Freitag, 21. August 2015

Sandra - Freitag, den 31. Juli 2015



Wieder gemeinsames Frühstück, heute mit gekochtem Ei. Wir haben klare Aufgabenverteilung: Er macht immer das Frühstück und ich putze immer das Bad. Meinem Frühaufsteher fällt es allerdings auch wesentlich schwerer liegen zu bleiben, als morgens um halb sieben Brötchen zu holen, daher halte ich ihn nicht auf.
Dann werden die Koffer ins Auto geladen, belegte Brötchen, Bananen und eine Kiste Flensburger edles Helles sowie eine Flasche Wasser als Proviant eingeladen und los geht es ins Überraschungswochenende.
70 km vor dem Ziel bei Anblick des Straßenschildes löse ich das Rätsel um den Zielort auf.
Es geht nicht wie vermutet nach Hamburg, an die Nordsee oder Zürich, sondern nach Marburg in meine alte Studienstadt. Pünktlich zum Start scheint strahlend die Sonne.
Als wir ankommen muss ich noch ein bisschen Zeit schinden um noch nicht im Hotel einzuchecken. Als wir vor der Kirche die anderen beiden treffen und ich das Gesicht sehe, weiß ich, dass die Überraschung gelungen ist. Das sollte ich wirklich öfter machen, es hat mir richtig Spaß gemacht, falsche Fährten zu legen. Dabei kam ich mir bei dem Fake-Telefonat schon selbst seeehr verdächtig vor…
Während wir das erste Flens öffnen, das erfreulicherweise im Auto nur mittelwarm geworden ist, und von dem Hausdesaster berichten, ziehe ich mir schon mal einen Sonnenbrand zu.
Hätte ich mich mal eingecremt.
Die ganze Zeit halte ich unauffällig meine linke Hand mit dem Verlobungsring verborgen, um den richtigen Moment für die Neuigkeiten abzupassen. Sowas sollte man persönlich sagen, vor allem der zukünftigen Trauzeugin. Das anschließende Tretbootfahren auf der Lahn ist dann auch dementsprechend etwas verkrampft. Der richtige Moment ist dann später mit einem Überraschungssekt beim Abendessen. Den Abschluß des Tages bildet „Django unchained“ im Open air Kino, bei bestem Sommerwetter, aber leider unbequemen Sitzbänken.

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