich alles Blödsinn. Es ist doch so: Spiele der Herren Nationalmannschaft schaut kein Mann alleine. Wenigstens zu dritt oder zu sechst oder zu neunt, die Addition um drei ist dem Fassungsvermögen der Bierkästen geschuldet (6er Träger, 12er Weizen, 24er Kasten, 30er Kasten usw.), wenn die Zuschauer sich nicht sogar zu hunderttausenden vor einer einzigen Leinwand versammeln. Frauenfußball schaut man heimlich, nebenbei, beim Bügeln oder so, vielleicht mit seiner Freundin, vorausschauend darauf bedacht Pluspunkte für die Männer EM im nächsten Jahr zu sammeln. Deshalb die hohe Einschaltquote! Ihr Nasen.*

Wo war ich? Ach ja, Zeitschriften. Die Verlage haben scheinbar die Rolle des Ratgebers für sich entdeckt. Die Themen folgen durchgehend dem Kanon Better Life: Leben lernen, richtig Leben, intensiver Leben, nutze Deine Zeit richtig, nutze Dein Gehirn richtig, Tu es, Gesünder Essen, Erfolg im Beruf, So verbindet man Sex mit Karriere, Design Dein Haus, Design Dein Garten, Design Deinen Körper, mehr mehr mehr, schöner schöner schöner und zwischendurch taucht hin und wieder mal der Hitler auf und verbreitet Verlustangst und Schrecken.

Neugierig auf die Inhalte machen mich die vielversprechenden Ankündigungen dennoch, nur vermute ich nach zwei Seiten Ursachenforschung einen fünfseitigen Fragebogen, passend zum Thema, dessen Analye mich an irgendeine Klinik verweißt.
Der Nutzen dieser Ratschläge erscheinen mir so schnelllebig wie damalige Diät-Tipps. Immer anders, immer ultimativer, ohne nachhaltigen Wert. Obschon ich neugierig bin, trifft keine der renommierten Illustrierten meinen Geschmack. Auf Fachliteratur kann man hingegen immer zurückgreifen. Es gibt ja für jedes Genre, jede Randaktivität ein Blatt. Wenn ich was abboniere, dann etwas, dessen hoch explosiven Inhalt ich nicht bereits im Internet oder während eines Stammtischgespräches billig abgreifen kann. Musik und Fußball fallen somit weg.

Ich kann mir vorstellen ein Schach-Magazin zu abbonieren, trotz des vermutlich eher trockenen Inhaltes oder hat überhaupt mal eine Redaktion das Erbe der Tempo angetreten?
Die Titanic hat mir eine zu geringe Gag-Dichte als dass ich dafür jedes Mal soviel Geld ausgeben möchte. Christian Krachts Der Freund wäre was für mich gewesen, leider wurde dieser eingestellt. Gibt es etwas Vergleichbares? Was liegt bei euch neben der Toilette?

Ob der Inhalt hält, was der Name verspricht?

Karl, wieso denn Karl?

*Zurzeit der Entstehung des Textes befanden sich die Frauen noch im Viertelfinale gegen Japan. Leider konnte ich das Spiel nicht sehen, da vorort kein Comedy Central empfangen wurde.

Dienstag, 12. Juli 2011

Mehr Licht

Die Idee

„Die Situation ist immer die gleiche, verstandesmäßige: aufwachen, waschen, anziehen, arbeiten, sich mit der Arbeit einlassen, nicht verzweifeln, den Versuch machen, nicht zu verzweifeln, wir akzeptieren! Wir dürfen nicht nachlassen in unserer Intensität!“ Thomas Bernhard

Ich wollte einen Text darüber verfassen, wie man es hinbekommt ganz oben auf der Gemütswelle zu treiben und dabei das Zwischenmenschliche und die damit verbundene, komplizierte, schnelllebige Gefühlswelt außen vor lassen. Ich wollte mich auf die einzelne, auf sich allein gestellte Person konzentrieren. Auf das, was einen permanent zuverlässig begleitet, auf das man jederzeit zugreifen kann und unabhängig vom Zuspruch Dritter ist. Ein Walkman für die Seele, sozusagen, dank dem man tanzend durch das Leben kommt.

„Das Sprechen über Inhalte ist zum Scheitern verurteilt. Man produziert immer nur Missverständnisse. [...] das Sprechen um der reinen Unterhaltung willen ist ja noch möglich: Vortäuschen, verstecken, Unsinn erzählen, das sind alles Mechanismen, die noch gut funktionieren.“ Christian Kracht

Dieser Text, der anfangs einer Zitatensammlung glich, musste erstmal eine Zeit lang unbeachtet herumliegen, bis endgültig klar war, dass nur etwas Alltagsbegleitendes das Seelenleben auf Kurs halten kann. Keine kurzen Freuden oder Genüsse, die so genannten kleinen Dinge im Leben, die, wenn überhaupt, den Alltag nur durchbrechen und nicht begleiten können. Zu einem Sonnaufgang, einem Erdbeerfeld, oder einer warmen Pistole oder was die Beatles sonst noch so besangen, benötigt man keine gewachsene Ideologie.

Diesen Platz kann nichts Materielles einnehmen. Das sowieso nicht. Es ist nicht die Arbeit, Religion oder Ethik. Auch Erfolge, sei es in beruflicher, wie sportlicher oder mentaler Hinsicht sind zwar kurze Höhenflüge, wollen im Grunde aber nur gesteigert werden, damit sie etwas bewirken. Auf Highscores, Pokale oder vier Touchdowns in einem Spiel kann ich mich nicht ausruhen. Anderen gibt das etwas, keine Frage. Worauf ich setze, ist eine kognitive Beständigkeit, die selbst bei völligem Stillstand abrufbar ist, ein Gedankenkorsett, das nur das Wesentliche betont.

Das Selbstbewusstsein, was sich bestimmte Menschen zum Beispiel durch ihren Körperkult oder ihrer Seriosität in Form von Mode verleihen, dieses „sich definieren“, möchte ich für mich etablieren, ohne diese Haltung nach Außen zu tragen. Meine persönliche Seelentätowierung, um bei den schlechten Metaphern zu bleiben.

Die Antwort auf die Fragen, was würde ich mir Tätowieren lassen und wohin und vor allem warum? Ich glaube, das Finden der Antworten auf diese Fragen und sie nach Außen, auf seiner Haut zu tragen, gezwungenermaßen dazu zustehen, ist der eigentliche Grund, weshalb sich Menschen überhaupt tätowieren lassen. Was ist es, das dich auszeichnet? Das dir Halt gibt? Das dir den Staub des Alltags von der Seele wischt? Bei wem leihst du dir deine Sätze? Was würde ich mir auf die Seele tätowieren lassen und vor allem warum?

Ein sicheres Indiz dafür was einen ausmacht, sind wiederum die Fragen: mit was für Menschen umgebe ich mich gerne und weshalb? Dank der Antwort darauf und der frühen Prägung durch mein Umfeld, bin ich bei zwei Dingen hängen geblieben, die ich als Leitfäden betrachte. Zum einen der Alles- und gleichzeitig Nichtssagende Begriff der Kultur und zum anderen Humor.

A-Seite: Kultur

"Wir leben in einer Zeit, in der die Menschen nicht mehr in der Lage sind, zu definieren, was Kultur ist." Max Frisch

Charakterbildung und natürlich die pure Unterhaltung und der damit verbundene Spaß sind für mich die Triebfedern für meine Interessen. Sport, Buch, Musik, Film, im Grunde jegliche Form von Kultur ist erstmal interessant. Ob es nun die Hochkultur oder der japanische Zeichentrick ist. Geschichten erzählen sie alle. Unter der Prämisse mich bilden zu wollen, betrete ich selten die Bibliothek oder das Museum. Ich schaue eher, wo kann ich mich inspirieren lassen. Interessant ist erstmal alles, egal in welcher Form. Alles wirkt sich auf meinen Gemütszustand aus. Dabei bewegt sich dieser um den Gefrierpunkt. Mal taut etwas auf, mal friert etwas ein. Dennoch selektiere ich für mich Interessenfelder, einer Prägung nachkommend.

Wenn ich in ein Ballett gehe, dann nur des Balletts wegen. Ich habe weder Ahnung davon, noch ein aufrichtiges Interesse daran. Ich würde der Akrobatik und dem Schauspiel Beifall zollen, vielleicht klatsche ich sogar an den richtigen Stellen, nur würde ich das Wesen des Balletts nicht erfassen. Zu einem fachlichen Gespräch könnte ich nichts beitragen, noch kann ich mir vorstellen, dass eine Aufführung ernsthaft mein Interesse wecken würde, ich könnte nur abhaken, dass ich es gesehen habe, einen Eindruck, eine Stimmung mitnehmen und es als seriöse Unterhaltung betrachten. So wie man einen Spielfilm an einem zu füllenden Abend schaut, um den Tag abzustreifen. Ich möchte Niemand sein, der sich nur deshalb mit Kultur beschäftigt, um dem Bild, das er selber von sich hat, zu entsprechen.

"Die Fähigkeit, seine Freizeit klug auszufüllen, ist die letzte Stufe der persönlichen Kultur." Daniel Barenboim

Ich habe nicht das ständige Bedürfnis meinen Kopf mittels Kreativität stimulieren zu müssen. Gerade weil ich der Meinung bin, dass ohne den Austausch und der Umsetzung der Einflüsse kein bleibender Eindruck entsteht. Die Umsetzung kann bereits darin bestehen, sich den Dingen bewusster zu werden, sodass man aufhört die falschen Fragen zu stellen oder einem die Antworten auf die richtigen Fragen leichter fallen oder ganz einfach den Dingen aufgeschlossener gegenüber zu treten. Hakt man Kultur nur ab, wie in einem Programmheft, dann führt dies zu nichts. Man merkt sich womöglich noch nicht einmal Namen. Ich setze lieber auf die Nachhaltigkeit als auf die Seriosität.

Neulich war ich auf einer Lesung von Sven Regener. Es war interessant zu beobachten, wie die Leute sich ganz unbefangen auf die Lesung einlassen konnten, ohne sich großartig mit den Menschen Regener zu beschäftigen, ich hatte sogar den Verdacht, dass viele nicht wussten wer das eigentlich ist. Die Leute lachten trotzdem an den richtigen Stellen, es schien als seien ihnen Hintergründe egal, kurz: ein dankbares Publikum.

Dagegen saß ich, äußerlich betrachtet, recht unbeteiligt im Publikum. Ich hörte hin und schnitzte jeden gelungenen Satz, jede gute Textidee in meinen Holzkopf. Ich achtete darauf wo er wie die Pointen setzte und wie er diese Vortrug und überlegte mir eine entsprechende Umsetzung und schaute mir seine Haltung ab. Natürlich ist man voll bei der Sache und würdigt die guten Pointen mit einem authentischen Lachen, keine Frage, nur hatte die Lesung für mich mehr zu bieten. Ich werde zwar einiges davon wieder vergessen, aber nachhaltig war der Abend allemal, auch wenn ich äußerlich nicht zum dankbaren Publikum gehörte.

"Eine Kultur ist das Treibhaus, das es den menschlichen Fähigkeiten erlaubt, sich zu entwickeln, und zugleich das Gefängnis, das sie einengt." Aldous Huxley

B-Seite: Humor

Sichtlich stabilisieren lässt sich mein Seelenleben nur mit Humor. Er macht alles etwas weniger schlimm, als Inbegriff ist er letztendlich das einzige, was mir in der prekärsten Situation den Kopf rettet. Da erzähle ich niemand etwas Neues. Ich schätze zu keinem anderen Thema wurden mehr Statements abgegeben als zum Humor. Jeder hält sich womöglich für witzig und humorvoll und jeder hat schon mal vor lachen geweint und gemerkt, dass das was mit einem macht. Leider ist beides in Wirklichkeit sehr selten.
Man darf nicht darauf warten bis jemand auf der Bananenschale ausrutscht, man muss die Bananenschale immer bei sich führen und richtig positionieren. Man muss den Sinn und den Nutzen dahinter verinnerlichen. Ich gebe zu, Mario Kart Fans könnte die Metapher etwas verwirren.

Im Gegensatz zur Ironie, setzt Humor voraus die Situation richtig einzuschätzen, zu durchschauen, zu verstehen um das Komische daran zu erkennen. Es geht nicht darum sich über etwas lustig zumachen oder Unannehmlichkeiten wegzulachen oder die Flucht nach vorne zu ergreifen, sondern die Gegebenheit mit Humor aufzuwerten oder zu vereinnahmen. Mit dem Humor gehen eine ungeheure Gelassenheit und Belastbarkeit ein.

„Gieseking dachte, dass die beste Kumpeltugend Humor war. Einen Witz zu bilden bedeutete das intuitive Durchdringen von Zusammenhängen. Man kam weiter, drang tiefer vor als mit der härtesten Denkübung. Wer lustig war, hatte automatisch die richtige Distanz. Der konnte sein Gegenüber fixieren. Der traf ohne zu verletzen.“ Moritz von Uslar

Humor ist nicht nur eine Waffe, sondern kann auch entwaffnend wirken. Den Ernst der Lage hat sowieso jeder von uns, jeden Tag, Würde ich das Leben ständig unverschönt wahrnehmen, fühle ich mich dadurch nicht reifer oder gewappneter, das Gegenteil ist eher der Fall.

Lachen ist eine Form von Unterwerfung. Jedem fällt etwas ein, wovon er sagt, wer das kennt, versteht und wertschätzt, der kann kein schlechter Mensch sein. Auf humoristischer Ebene ist das wohl am einfachsten nachzuvollziehen.

Ich halte den Humor sogar für das Allerwichtigste im Leben. Was für den Maulwurf der Geruchssinn ist, ist für den Menschen der Humor. In der Schule hatten wir mal eine Geschichte vorgelesen bekommen, gegoogelt und frei übersetzt ging sie ungefähr so:

Ein Maulwurf, ein Geschöpf von Geburt an blind, sagte einmal zu seiner Mutter: "Ich bin mir sicher, dass ich sehe, Mutter" In dem Wunsch, ihrem Sohn das Gegenteil zu beweisen, legte seine Mutter vor ihm ein paar Körner Weihrauch und fragte: "Was ist das?" Der junge Maulwurf sagte: "Es ist ein Kieselstein." Seine Mutter erwiderte daraufhin: "Mein Sohn, ich fürchte, dass du nicht nur blind bist, sondern auch deinen Geruchssinn verloren hast"

Letzten Endes

"Es gibt doch nichts Unterhaltsameres als den Menschen." Sönke Stender

Ich habe mich diesen beiden Dingen verschrieben und fahre recht gut damit. Es ist ein heilsamer Filter für die Einflüsse des Alltages und gleichzeitig kann ich jederzeit darauf zurückgreifen und geringstenfalls den unsinnigsten Gegebenheiten einen kleinen Sinn verleihen. Es funktioniert für mich, ich erlebe aber auch ständig, dass sich viele völlig andere Koordinaten stecken und damit problemlos durchkommen. Wenn nicht sogar besser. Ich frage mich wie, aber es scheint zu funktionieren.

Neben dem Gewinn der Stabilität und Gelassenheit ist letztendlich die größte Genugtuung die, dass andere dich gerne um sich haben. Ganz ohne Zuspruch geht es dann doch nie und alleine sowieso nicht. Auf diese attestierte Sicherheit läuft all die Charakterbildung hinaus, denke ich. Vielleicht werde ich irgendwann sagen, eine Ideologie engt mich nur ein, aber noch habe ich dazu überhaupt gar keinen Grund.
Es ist nicht wichtig dass man Alles kann, es ist wichtig, dass man Beides kann.

"Aufatmen, weiterkommen, Anregung unserer Fantasie, Produktivität, Lebensfreude, so strebten wir von Stocket weg“ - "Fenster aufreißen, den Wolfsegger Muff hinauslassen, die Bücher aus den Regalen nehmen und tatsächlich lesen, lachen, reisen, Österreich verlassen und sich an der Cote d’Azur ansiedeln und schon bei Lebzeiten seine Grabaufschrift formulieren, die lautet: "Der zu dem richtigen Zeitpunkt die Barbaren hinter sich gelassen hat!"" Thomas Bernhard

Dienstag, 28. Juni 2011

Die Küche, nachdem sechs Leute satt sind

"Dinner at eight was okay
Before the toast full of gleams
It was great until those old magazines
Got us started up again
Actually it was probably me again" Rufus Wainwright

Mein "Perfektes" Dinner. Es ist fast alles gut gegangen. Es gab: Bärlauchcremesuppe, aufgewertet durch Lachs und grünen Spargel, final abgesrundet mit Creme fraiche als Vorspeise. Die Hauptspeise bestand aus Schweinelende in Apfelsoße und sonstigen geschmackvollen Dingen, dazu Jasmin Thai Reis, ebenfalls angereichert mit geschmackvollen Dingen. Als Nachspeise, die mir nicht ganz gelungen ist... gab es Vanille Eis unter Pfirsich mit Himbeersoße und nachgereichten Schokoblättchen. Als Aperitif bot ich Aperol Spritz an. Alle haben das Essen drinnen behalten. Ein persönlicher Sieg und eine völlig neue Erfahrung. Ich bin zufrieden und freue mich auf die ordinären Gerichte nach Feierabend. Fernsehgerichte. Am 14.07. ist das Finale und dann bekomme ich auch meine Punktzahl mitgeteilt. Abwarten. Ein Video gibt es auch. Vielleicht zeige ich ein paar Szenen mit mir. Wahrscheinlich ist das aber nicht.







Montag, 27. Juni 2011

Investition ist Motivation

"Risin' up,back on the street
Did my time, took my chances
Went the distance, now I'm back on my feet
Just a man and his will to survive" Survivor

Nach knapp über einer Woche habe ich fast alles was ich mir vorgenommen, und demonstrativ in den Blog stellte, abhaken können. Es fehlen die Veröffentlichung dieses einen, dummen Textes, der schon mehr Aufmerksamkeit bekommen hat, als für einen Blogeintrag gut ist, und die Bestellung des Laufarmbandes für das iPhone. Die Bestellung ist an den völlig gegensätzlichen Resümees der Konsumenten gescheitert. Es scheint so, als ob die Hersteller sich gegenseitig negatives Feedback unter das Konkurrenzprodukt schreiben würden. Was die Erledigungen angeht, war insgesamt alles gut organisiert und hat wunderbar geklappt. Den Schwung nehme ich mit und mir was Neues vor.

Mein Plan sieht so aus: Ich kündige den Jahresvertrag mit dem Fitnessstudio. Dieser liefe dann offiziell Mitte Januar 2012 aus. Bis dahin trainiere und dusche ich dort weiter. Dabei konzentriere ich mich ausschließlich auf den Aufbau der stabilisierenden Muskelpartien. Das einstündige Warm up wird auf eine Viertelstunde reduziert. Es ist zeitraubend und besonders unangenehm in dieser Discounter Fitness Atmosphäre. Auch wenn man dabei lesen kann, konzentrieren oder gedanklich abschweifen funktioniert nicht unter den dort herrschenden, osmanischen Bedingungen. Lieber weihe ich die neuen Laufschuhe ein. Klein anfangen und langsam steigern, bis ich mir nicht mehr blöd dabei vorkomme. Wenn es soweit ist, sollten auch das neue iPhone und das dazu passende Laufarmband angekommen sein. Darüber hinaus werden die frischen Batterien für die Waage helfen den Fortschritt zu dokumentieren.
Das Datum des auslaufenden Vertrages nehme ich hierbei als herausforderne Deadline.

Vorgenommen habe ich mir erstmal weniger. Zehn Kilo weniger.
Das sollte zu schaffen sein. Einen Anfangswert kann ich leider aufgrund des mehrwöchigen Verzichtes auf eine Waage nicht benennen. Das hole ich eventuell nach, falls es nicht zu peinlich wird. Investitionen sind übrigens eine gute Motivation. Oder kürzer: Investition ist Motivation.

Passenderweise ist gerade die Fußballsaison, mit einem letzten, existenziellen Sieg, vorüber gegangen und schafft so Luft an den Wochenenden für meinen persönlichen Fitness Boom. Die Saisonvorbereitung werde ich nur sporadisch, ganz nach Befinden, also Lust und Laune, mitmachen. Irgendwo muss man ja anfangen sich aus der Verantwortung zurückzuziehen. Wo man überall wirken soll, es ist unglaublich.

Entscheidender Faktor wird sein, die Essgewohnheiten wieder herunterzufahren oder zumindest meinen Bedarf, den eines einzelnen Menschen anzupassen. Wie einst. Das wird auch gleichzeitig das Schwierigste am ganzen Unterfangen. Noch weiß ich nicht recht, wie ich mich für den Verzicht motivieren soll. Vielleicht halte ich jedem vor ein besserer Mensch zu sein, weil ich verzichten kann und es auch tue. Viele machen das so, warum sollte ausgerechnet mich das nicht anspornen? Möglicherweise wird man dann in Zukunft auch weniger in die Verantwortung genommen. „Den Thomas brauchste nicht zu fragen, der hält sich für was besseres.“ Könnte klappen. Erstrebenswerter wäre es natürlich ganz einfach weniger zu essen, ohne sich dabei was zu denken. Das kriegen andere ebenfalls bravourös hin.
  • 10 Kilo abnehmen

Donnerstag, 16. Juni 2011

Sieben Tage, sechs Nächte

"Es ist nicht wichtig was du tust, sondern dass du es tust" Ghandi

Meine Vorhaben für die nächsten sieben Tage in ungeregelter Reihenfolge:

Messer-Set kaufen

Das Messer-Set ist von Zwilling. Erstaunlich wie viel man sparen kann, wenn man eine auslaufende Kollektion kauft. Befremdlich war die mahnende Anmerkung der Verkäuferin, ich könne dann aber, falls ich etwas nachkaufen möchte, nicht dasselbe Design wählen. Nichts in meiner Wohnung bildet eine Einheit, höchstens mal angedeutet, letztendlich weichen Form und Farbtöne immer um ein paar wenige Nuancen voneinander ab. Den Messer-Block und den Schleifstein habe ich mir andrehen lassen. Ich denke, das braucht man schon. Der Schleifstab kostet das Dreifache zum Stein und ist in der Anwendung viel anspruchsvoller, zudem passt er in keinen Messerblock. Warum sollte man den bevorzugen?


Laufschuhe kaufen

Wie alles das ich kaufe: reduziert. Der Laufschuh ist auf mein Gewicht, also auf schwere Läufer abgestimmt. Das wurde mit einer unglaublich unspektakulären Videoaufnahme belegt. Sah gut aus, wie ich da so probelief, auf dem Laufband. Wie in einer Werbung für Leistungssteigernde Sportaccessoires. In schön und durchdesignt gibt es keine Laufschuhe. Abgesehen vom Nike Free 3.0, den würde ich jedoch unter meinem Gewicht zermalmen. Wenn man in Laufschuhen nicht läuft, sondern geht oder gar schlendert, halten alle einen entweder für einen Schlaffi oder für grenzdebil. Der Komfort ist aber wirklich klasse.

Der Schuh ist gekauft, nun muss ich ihn auch nutzen. Schön wenn man so debil simpel gestrickt ist.

 
Mich bekochen lassen

Sarah war mit ihrem perfekten Dinner dran. Ich sehe mich auf einem Level mit ihr. Bedeutet, die Wohnung ist semi-möbliert und die Küchenausstattung nicht auf Gäste ausgelegt. Was das Kochen angeht, kann ich überhaupt nicht einschätzen wie anderen Leuten meine Kreationen schmecken werden. Ich bin ja der Meinung Viel hilft viel. Gerade in der Küche. Zuwenig Brei verdirbt den Koch. Portionen est omen. Geschmack ist da zweitrangig. Das sollte sich mit dem Alter langsam mal ändern, am besten gleich am Donnerstag. Dann heißt es nämlich für mich: ein Gruß aus der Küche. Sarahs Essen war natürlich klasse. London Baby.
  • So eine iPhone Halterung für den Oberarm bestellen
Einladungen für die Strandparty versenden

Schriftlich, und damit meine ich das Web 2.0, dürfte ich fast allen gerecht geworden sein. Der Rest kriegt eine SMS, zusätzlich setze ich auf Mundpropaganda. Anmelden nicht vergessen. Nur dumm, dass an dem Tag der Feier in Drakenburg das Scheibenschießen stattfindet. Wer plant sowas? das Scheibenschießen, meine ich.

Der GEZ schreiben

Eine zugegeben etwas dreiste Mail verlies spät abends mein Postfach. Zahlen möchte ich ja gerne, nur nicht so unangemessen viel. Man darf keine Angst vor der Neu Stasi zeigen. Vom Standesamt bis zur Polizei kommen von den Staatsorganen ständig nur Drohungen. Hoffentlich haben wenigstens die GEZ Leute aus Stuttgart 21 gelernt. Mein Entgegenkommen kann doch mal als solches aufgefasst werden und damit sei die Sache abgehakt. Aus meiner Sicht ist sie das bereits. Ich habe halt keinen Fernseher und von wo aus meine Mail spät abends abgeschickt wurde, ist sicherlich nicht mein eigenes neuartiges Rundfunkgerät. Ein gutes Gefühl habe ich in der Angelegenheit dennoch nicht.
  • „Mehr Licht“ Text fertig stellen und veröffentlichen

Fußballtraining

Nächste Woche Freitag noch einmal mittrainieren und dann am 26.07. die Relegation spielen. Es ist nicht wichtig wer gewinnt, sondern dass man gewinnt.


Klassenerhalt sichern

Mit einem noch viel zu niedrigem 4:0 haben wir den Klassenerhalt aber sowas von gesichert. Persönlich habe ich ein Tor beisteuern können und einen imposanten 25 Meter Pfosten-Knaller, der bei etwas mehr Wucht zu einer Versicherungsangelegenheit hätte werden können. Kurz: es hat Spaß gemacht und nächstes Jahr wird wieder angegriffen.

CD erstellen

Ich mache die Musik über meinen Laut.fm Sender, wenn er denn endlich mal wieder laufen möchte. Mit anderen Worten, ihr könnt am Donnerstag ab 19 Uhr mithören was gerade so gespielt wird. Anspieltipp: Knorkator - Besondrer Mann

Zum Friseur gehen 

Ich hatte in meinem ganzen Leben noch nie eine richtige Frisur und als ich dem Vierzigjährigen, der vor mir an der Reihe war, zugesehen habe, wie er sich eine Dirk Benedict Frisur verpassen ließ, wusste ich auch wieder weshalb. Ich lasse die Haare struwweln und dann kommen sie eben wieder ab. 12 mm Vielduscherfrisur.

Wohnung putzen, putzen, putzen

Die Wohnung ist sauber. Nur ist nach dem Dinner die Küche völlig zerschellt. Es ist alles runtergefallen was beim runterfallen schön spritzt und rumsaut.

Altglas entsorgen

Der blöde Karton ist mir gerissen! Kurz bevor ich ihn in das Auto laden konnte.

Eine Einkaufsliste für das Perfekte Dinner (Hausintern) erstellen

Bruchrechnen vom feinsten. Ich habe die Rezepte auf sechs Personen hochgerechnet und eine ausführliche Einkaufsliste erstellt. In chronologischer Reihenfolge. Jetzt kann das Vorhaben Großeinkauf nur noch an meiner eigenen Handschrift scheitern.

Menu Karten erstellen

Sind erstellt. Man muss das Menu fantasievoll umschreiben, denn der Kopf isst mit.
Wenn du nichts im Laden hast, dann musste schon verdammt viel im Fenster haben!

Großeinkauf

Wie teuer es ist für sechs Personen zu kochen. Ich muss ständig an den Gag aus Simpsons denken:

How to Cook Humans
How to cook for Humans
How to cook forty Humans
How to cook for forty Humans

Mir fehlen noch die frischen Zutaten vom Markt, die ich morgen, also direkt vor der Zubereitung, kaufen werde. Allein die Vorbereitung ist ein Wahnsinnsakt und ich sage jetzt schon, das war mein letztes Mal. Wer in Zukunft zu Besuch kommt, soll gefälligst was zu essen mitbringen. Würde die Sendung und damit unser Abklatsch "Die Perfekte Vorbereitung, Dinner egal" heißen, wäre ich gut im Rennen.


Eine Liste mit den Zutaten an das nahegelegene Krankenhaus schicken

Rundmail an alle Dinner Gäste formuliert, mit der Bitte ihre Krankenkassen-Karten mitzubringen.

Einen 40 Punkte-Abend zelebrieren (LSD auftreiben!?!)

40 Punkte werden es nicht gewesen sein. Vielleicht ja aber 30! das wäre schon stark. Persönlich habe ich ein paar Dinge ausgelassen / vergessen, aber das hat hoffentlich niemand gemerkt. Zufrieden bin ich allemal.

Bei 6 Stunden Schlaf pro Nacht und einer Arbeitszeit von 44 Stunden in der Woche (mit Weg) bleiben mir: 7 x 24 – (6 x 6 + 44) = 88 Stunden Zeit die Liste da oben abzuhaken.

Meinen Fortschritt könnt ihr hier nachvollziehen. Hoffentlich. Unkommentiert lasse ich die Erledigung der einzelnen Punkte sicherlich nicht, also messt mich an meinen Taten.

Montag, 30. Mai 2011

Der Typ im weinroten Pyjama

„Die neue Nachtwäschekollektion für Männer, die Authentizität und innere Werte schätzen: Ein authentischer, schnörkelloser Stil mit "Intellectual comfort". Ausgesucht hochwertige Materialien geben dieser Nachtwäsche ihren einzigartigen Trage- und Wellnesskomfort.“ Strellson Homepage

Ich will mir einen Pyjama zulegen. Den Gedanken hege ich schon seit längerem. Die Schuld dafür gebe ich dem amerikanischen Fernsehen und dem dort gezeichneten Bild des Familienoberhauptes an einem Milchmann-Sonntag. Im Bett einen Pyjama zutragen kann ich mir allerdings nicht so richtig vorstellen. Die Variante Shorts hat sich bewährt und dabei wird es auch nach dem Kauf bleiben. Als Kind hatte ich Frottee Schlafanzüge, einmal abgewöhnt möchte man nie wieder dahin zurück.
Der Pyjama ist für die ergiebigen Morgenstunden am Wochenende gedacht. Schon zu Studentenzeiten hätte ich einen Pyjama gut gebrauchen können, aber eher für die Abendstunden. Den Tagesabschnitt „Morgens“ gab es damals im traditionellen Sinne nicht.
Wie oft hätte ich die drei Fragen: wo bist du? bist du nüchtern? kannst du mich abholen? mit: Tut mir leid, ich habe bereits meinen Pyjama an, abschmettern können! Dafür hätte jeder Verständnis gehabt. Aber man tat es ja ausnahmslos gerne. Das Abholen. Von vernebelten Kleinstadt Bahnhöfen. Um 1 Uhr nachts.

Ich kann mir richtig gut vorstellen mit einer Tasse Kakao in der Hand und der Zeitung unter dem Arm auf den Balkon zu treten, den Nachbarn zuzugrüßen, mit der Zunge zu schnalzen und nach den Pflanzen zu schauen, die sich langsam durch die Balkonfliesen arbeiten. Die Zeitung würde ich nach dem Ausflug auf den Balkon direkt ins Altpapier entsorgen. Eigentlich würde das Bild des legeren Vorstadtmenschens durch die aufgeschlagene Sonntagszeitung und einer Pfeife im Mundwinkel komplettiert werden, aber das wäre mir viel zu anstrengend. Dann soll wenigstens die Farbe stimmen. Weinrot muss er sein und die Hose muss perfekt fallen. Nichtsdestotrotz darf es gerne etwas schludrig aussehen.

Ein Pyjama am Leib ist wie ein Kronleuchter an der Decke. Ein mondänes Accessoire, das dem Rest der Wohnug/ des Menschen eine gewisse Grundsolidität zuspricht. So möchte man doch sein. Grundsolide. Zumindest am Samstagmorgen.

Hier. Nee, hier ein Bild von meinem favorisierten Modell. Morgen wird bestellt.

(via)

Ansonsten komme ich jetzt über zwei Wochen ohne Handy aus, was in meinem Fall bedeutet, dass ich gleichzeitig auf den MP3 Player verzichten muss. Ehrlich gesagt wiegt letztes um einiges schwerer. Wirklich vermissen tue ich nur das Erreichen, zum Beispiel jemanden, der mich von nebeligen Kleinstadt Bahnhöfen abholt, um 1 Uhr nachts. Ich war nie einer von denjenigen, die ihr Handy für die reine Telephonie brauchten. Ihr wisst schon, jedes Gespräch, das über zehn Minuten andauert und Privates beinhaltet. Das kommt bei mir so gut wie nie vor, ich wüsste auch gar nicht was ich sagen sollte und dann wird es schnell peinlich. Was ich unbedingt sagen will, ist: es geht ohne Handy, aber es geht nicht ohne Pyjama.

Samstag, 28. Mai 2011

Das Unwort des Jahrzehnts

„Milk is chillin, Giz is chillin, what more can I say? Top billin.” Audio Two

Ich schäme mich wenn Menschen ihre ironischen Aussagen mit einem albernen Dialekt unterstreichen. Man versteht es doch auch so, ohne „icke“ und „joa mei“. Schlimm sind auch die, die dir und dich oder mir und mich verwechseln und nicht aus dem Ruhrpott kommen, es also mit Absicht machen. Alles klar, urkomisch, dann doch lieber die Situation unkommentiert lassen, als so vor sich herzubrabbeln.

Unsere Meine Muttersprache wird schon genug zum Krüppel immigriert. Der Amerikaner hat mit seinem MTV Sprech einen großen Teil dazu beigetragen. Gegen eine stetige Weiterentwicklung der Sprache ist nichts einzuwenden, wer will schon ein angestrengtes Deutsch sprechen wie Heinrich Mann oder ein hochgestochenes Englisch wie Shakespeare? Es würde nicht dem Sound des 21. Jahrhunderts entsprechen.

Unerträglich wird die Entwicklung erst dann, wenn Wörter bis in die Bedeutungslosigkeit mutieren. Ich bin ein langjähriger Anhänger der Rap Musik. Manchmal passen MCs die Wortendungen dem Reimschema an, getreu dem Motto: alles für den Reim. Je nach Talent hört sich das gekonnt und vor allem gewollt an. Ein Nachteil dieser Wortmutationen ist, dass sie 1:1 aus dem amerikanischen Slang ins deutsche übernommen werden.

Um auf den Punkt zu kommen: ich kann das Wort chillen nicht ausstehen. Chillen ist in jeglicher Ausführung der George W. Bush unter den Anglizismen. Das amerikanische chilling beutet soviel wie kühlen, im Sinne von abkühlen, lockern, entspannen. Im deutschen bedeutet chillen scheinbar nichts weiter als sich hinsetzen.

Genauso wie man einen Schwarzen an seiner Hautfarbe erkennt, erkennt man einen Idioten an der Nutzung des Begriffs Chillen.

Dem Ausdruck den Todesstoß versetzt, hat vor Jahren bereits die ehemalige MTV Moderatorin Anastasia. Sie traf sich mit irgendeiner HipHop Formation, lass es die Massiven Töne gewesen sein, zu einem Interview in einem Berliner Café und moderierte ihr Tun mit den Worten: ich chill noch mal eine Runde bevor die Jungs da sind. Hauptsache irgendetwas Genretypisches daherplappern. Daraufhin setzte sie sich auf einen Stuhl und wirkte so hyperaktiv wie zuvor. Noch nie ist eine Vokabel so dermaßen inflationär benutzt wurden. Seitdem verwenden den Begriff nur noch Idioten. Im Radio werben sie damit, dass ihre Musik zum abchillen sei. Das klingt aus dem radio wie ein Qualitätsmerkmal, dabei spielen die eh immer nur die zweihundert vorbehaltenen Songs.

Ungenutzter kann man Zeit nicht verbringen, als mit chillen.

Neben Kopf und kleinen Zeh Stoßen, gibt es doch nichts, das einen wütender macht als ein grenzdebiler Typ, der einem rät mal zu chillen. Chill ma`. Falls man sowieso gerade in Rage ist, sollte man besser Menschen meiden, die halb sitzend, halb liegend in einem Stuhl lungern.
Auffällig ist auch, verdächtigt man jemanden und dieser jemand erinnert einen daran erstmal zu chillen, dann ist dieser jemand immer, ausnahmslos immer schuldig wie die Hölle. Idioten verwenden den Begriff hauptsachlich dazu alles auf Null, also auf ihr Niveau, zurückzusetzen. Sie wollen Zeit gewinnen oder hoffen ernsthaft, dass derjenige, der ruhig bleibt recht bekommt. Sogar ein ganzes Wochenende verbringen jene unter der Prämisse zu chillen. Was soll das bedeuten? Fernsehgucken, nüchtern bleiben, Sitzen oder gar Liegen?
Nicht nur für mich ist chillen das neue Unzurechnungsfähig, der Inbegriff des unbewussten Handelns. Die Gerichtsmedizin weiß bereits bescheit.
Das musste mal gesagt werden.
Peace...

auch so ein Wort