Montag, 19. Mai 2014

Montag, den 28. April 2014 - Ole



Work-Life-Balance

Mir steckt morgens mal wieder ein wenig das anstrengende Wochenende in den Knochen. Aber das war es wert! Ich bin trotzdem froh, dass ich heute und morgen vom „Home Office“ aus an meinem Projekt in den USA arbeiten kann. Aufgrund der Zeitverschiebung (MESZ -6) beginne ich aktuell eh häufig erst richtig zu arbeiten, wenn meine Kollegen bereits den Feierabend vor Augen haben… Apropos Feierabend: letzte Woche habe ich endlich mein (persönliches) iPhone mit dem Firmenkalender und -Email Account synchronisiert. Ich war wirklich begeistert wie einfach, problemlos und schnell das funktionierte. Praktisch. Die Benutzerfreundlichkeit, definiert als Produkt aus Effektivität, Effizienz und Zufriedenstellung, erscheint mir jedoch täglich fragwürdiger. Seit der Synchronisation erreichen mich 24/7 Nachrichten und Termine auch außerhalb der Arbeitszeiten und meines Zuständigkeitsbereiches. So auch heute ständig. Es stört mich – „…doch wenn es klingelt, bin ich rasend schnell am Telefon, es kann doch sein, dass mich irgendwer braucht.“
Privat helfe ich wiederum jederzeit gerne. Das ist etwas anderes. Deshalb bin ich heute ja auch bei meiner Cousine in Münster. Meine Cousine hat bald Geburtstag und möchte zuvor Ihren morschen Balkon erneuern. Sie müsste 38 werden. Hart nachgedacht…. Genau, Sie ist 15 Jahre älter als ich. Als ich dann den Balkon in Augenschein nahm, musste ich noch härter nachdenken, als bei ihrem Alter. Was für eine vermurkste Anbaubalkon-Konstruktion. Und dann auch noch im 3. Stockwerk. Ich erinnere mich an meinen Vater, der auf seinen betrieblichen Baustellen sowie im Familienleben immer so furchtbar motivierende Worte sagte wie: „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!“, „Von nichts kommt nichts!“, „Ey! Mach das vernünftig da!“ und „Einem Ingenieur ist nichts zu schwoer!“. Ich arbeite motiviert und eigenverantwortlich ganz entspannt von 10 – 18 Uhr.
Meine Cousine kommt heim und erfreut sich schon einmal an dem soweit sichtbaren Ergebnis. Wir fahren zum Abendessen in einen anderen Stadtteil zu Yvonne – selbstverständlich mit dem Fahrrad. Dort esse ich zum ersten Mal eine selbstgemachte Spargeltarte. Vorweg Grissini mit einem köstlichen Schinken umhüllt. Dazu jede Menge trockenen Weißwein. Das perfekte Dinner. Anschließend verlieren wir drei uns in weinsinnige Unterhaltungen über Identität, Individualität und Sozialverhalten, wobei drei doch recht unterschiedliche Ansichten aufeinander stießen. Bravo!

Tune des Tages:              Gisbert zu Knyphausen – Sommertag

„Manchmal glaube ich, dass ich zu langsam bin
für all' die Dinge, die um mich herum geschehen.
Doch all' die Menschen, die ich wirklich, wirklich gerne mag,
sie sind genauso außer Atem wie ich…“

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